Einmal um die ganze Welt ...

Mittwoch, 28.01.2015


Die Fahrt mit der Fähre nach Langkawi dauerte drei Stunde, es war eine kleine Personenfähre und es hat ganz schön geschaukelt, zu meiner Überraschung würde ich trotzdem kein bisschen seekrank 😎 Langkawi ist eine nette malaysische Insel und es geht hier wesentlich ruhiger und relaxten zu als auf Penang, was uns sehr gefällt. Wir haben eine ganz einfache Unterkunft in einem Guesthouse, welches von einer sehr netten Familie geführt wird. Der Eigentümer ist sehr freundlich und hilfsbereit. Er fährt uns zum nächsten Geldautomaten und zu einem Mopedverleih und gibt uns noch ein paar gute Tipps was wir uns anschauen sollen. Wir düsen mit dem Roller über die Insel zum Cablecar. Das ist eine Seilbahn, die hoch auf einen Berg führt. Von dort aus haben wir einen herrlichen 360 Grad Rundumblick in schwindelerregender Höhe. Unsere Fahrt über die Insel führt uns zum Tenang  Beach, ein ganz herrlicher Ort, kaum Menschen, ein wunderschöner Strand mit einer Strandbar und ein zauberhafter Blick übers Meer auf vereinzelte kleine Felsinseln. Auf der Fahrt entdecken wir einen großen Waran, der sich aber schnell aus dem Staub macht, als ich mich ihm zum Fotografieren nähere. Am nächsten Tag machen wir eine Bootstour in einem Longtailboat, zu kleinen Inseln und sehen viele Seeadler, die mit Futter angelockt werden. Nach unserer Rückkehr setzen wir uns etwas erhöht am Strand in eine tolle Strandbar, dort lernen wir Jakob aus Deutschland und Rupert aus Österreich kennen, wir unterhalten uns prima und lassen so den Tag gemütlich bei ein paar Drinks und einem herrlichen Sonnenuntergang ausklingen. Drei Tage verbringen wir auf Langkawi. Dann hüpfen wir weiter zur nächsten Insel nach Thailand. Wieder auf dem Wasserweg geht es nach Koh Lipe, eine noch kleinere und ursprünglichere Insel. Hier gibt es nur ganz wenige Autos, das Hauptverkehrsmittel sind Tuktuks. Man kommt hier mit der Fähre auf einem Holzsteg vor der Insel an, steigt dann mit Sack und Pack in ein Longtailboat und wird zur Insel an den Sandstrand gebracht, springt ins Wasser und wadet an Land, dort steht man dann mit seinem Rucksack im Sand ;-) Die Einreiseformalitäten werden in einem kleinen Pavilon am Strand erledigt. Ein junger Thai in Shorts ruft einem beim Namen und überreicht einem so den abgestempelten Pass. So easy geht das hier, wenn man bedenkt, welche Einreiseformalitäten und Kontrollen wir auf den Flughäfen mitgemacht haben. Ein junger Thai ruft uns "Taxi" entgegen ... schultert unsere beiden großen Ruchsäcke und trägt sie vom Sandstrand zu seinem Tuktuk und bringt uns zu unserem Resort. Es gibt kaum befestigte Wege, das letzte Stück geht es über eine kleine Sandpiste zum Strand, von dort aus kann man nur zu Fuß unsere Unterkunft erreichen. Herrlich!!! Wir haben ein tolles Apartment mit Blick aufs Meer. Drei Tage hatten wir uns hier eingebucht und weil es hier so schön ist, haben wir noch eine Nacht verlängert. Wir bummeln von der einen Seite der Insel zur anderen, durch einen von Bars, Restaurants, Shops, Massage flanierten Weg, kehren hier und da ein und lassen uns einfach treiben. Die letzte Tage unserer Reise möchten wir noch einmal so richtig entspannen. Von Rim, einem sehr netten älteren Thai, lassen wir uns in seinem Longtailboat die Gegend drumherum zeigen, hüpfen von einer kleinen Insel zur anderen, gehen zwischendurch immer mal wieder schnorcheln und genießen unser Mittagessen am Strand, umgeben von jeder Menge kleiner neugieriger Affen. Dann zieht es uns schon wieder weiter. Mit dem Speedboat düsen wir zur Insel Koh Mook. Noch kleiner und ursprünglicher als die Inseln zuvor. Wieder am Sandstrand angekommen, lassen wir uns zu einem kleinen Resort fahren, welches aus kleinen Bambus-Bunglows besteht. Ganz Abseits von jeglichem Trubel verbringen wir hier zwei gemütliche Tage. Bei einem Spaziergang huscht eine lange schwarze Schlange vor uns über den Weg. Last but not least, reisen wir mit dem Speedboat nach Koh Lanta, hier waren wir schon vor drei Jahren einmal und da es uns hier so gut gefallen hatte, möchten wir auf Koh Lanta die restlichen sechs Tage verbringen, bevor es am 28.01.15 mit dem Minibus nach Bangkok in die Kaosun Road geht, die wir auch schon ausgiebig kennen ;-) um dann am 30.01.15 in unseren Flieger nach Hause zu steigen. Wir wohnen in einer wunderschönen Anlage, von unserer Terrasse aus können wir direkt in den Pool springen :-) Wir mieten uns auch hier wieder einen Roller und erkunden die Insel und relaxen was das Zeug hält ;-)

Nun neigt sich unsere Zeit des rumziegeunerns dem Ende zu, nach über 15 Monaten um die Welt reisen kommen wir wieder nach Hause. Es war eine sehr schöne und aufregende Zeit. Wir haben so viele wunderschöne und atemberaubende Dinge gesehen und erlebt und unbeschreiblich nette Menschen kennen gelernt, es war fantastisch !!! :-)))
Jetzt freuen wir uns wieder auf Zuhause und all den lieben Menschen, die uns dort erwarten ... :-*
Wir sagen Danke!
Danke, dass wir all das erleben durften!
Danke, für die tollen Menschen, die wir auf unserem Weg getroffen haben!
Danke, dass wir von Krankheiten, Verletzungen, Diebstählen und Überfällen verschont blieben!
Danke, an die lieben Menschen, die uns per Internet auf unserer Reise begleitet haben!
Danke, dass wir glücklich und gesund wieder nach Hause zurückkehren!

Susan und Klaus :-*

12. Januar 2015



Wir bleiben sechs Nächte in Brisbane. Vom Campground aus gibt es eine gute Busverbindung in die City. Wir bummeln durch die Fußgängerzone, trinken hier und da ein Bierchen und beobachten das bunte Treiben. Genießen die Ruhe und die Sicht auf den River im Botanic Garden. Wir spazieren an den South Banks entlang - am Brisbane River, ein stilvoller Freizeit-und Naherholungspark auf dem ehemaligen Gelände der World Expo 88. Dort kann man in einem großen schönen Pool schwimmen, der einem natürlichen See nachempfunden wurde, oder sich am Sandstrand sonnen, mit Blick direkt auf die Skyline von Brisbane.  Ein Riesenrad lässt einen das Ganze aus einer Höhe von über 60 Metern bestaunen, die Aussicht auf das nächtlich beleuchtete Brisbane ist beeindruckend schön. Ein Weihnachtsmarkt überrascht uns und es ist doch etwas komisch bei den sommerlichen Temperaturen, wir als Europäer tun uns doch ein bisschen schwer damit, bei sommerlichen Temperaturen weihnachtliche Stimmung aufkommen zu lassen. Brisbane fanden wir sehr schön, das Councilhouse wurde toll mit einer Lichtershow angestrahlt, die Gegensätze von modernen Hochhäusern mit kunstvollen Fassaden und kleinen historisch nachempfunden Gebäuden hat doch seinen Liebreiz, entgegen dem was der Reiseführer beschreibt, dass Brisbane nichts besonders schönes zu bieten hat. 
14.-15.12.14
Es geht weiter an der Ostküste entlang nach Canberra, der Hautstadt von Australien.
Wir kommen in die nächste Zeitzone und sind nun Deutschland wieder 10 Stunden voraus. Wir machen halt an den Brunswick Heads, auch ein schöner Küstenort mit ewig langem Strand. 
Vom 15.-17.12.14 sind wir in Coffs Harbour, wir campen direkt am Beach, ein herrlich länger und breiter Sandstrand, es wird viel gesurft. In der Gegend hier werden überwiegend Bananen angebaut.
Unsere Weiterreise bringt uns in den Arakoon Nationalpark. Vom Smoky Cape Lighthouse haben wir einen fantastischen Blick über das Meer und die wunderschöne türkisblaue "James Cook Bucht". Wir campen für zwei Nächte in der "Trial Bay Gaol". Es ist eine wunderschöne Landzunge auf der ein ehemaliges Gefängnis aus dem 19. Jh. steht. Man findet in Australien wirklich selten historische Gebäude, die "Weißen" sind hier ja auch erst seit knapp 200 Jahren und die Aborigines haben keine festen Häuser in diesem Sinne erbaut. Hier hüpfen überall große Kängurus rum und ich kann sogar eine Känguru-Mama mit ihrem Jungen, aus dem Beutel lukend, fotografieren. Wir dürfen hier wieder einmal ein spektakuläres Naturereigniss erleben. Hinter uns ist strahlend blauer Himmel und ein riesengroßer doppelter Regenbogen und gleichzeitig vor uns ein so unbeschreiblich atemberaubender Sonnenuntergang in den schönsten und intensivsten Farben ... Wow!!! Ein endlos länger Strand lädt uns zum Spazieren ein, das Wasser ist herrlich warm und ich finde wieder einmal ein paar nette Muscheln 😉
Wir kommen auf unserer Strecke an der Ostküste u. a. am Miami Beach, an Toronto und Liverpool vorbei 😀 Ja, so heißen hier die Orte. Wir übernachten in Hawkes Nest am Beach und in Denham Court nahe Campbelltown. Die Goldcoast ist wirklich eine wunderschöne Gegend. Die Wege zwischen den einzelnen Ortschaften und Städten sind kurz, die Natur ist saftig grün, die Küste und das Meer einfach toll, es gibt Unmengen von bunten Vögeln und Papageien und süße Koalas und Wombats. Ganz im Gegensatz zur Westküste, die vereinzelten Ortschaften lagen hunderte Kilometer entfernt auseinander, die Landschaft war trocken und rauh mit unendlich weitem niedrigen Buschwerk.
Am 21.12.14 kommen wir in Canberra an, wir bleiben eine Woche auf einem Campground in Queanbeyan und lernen hier Linsey und Edith kennen, ein älteres australisches Ehepaar, welches sich nun eine Camper gekauft hat und nun ein paar Monate durch ihr Land reisen möchte, zuerst geht es für die beiden nach Tasmanien.
Wir haben zusammen einen netten Abend verbracht. Wir treffen Ben Nash, er hat hier eine Werkstatt für Unimogs und hat schon viele aus Deutschland nach Australien importiert. Er ist ganz beeindruckt von unserem SunimoK. Immer wieder werden wir auf unser Fahrzeug angesprochen, es sei außergewöhnlich und einfach "amazing". So auch am 24.12.14 ... Weihnachten. Ein älterer Herr läuft an der Straße vorbei und fragt uns wo wir her kommen. Als wir antworten, aus Deutschland, erzählt er uns, dass er seit über 60 Jahren hier in Australien lebt, aber eigentlich Russe ist, der in Polen geboren wurde und in Deutschland aufgewachsen ist, nach dem Krieg ist er nach Australien ausgewandert. Er heißt Werner und schwärmt von seiner Stadt Canberra so sehr und möchte uns unbedingt auf ein paar Ort hinweisen, die wir uns unbedingt ansehen sollen. Morgen möchte er sie uns auf einer Landkarte zeigen. Am nächsten Tag kommt Werner mit seinem Auto und lädt uns kurzerhand zu einer Sightseeingtour ein. Wir sind erstaunt über sein großzügiges Angebot und freuen uns sehr darüber. Er fährt mit uns auf den Mount Ainsley, hier können wir ganz Canberra und Umgebung mit einem Rundumblick bestaunen. Wir fahren hinauf zum Telecom-Tower und blicken hinunter auf das Regierungsviertel und die wirklich toll angelegte Stadt. Canberra wurde extra erbaut, da sich Sydney und Melbourne bei der Frage wer nun Hauptstadt sein darf nicht einigen konnten. So entstand Canberra, sie wurde am Zeichenbrett als Hauptstadt Australiens entworfen. Es ist eine moderne und schöne Stadt. Werner fährt mit uns durch die Stadt und zeigt uns Sehenswürdigkeiten, Denkmäler usw. Es war ein schöner Ausflug am ersten Weihnachtsfeiertag. Heilig Abend haben Klaus und ich in gemütlicher Zweisamkeit bei einem leckeren Essen in unserem Pavilon vor unserem SunimoK verbracht, bei sommerlichen Temperaturen. Am 27.12.14 fahren wir mit dem Bus noch einmal in die City nach Canberra und bummeln durch die Fußgängerzonen.

Als wir in Perth waren, hat uns Kieron von Ellen und John erzählt. Ellen ist Deutsche und er schrieb Ihnen, dass er Besuch von uns aus Deutschland hat. Sie leben an der Ostküste und als wir nun hier sind nehmen wir Kontakt zu ihnen auf und fragen, ob sie Lust auf ein Treffen haben. Sie leben in Canberra und laden uns zu sich ein. Wir campen zwei Nächte (29.-31.12.14) in ihrem Hof, sie kochen ganz vorzüglich für uns und wir verbringen einen schönen Abend zusammen. Ellen lebt seit über 30 Jahren hier mit ihrem Mann John. Wir machen gemeinsam einen Spaziergang hinauf auf einen Berg, vorbei an Unmengen von Kängurus, und bestaunen das nächtlich beleuchtete Canberra. Wir besuchen zusammen ein Museum und haben wirklich eine nette Zeit zusammen. Ellen hilft uns bei den Telefonaten und Organisationen zur Verschiffung unseres SunimoKs, für ihn wird es nun Zeit wieder zurück nach Hause zu reisen, von Sydney aus soll er verschifft werden. Und wir reisen per Backpacker durch Asien weiter in Richtung "nach Hause". Am zweiten Abend bei John und Ellen kochen wir für Sie, es gibt unter anderem selber gemachte Spätzle, etwas typisch deutsches, was die beiden sehr freut.
Am 6. Januar 2015 soll SunimoK auf's Schiff, deshalb machen wir uns am 31.12.14 auf den Weg Richtung Sydney, in Port Kembla liegt der Hafen. Ganz in der Nähe liegt der schöne Ort Wollongong und wir versuchen leider vergeblich einen Platz auf einem Campground dort zu bekommen. Die Aussies sind nun alle hier in Urlaub unterwegs und es ist kein freier Platz mehr zu ergattern. Ellen schlägt uns vor, bei ihrem Sohn Alex zu campen, der studiert zurzeit in Wollongong und vor dem Haus sei das kein Problem.
Die Fahrt dorthin führt uns durch eine wunderschöne bergige grüne Landschaft, viel Weideland mit Pferden und Kühen und alles sehr gepflegt. Bei Alex angekommen werden wir herzlich begrüßt. Wir verbringen wieder einmal zwei Tage mit ausgiebigem Reinigen des SunimoKs, da er picobello sein muss um aufs Schiff zu kommen. 
Silvester haben wir in Wollongong gemütlich in unserem "fahrenden Zuhause" verbracht und haben doch glatt die Mitternacht nach australischer Zeit verpennt ;-) dafür haben wir dann aber mit euch nach deutscher Zeit auf das neue Jahr angestoßen 
Am 3. Januar 2015 fahren wir SunimoK frisch poliert 😎 zum Hafen Port Kembla. In dem guten Glauben, dass alle Formalitäten von unserem Verschiffungs-Agenten geregelt sind. Als wir dort ankommen werden wir erstaunt begrüßt, es sei Samstag und niemand da, der unseren Unimog entgegen nehmen kann! Bong!!! Das gibt es doch nicht, wir hatten mit dem Agenten vereinbart, dass wir Samstag kommen. Er hat vergessen uns anzumelden.  Der Pförtner ist überfragt und sagt wir sollen Montag wieder kommen. Wir können aber Montag nicht kommen, da wir da bereits Australien verlassen haben! Unser Visum läuft am Sonntag den 4. Januar 2015 aus und unsere Flüge nach Singapur sind schon für Sonntag gebucht! Er informiert die Hafenmanagerin, sie kommt und sagt sie könne nichts machen, die zuständigen Leute sind nicht da. Wir werden nervös  ... Es wird telefoniert ... diskutiert ... Unser Verschiffungsagent ist nicht zu erreichen und der andere am Telefon weiß von nichts ... Na toll! Nach langem Hin und Her sagt die Hafenmanagerin, wir können den Unimog auf dem Hafengelände abstellen und sie lässt ihn am Montag abfertigen. Super! Wir sind erleichtert ... Geht doch 🤩 Dann der nächste Schock! Als wir unser Carnet de passage vorlegen, welches wir vom Zoll abstempeln lassen müssen. Die Managerin schlägt fast die Hände über den Kopf zusammen ... Das ist heute nicht möglich, keiner da ... Es wird wieder diskutiert ... telefoniert ... dann heißt es warten ... Und dann die erlösende Nachricht, die "Customs" Zollbeamten kommen extra wegen uns in den Hafen ... wow! ... dann heißt es wieder warten und Daumen drücken, das bei der Zollabfertigung alles glatt läuft. Nach einer Dreiviertelstunde kommen die Zollbeamten. Sie sind sehr freundlich, kontrollieren unser Fahrzeug, unterhalten sich noch ein bisschen nett mit uns ... Und dann haben wir auch ihn ... Den wichtigen Stempel! Es ist vollbracht! SunimoK darf aufs Hafengelände und wird geparkt bis Montag. Wir verabschieden uns von unserem treuen Gefährten und wünschen ihm eine gute Reise. Am 7. Januar 15 läuft das Schiff die Höegh Amsterdam aus in Richtung Japan, ca. 50 Tage ist SunimoK unterwegs. Wir hoffen, dass er gut in der Heimat ankommt. Für uns geht es nun per Backpacker weiter durch Asien nach Hause. Alex holt uns vom Hafen ab, nach einer kurzen Pause bei ihm und mit einem vorzüglichen Kaffee geht es weiter zum Bahnhof von Wollongong. Wir fahren mit dem Zug zum Flughafen nach Sydney. Es ist eine schöne einstündige Fahrt zum Teil an der Küste entlang. Eine Nacht verbringen wir im Airport-Hotel und dann sitzen wir im Flieger Richtung Singapur 🙂 Wir fliegen mit Air Asia, dessen Flieger vor ein paar Tagen auf fast der gleichen Route abgestürzt ist. Aber wir sind zuversichtlich ... Es ist schon ziemlich unwahrscheinlich, dass so kurz hintereinander wieder ein Flugzeug der gleichen Airline abstürzt ... und was sollen wir sagen 🙃 ... Wir sind gut gelandet!
Singapur war grandios, es ist die beeindruckendste Stadt, die wir je gesehen haben. 
Die Gebäude und Architektur... WOW! Wir beziehen unser Hotelzimmer im 17. Stock und haben einen tollen Ausblick. Wir erkunden Singapur, laufen am River entlang vorbei an der Robertson Bay zum Clarke Quay. Es gibt viel zu bestaunen ... die ganze Gegend ist toll beleuchtet ... die Brücken, Schiffe, Restaurants, Wolkenkratzer, Riesenrad ... einfach beeindruckend. Wir genießen das Flair, kehren hier und da ein und sind einfach nur begeistert. Musik überall. Am nächsten Tag laufen wir zur Marina Bay ... tolle Architektur ... ein schwimmendes Fußballfeld, eine tolle Brücke total aus Edelstal, das Sands Bank Hotel ... ein riesiges Gebäude, welches aus drei Towern besteht und oben drauf in schwindelerregender Höhe, prangt in der Form eines  überdimensional großen Schiffes der Pool und die Bar. Wir fahren mit dem Aufzug rauf bis in den 55. Stock ... was für eine Aussicht!!! Die Shoppingmals sind sehr exklusiv und es gibt nichts was es hier nicht gibt. Wir spazieren durch den "Garden", eine tolle Anlage mit Skytrees, die man erklimmen kann und auf Brücken ebenso eine tolle Aussicht hat. Der riesige Hafen, schon vom Flugzeug aus haben wir hunderte große Schiffe liegen sehen. Wir schlendern durch Chinatown und genießen die ein oder andere Leckerei. Was für eine Stadt!!! Toll !!!
Am 7.01.15 geht es zum Checkpoint in Woodland, dort steigen wir in den Zug und fahren 10 Stunden durch Malaysia. Wir haben wieder ein paar Zeitzonen seit Australien überschritten und nun sind wir euch in Deutschland nur noch sieben Stunden voraus. Endlose Kokosnuss-Plantagen säumen den Weg nach Kuala Lumpur, es ist ein grünes Land in dem der Bau von neuen Häusern boomt. Eigentlich hätten wir nach 7 Stunden ankommen müssen, aber mitten auf der Strecke hat unsere Lokomotive den Geist aufgegeben. Wir stehen über 2 Stunden irgendwo auf der Strecke, bis ein Ersatz kommt und es weitergehen kann. Nachts um 2 Uhr kommen wir in Kuala Lumpur an, wir beziehen ein Hotel direkt gegenüber von der KL-Sentral (dem Bahnhof) und werden dort auf das tollste verwöhnt. Das "Le Meridien", eines der schönsten und exklusivsten Hotels auf unserer Reise. Wunderschöne stilvolle Zimmer, super Poolanlage, exzellenter Service ... nur schön! Wir erkunden die Stadt per Bus und sind überrascht wie modern es hier ist. Wir sehen Paläste und Tempel, die Petronas Tower, den Menara Tower, Birdpark, exklusive Shoppingmals und so vieles mehr. Drei Nächte genießen wir den Luxus des "Le Meridien", dann geht es per Zug weiter durch Malaysia auf die Insel Penang, auch hier bleiben wir drei Nächte, erkunden Georgetown zu Fuß und fahren über die ganze Insel mit dem Roller. Auch hier sehen wir jede Menge Tempel und Moscheen. Am 13.01.15 geht es mit der Fähre weiter auf die Insel Langkawi ... mal sehen was wir dort tolles erleben ...



9. Dezember 2014


In Darwin war es schrecklich heiß, immer über 40 Grad, das raubt einem jegliche Energie. Und die Moskitos haben uns verstochen wie nie zuvor.
Also haben wir uns am 22.11.2014 aufgemacht in Richtung Ostküste. Auf unserer ersten Etape von 350 km sind wir nochmal in Katherine bei Mick und seiner Familie vorbei gekommen, haben einen schönen Abend miteinander verbracht und am nächsten Morgen ging es weiter nach Tennant Creek ca. 650 km, es war eine ziemlich eintönige Strecke ins Landesinnere, ohne viel Abwechslung, Unmengen toter Kängurus flanierten den Highway. Weiter ging es über Mount Isa, auch wieder ca. 650 km. Wir sind in einen anderen Bundesstaat gekommen, nach Queensland und in eine andere Zeitzone, nun sind wir Deutschland 9 Stunden voraus. Da nun die Regenzeit hier langsam beginnt, haben wir es sehr genossen als wir in einen kräftigen Schauer gerieten, es bescherte uns ein bisschen Abkühlung. Mount Isa ist eine Industriestadt, die auch überwiegend von Minenabbau lebt. Es ist wie der Name schon sagt, eine bergige Gegend, was bei dem überwiegend flachen Land Australien für eine nette Abwechslung sorgte. Wir fahren auf dem Landsborough Highway A 2 und es wird wieder überwiegend Steppe, nur Erde mit ein paar verdorrten braunen Graspüscheln und so weit das Auge reicht wieder flaches Land. Am Roadhouse Kynuna übernachten wir. Es gibt hier neben einer Tankstelle noch ein Pub und ein paar verlassene Häuser. Vor hundert Jahren lebten hier noch über 400 Menschen, jetzt sind es nur noch zwei, das ältere Ehepaar, das das Roadhouse bewirtschaftet. 100 km weiter kommt die nächste Ortschaft. Außer ein paar Brolga's gibt es hier nichts besonderes. Brolga's sind mannsgroße silbergraue Vögel mit pinkroten Verzierungen am Kopf, sie sind sehr neugierig und begutachten alles neue sehr genau, kein Wunder in dieser Einöde. So auch uns und unseren SunimoK. Früh am nächsten Morgen geht unsere Fahrt weiter, wir fahren wieder rund 600 km und kommen durch Winton, Longreach, Barcaldine nach Blackall. Hier beenden wir unsere Fahrt für heute und gehen in ein Pub essen. In den TV-Nachrichten erfahren wir, dass in Brisbane ein schlimmes Unwetter gewütet hat, Sturm, Hagel, Überschwemmungen, Stromausfall, Häuser wurden abgedeckt und gelandete kleine Flugzeuge hat es auf den Rücken geschmissen. Wieder einmal haben wir Glück gehabt! Bei dieser Hitze gibt es kaum was schöneres als eine kalte! Dusche, hier werden wir jedoch von einer heißen nach Schwefel riechenden Brause überrascht🤨Seit Tagen haben wir keinen Internetempfang. Nach einer angenehmen Nacht, mit unter 30 Grad, machen wir uns frühmorgens auf unseren weiteren Weg Richtung Brisbane, noch gute 1000 km und wir hoffen, die Stadt hat sich wieder vom Unwetter erholt. Wir fahren bis nach Roma, ja auch hier in Australien gibt es ein Roma, ähnelt aber nicht im Geringstem dem Original in Italien ;-)   Unterwegs sehen wir Straßenschilder, die auf Koalas hinweisen. Sie sitzen in den hohen Eukalyptusbäumen und mit ein bisschen Glück entdeckt man einen. Bis jetzt haben wir aber leider noch keinen entdeckt. Je näher wir uns der Ostküste nähern desto grüner wird die Landschaft. Riesige Kornfelder und Weideland säumen unseren Weg. Unterwegs überqueren wir den "Susan River", das finde ich schon sehr nett von den Aussies, dass sie einen Fluss nach mir benannt haben ... 😉 hahaha ... Wir kommen am 30. November an der Ostküste an, es ist herrlich wieder am Meer zu sein, herrlicher Strand, eine angenehme Brise und angenehme Temperaturen. Wir kommen direkt zu einem Speedbootrennen. Große Speedboote rasen übers Meer von Hubschraubern begleitet, ein großes Spektakel. Es ist ein sehr schöner Strand hier und so bleiben wir drei Nächte, gehen schwimmen und sonnen uns am Strand. Dann geht's nur 50 km weiter in die Bucht von Poona, ein sehr gepflegter, gemütlicher Ort, in dem überwiegend Australier Ferienhäuser besitzen. Fast schon ein Geheimtipp. Hier gibt es Krabben und Krebse und wir schauen zwei Männern am Strand beim Krabbenstechen zu. Außerdem soll es hier auch Seekühe, Krokodile und Steinfische geben. Einen Tag später kommen wir nach Tin Can Bay, auch ein sehr schöner Ort, hier gibt es Delfine und Pelikane. Wir spazieren am Strand entlang und genießen die Aussicht auf Hausboote und die herrliche Weite übers Meer. Am Freitag den 5.12.14 fahren wir zum Rainbow Beach, die Küste zieren verschiedene Sand- und Felsfarben. Ein langer breiter Strand, an dem Surfer und Kiter ihren Spaß haben.  Coolum ist ein weiterer schöner Küstenort an dem wir für zwei Nächte verweilen und den herrlich langen und breiten Strand genießen. Dann fahren wir zu den Glashouse Mountains, ein Gebiet, welches durch Vulkane mehrere verschiedene Berge geformt hat und wir besuchen den australischen Zoo von Steve Irvin. Er hat einen einzigartigen Zoo über australische Wildtiere aufgebaut in dem man unterschiedliche Arten bestaunen kann, von Krokodilen, Schlangen und Koalas, Wombats, Kängurus, Dingos, Leguane, Cassowaries, Papageien und jede Menge anderer wunderschöner Vogelarten und vieles mehr. Die Koalababies waren total süß und ich könnte sogar einen streicheln 🙂 Es ist ein sehr schön angelegter Zoo. Steve Irvin war ein leidenschaftlicher Krokodil-Hunter, der leider vor Jahren durch einen Stachelrochen getötet wurde. Am 7. Dezember erreichen wir Brisbane, eine sehr große Stadt mit viel Trubel und Verkehr, vom letzten Unwetter hier ist nichts mehr zu bemerken. Nun erkunden wir Brisbane ...

Samstag, 8. November 2014

25.10.14
Wir verlassen den Kakadu-Nationalpark nachdem wir drei erholsame Tage  in Jabiru verbracht haben und zwei weitere relaxte Tage im Aurora Resort. Hier gab es Dingos, Wallabies, jede Menge vers. Vogelarten, Adler, Kakadus, kunterbunte Sittiche und Papageien, Gänse, Störche und alle möglichen Wasservögel und Hühnerarten, die Vielfalt der Vogelarten ist enorm. In einem riesigen Feuchtgebiet, welches von wunderschön blühenden Lotusblumen bedeckt war, tummelten sich neben tausenden von vers. Vogelarten in jeglicher Größe und Art, große Krokodile. Und wir haben nun die erste Schlange gesehen. Im Aurora Resort, als wir am Restaurant vorbeigelaufen sind, kam ein junger Mann raus, griff direkt hinter uns in ein Dickicht aus Büschen und Palmen und zog eine Schlange heraus. Sie war ca. 120 cm lang und gleichmäßig beigebraun, was es genau für eine Art war konnten wir nicht erfahren. Sie rekelte sich und konnte sich aus seinem Griff befreien, er griff nochmal nach ihr, aber schwups war sie ihm entwischt. Wahrscheinlich sind wir unwissend schon an vielen Schlangen vorbeigelaufen. Die Dingos kamen tagsüber aus dem Dickicht um an den Bewässerungsschläuchen Wasser zu trinken, bei Dämmerung konnten wir sie beim Jagen beobachten, in der Nacht zogen sie jaulend und heulend um unseren SunimoK. 
Jetzt geht es in den Mary River Nationalpark.
Wir sind ca. 80 km offroad zum Stuart Point gefahren, durch tiefsten Busch. Kängurus kreuzten unseren Weg, wir sahen eine dicke Baumspinne und ein paar Wasserbüffel. Zum Teil war der Weg sehr schmal und von Bäumen eng bewachsen, so dass wir hin und wieder ganz schön aufpassen mussten, dass wir mit unserem "großen" SunimoK nicht hängen bleiben. Am frühen Abend sind wir im Mary River Wilderness Camp angekommen, es liegt direkt am Fluss. Eine Riesen Scharr Walabies hieß uns willkommen. Nach Einbruch der Dunkelheit raschelte und krabbelte es emsig um uns herum. Zum Sonnenuntergang am nächsten Tag haben wir uns ein Motorboot gemietet und sind auf dem Mary River gefahren, hat großen Spaß gemacht, wir haben ein paar schwimmende Krokodile gesehen, Kängurus am Flussrand und viele verschiedene Schmetterlinge uvm. Zwei Tage später ging es wiedermal nach Darwin, das fünfte Mal nun schon. Wir mussten unsere KFZ-Registrierung für Australien verlängern. Wieder zum TÜV (welchen wir erst vor drei Monaten in Western Australien absolvierten) und zur Zulassungsstelle. In jedem Bundesstaat von Australien muss man jedesmal vorher eine TÜV-Abnahme machen lassen, wir sind ohne Beanstandungen durchgekommen. Außerhalb von Darwin haben wir im Hidden Valley Camp übernachtet, bei unserem Aufbruch zur Weiterfahrt beißt mich doch was in die Linke Armbeuge, wahrscheinlich eine "Green Ant" eine giftige grüne Ameise, ich beachte es nicht weiter, doch es wird sofort dick und juckt. Im Laufe der nächsten Stunden schwillt mein Unterarm an und juckt und schmerzt für die nächsten vier Tage. Unser nächstes Ziel ist "Berry Spring", ein paar Naturpools mit kleinem Wasserfall, sehr schön im Wald gelegen, wir baden dort und unterhalten uns mit Australiern die aus Deutschland stammen. Dann geht unsere Reise weiter durch den Litchfield Nationalpark, fahren an Termite Mound City vorbei, einer Ansammlung von ganz außergewöhnlichen Termitenhügeln, sie sind ganz schmal und hoch gebaut, so dass die besonders heiße Mittagssonne nur auf die schmale Seite des Termitenbaus trifft und eine Überhitzung vermieden wird, schlaue Tierchen. Wir fahren am Bamboo Creek zur Tin Mine, einer sehr alten verlassenen Zinnmine und bleiben zwei Nächte im Safari Camp. Wir kommen zu den Wangi Falls, herrliche Wasserfälle, die zum Baden einladen. Fahren an den Tolmer Falls vorbei, von wo aus man einen weiten Blick übers Land hat. Dann geht es durch den Bush 10 km weit auf sehr rustikaler Strecke zur Lost City, eine große Region mit den skurrilsten Felsformationen, so dass man meinen könnte, es wäre einst mal eine große Stadt aus lang vergangener Zeit gewesen, dessen Ruinen übrig geblieben sind. Beeindruckend anzuschauen, fast ein mystischer Ort. Diese Strecke macht meinem Schatz so richtig Spaß, zum Teil müssen wir den schmalen Weg verlassen und quer durch den wilden Bush fahren, da die Bäume zu dicht stehen oder zu tief hängen. Klaus und SunimoK sind in ihrem Element 🙃 Auch die Florence Falls schauen wir uns an, wunderschön umgeben von grüner saftiger Natur stürzen mehrere Wasserfälle in verschiedene Naturpools, das ganze in einem Bergmassiv eingelassen. Unser nächstes Camp ist der Litchfield Touristik Park, ein sehr idyllischer Ort, hier lassen wir für fünf Nächte unsere Seele baumeln und genießen das Nichtstun, was uns bei dieser unerträglichen Hitze von ca. 40 Grad überhaupt nicht scher fällt! 😎
6.11.2014
Wir feiern heute meinen Geburtstag, der zweite nun in fernen Landen. Klaus weckt mich mit einem geburtstagsgeschmückten SunimoK 🤩  Wir fahren nach Darwin und gehen schön essen, am Abend genießen wir die abkühlende Nacht. Ganz viele liebe Menschen haben an mich gedacht und gratulieren mir per Internet, das freut mich sehr! 🙂   😘  🙂

21. Oktober 2014

Am 22.08.14 packen wir unsere sieben Sachen verabschieden uns von unseren Campground-Nachbarn, Damian und Kate, besorgen noch Lebensmittelvorrat und Sprit und dann geht es los nach Derby, ca. 230 km. Kaum sind wir auf dem Highway sind wir schon wieder von endlosen Flächenbränden umgeben, dies ist hier in der Trockenzeit an der Tagesordnung und ganz normal, keiner schert sich groß drum, es wird auch nicht gelöscht, dazu ist Wasser hier viel zu kostbar. Wir durchfahren das Gebiet der West Kimberlys. Kurz vor Derby kommen wir zu einem ganz besonderen „Boab Tree“, so heißen hier die Flaschenbäume. Es ist ein „Boab Prison Tree“, ein Gefängnisbaum, der über 1000 Jahre alt ist. Sein Stamm ähnelt von der Form einer Flasche und dieser hier hat einen besonders dicken hohlen Stamm, er hat einen Umfang von 14 Metern, dessen Hohlstamm einst als Kerker für Häftlinge diente. War bestimmt nicht sehr romantisch darin, dunkel, feucht und mit viel Krabbelgetier … Heute kann man ihn nur von außen bestaunen, da sich die Schlangen darin ein Zuhause eingerichtet haben und nicht gestört werden möchten. In Derby angekommen, fahren wir durch die Stadt, doch Derby ist wirklich nichts Besonderes. Wir fahren zum Meer … auch nicht so toll, bis dass hier auf enorme Gezeitenunterschiede von über 12 m hingewiesen wird … nur braune Brühe … ein kleiner Junge zeigt uns stolz seinen Fang an der Angel – ein kleiner Hai. Hier leben viele Aborigines.  Eigentlich wollten wir in Derby einen Tag bleiben, aber hier hält uns nichts und so geht es noch ein Stückchen weiter. Rund 30 km außerhalb von Derby kommen wir zum „Birdwood Camp“, hier bleiben wir für heute. Es ist eine Pferdefarm und wir fühlen uns hier sehr wohl. Wir sehen ganze Familien von Wallabies (kleine Kängurus). In den Bäumen um uns herum sind alle möglichen Vogelarten und wir werden von vielfältigen Gesängen unterhalten bis tief in die Nacht.  An den Türen der Wasch- und Toilettenräume sind Schilder angebracht, dass man stets die Türen und Toilettendeckel geschlossen halten soll, da Frösche diese feuchten Räume lieben … und Schlangen lieben Frösche 😮  … nun dann wollen wir mal keine Überraschungen und schließen artig die Türen … Ich freu mich auf eine erfrischende Dusche … als ich den Wasserschauer genieße und mich umdrehe, bemerke ich jemanden in der Ecke sitzen – ganz nackt! … den ersten Schreck überwunden, sag ich zu ihm: „Wenn du ganz brav in der Ecke sitzen bleibst, dann darfst du mir beim Duschen zusehen!“ 😉 DAAA sitzt ein Nacktfrosch , er sieht wirklich grauslich aus, er ist hautfarben und glänzt wie frisch poliert, er sitzt ca. 30 cm von mir entfernt, direkt über meinem Kopf an der Duschwand … „spring jetzt bloß nicht runter!!!“ … diese Dusche wird dann doch nicht so ausgiebig …  … Aber er blieb brav sitzen … dieser Spanner! 😀     Wir genießen den Abend bei Kerzenschein und es kommen alle Möglichen zu Besuch. Vom Licht angelockt flattert es mal hier und da … u. a. gesellen sich große dicke beige Käfer zu uns, sie sehen aus wie große Eicheln, Pferde galoppieren an uns vorbei, Grillen zirpen, Vogelgezwitscher … Natur pur! Wir können die Buschbrände riechen, sie sind nicht weit von uns entfernt, und hoffen, dass über Nacht der Wind nicht dreht … schwarz geräucherte Baumstämme zeugen davon, dass auch hier vor einiger Zeit das Feuer gewütet hat.

Wir fahren die „Gibb River Road“, eine Offroad-Strecke ca. 700 km lang, die nur mit vierradangetriebenen Fahrzeugen befahren werden darf, rote Sandpiste in Wellblechcharakter. Sandig, staubig, heiß … wir werden ununterbrochen durchgerüttelt … doch die Landschaft ist atemberaubend schön. Sie wird als eine der aufregendsten Outback-Routen von Australien beschrieben.  Einst für den Viehtransport angelegt, windet sie sich durch eine der wildesten Regionen des Fünften Kontinents, ein Land mit Schluchten und Wasserfällen, Savannen und Tafelbergen. Allerdings ist die „Gibb“ in einigen Abschnitten eine sehr raue Piste voller Schlaglöcher und Querrillen. Die erste der spektakulären Schluchten ist die „Windjana Gorge“, ein schönes Camp begrüßt uns. Ein steil aufragendes Bergmassiv steht uns gegenüber, wie eine Mauer zu einer anderen Welt, sie wird durch die Abendsonne in ein warmes Orange getaucht und strahlt etwas ganz mächtiges aus. Seit jeher betrachten die Aborigines die Windjana Gorge als mystischen Ort. Ein schattiges Plätzchen unter ein paar Bäumen wird heute unser Lager. Wir spazieren in dessen Schlucht, das Flussbett ist nur noch schmal mit Wasser gefüllt, in der Regenzeit tost hier ein breiter wilder Fluss hindurch. Der Ranger erzählt uns, dass gestern über 70 Krokodile hier gesehen wurden. „Freshies“ … so heißen in Australien die Süßwasser-Krokodile, man sagt, sie seien harmlos und scheu, doch Warnschilder zeigen Bisswunden  … Es ist schon spät und es wird dunkel, so beschließen wir, erst am nächsten Morgen recht früh eine Wanderung durch die Schlucht zu unternehmen. Die Nacht bricht ein und wir genießen die Romantik an unserem Lagerfeuer. Als wir uns in unseren Sunimok zum Schlafen zurückziehen, möchte ich das Dachfenster schließen, das zum Lüften gekippt war. Ich schiebe das Fliegennetz zur Seite und was schaut mir da entgegen? … eine weiße Jagdspinne! … schnell schließe ich wieder das Fliegennetz … na toll, auf diesen nächtlichen Gast können wir aber auch verzichten … die erste giftige Spinne in unserem Zuhause! Es kostet mich erst ein bisschen Überwindung, aber es nützt nichts, ich glaube nicht, dass wir schlafen können mit dem Wissen, dass eine Spinne über unserem Kopf sitzt. Also ein paar Papiertücher in die Hand … ich muss schnell sein! … denn SIE ist verdammt schnell! … also Fliegennetz auf und zugreifen! …  Doch SIE zieht es vor zu flüchten, ruckzuck ist sie durch den Spalt des noch geöffneten Fensters nach draußen gehuscht … sehr gut! … schnell zieh ich das Fenster zu und bin froh … :-p … tja, das kann passieren, wenn man unter einem Baum parkt … Wir schlafen herrlich! 🤩 24.08.14 Ganz früh machen wir uns auf zur Wanderung, ausgestattet mit Trinkwasser und Kamera. Durch enge Felsspalten führt uns der Weg in die riesige Schlucht, abstrakte Felsformationen in den unterschiedlichsten Farben beeindrucken uns, Palmen, Laubbäume, blühende Büsche und Schilfgräser säumen den Weg, wir laufen am Ufer auf Sand entlang. In flachem Wasser liegen ein paar „Freshies“, manche tauchen ab als sie uns bemerken, andere beobachten uns neugierig. Wir laufen ca. 6-7 km, es ist 6 Uhr morgens und es wird schon zunehmend heißer. Am Ufer liegen eine ganze Menge Krokodile im Sand und dösen vor sich hin. Wir nähern uns ihnen auf ca. 3-4 m und machen ein paar Fotos, bei dem ein oder anderen geht mal kurz ein Auge auf … ups! ;-) Nach zwei Stunden sind wir durchgeschwitzt wieder zurück und genießen eine kühle Freiluftdusche … herrlich!!! Noch ein stärkendes Frühstück und dann geht’s auf zu neuen Ufern. „Bell Gorge“ heißt unser nächstes Ziel. Vorbei am Lennard River Gorge mit Blick auf den 748 m hohen Mount Bell hinauf zur Hauptkette der King Leopold Range. Nach Querung des Bell Creek (ein Bach) kommt die Abzweigung zur Silent Grove und dem Bell Gorge. Es ist ca. 150 km entfernt, die Landschaft verändert sich, es wird bergig und saftig grün, es hat ca. 38 Grad und die letzten 30 km sind wirklich extrem holprig. Die Piste wird zunehmend anspruchsvoller, wir machen unsere ersten Flussdurchfahrten, das Wasser ist ca. 60 cm tief und wir meistern sie ohne Probleme. Als wir unser Ziel erreichen und ich aussteige, stürze ich in die Tiefe  … die Fußraste zum Aufstieg ins Fahrerhaus bricht unter mir ab, ich habe noch eine Hand an der Tür und kugele mir fast die Schulter aus durch den abrupten Sturz, mit gestauchter Wirbelsäule japse ich nach Luft … Autsch! Na prima … der Fußtritt muss geschweißt werden. Die Piste war dann wohl doch etwas heftig … ein paar Schrauben haben sich gelockert und unser Nummernschild will uns verlassen und an unserem Dieseltank ist eine Halterungsschraube gebrochen. Ein Schwarm weißer Kakadus begrüßt uns an unserem Lagerplatz, lustig wie sie gemächlich um uns herumspazieren. Wir erholen uns von der Fahrt und laufen den „Silent Grove Walk“ zu einem Trinkwassersee, der mit Seerosen bedeckt ist. Der Ranger bietet uns seine Hilfe an und lässt Klaus mit seinem Schweißgerät wieder den Fußtritt anschweißen. Welch ein Glück, dass gerade hier ein Schweißgerät vor Ort ist. Alles wird wieder fix gemacht, es braucht zwar ein bisschen Zeit, aber die drei Nächte auf diesem Platz sind sehr erholsam. Am Abend unterhält uns eine große Ameise indem sie auf unserem Tisch auf einem lila Licht tanzt, ich mache eine Nahaufnahme von ihr und es sieht aus als wäre sie eine Riesenameise, die auf einem Ufo aus einer anderen Welt kommt … 😀 und dann … was tropft denn da?! Wir bemerken ein regelmäßiges Tropfen  unter unserem Fahrzeug … unser Wassertank!!! 😮 Oh nein, nicht auch das noch! Unser 300 Liter Wassertank hat ein Leck, Wasser verteilt sich unter unserem Boden im Wohnraum. Wir schauen genauer nach … und leider bestätigt sich unser Verdacht, wir müssen unser wertvolles Trinkwasser ablassen um größeren Schaden zu vermeiden. Das wird was größeres, den Edelstahl-Wassertank auszubauen und zu schweißen … 😥 … aber das muss noch ein bisschen warten, hier bietet sich dafür keine Möglichkeit.

Am 28.08. geht unsere Reise (ohne Wasser) weiter auf der Gibb River Road zum „Mount Barnett Roadhouse Camp“, hier ist die einzige Möglichkeit zum Tanken und der Sprit kostet entsprechend …  An der Lagune der Lower Manning Gorge erwartet uns eine filmreife Kulisse  … unbeschreiblich schön! Ein klarer See, umrandet von Palmen, in der Mitte eine kleine Insel, an einem Seil kann man per Bootchen an das andere Ufer gelangen, Kinder springen an Lianen ins Wasser, strahlend blauer Himmel umrandet das Ganze … An einem gemütlichen Platz unter Bäumen(!) schlagen wir für zwei Nächte unser Lager auf. Wir lernen Toni und Lisa, sowie Nick und Kelly mit ihren Kindern kennen. Sie laden uns am Morgen zum Frühstück an ihr Lagerfeuer ein. Es sind Australier, die auch für die nächsten sechs Monate durch ihr Land reisen. Die Kinder können hier in Australien ganz einfach von der Schule befreit werden und zuhause oder unterwegs von den Eltern unterrichtet werden. Unglaublich! … und unvorstellbar in Deutschland. Nick und Toni erzählen uns, dass sie gehört haben, dass wenn man in Deutschland nicht zur Schule geht, die Polizei kommt und sie dorthin bringt, sie können es kaum glauben. Wir wandern gemeinsam am Vormittag ca. 1 Stunde lang durch die Manning Gorge Schlucht, zu den Wasserfällen der Upper Manning Gorge, in der ein wunderschöner See zum Baden einlädt. Es ist ein anstrengender Weg über Stock und Stein, Berg auf Berg ab. Die Belohnung für die Mühen ist herrlich, ein kühles Bad in einem wunderschönen Bergsee umgeben von Felsen. Bei dieser Hitze – ein Traum! Wir klettern um den See herum und entdecken einen tollen Wasserfall, wir haben viel Spaß. Nach zwei Stunden Planschvergnügen, heißt es wieder zurück, bei glühender Hitze. Nach der Ankunft an unserem Sunimok haben wir für heute genug Bewegung gehabt und machen es uns heute nur noch gemütlich und relaxen.

Das nächste Ziel ist „Ellenbrae“, ein urig rustikaler Campground, sehr originell aufgebaut. Mit einer rustikalen Freiluft-Badewanne und einem Holzofen zum Heißwasser machen. Das ganze Ambiente ist außergewöhnlich. Wir sehen einen „Monitorlizard“ (Echse) und Warnschilder erklären einem die Erste-Hilfe bei Schlangenbissen. Ein schön angelegter Garten mit einem netten Cafe´ gibt dem Ganzen ein gemütliches Flair.

Am 30.08.14 kommen wir in ein großes Camp „Home Valley Station“, hier gibt es jeden Abend Live-Unterhaltung mit Musik und Cowboys, die ihr Können mit Peitschen zur Schau stellen. Es ist eine über 10.000 km² große Pferde/Rinderfarm und man kann mit ihnen durch die Prärie reiten, aber leider habe ich heute kein Glück und es finden keine Ausritte statt … schade! Auch hier wird wieder auf Frösche in den Waschanlagen hingewiesen und als Klaus vor dem Benutzen die Toilette spült, springen drei Frösche ihm entgegen … ggg … Auch hier werden wir von jede Menge Vogelgesang unterhalten und wir beobachten, wie Krähen immer wieder ihre Chance nutzen und sich an den Vorräten der Camper sattessen … diese kleinen schlauen Diebe … 😉 Wir machen bei Sonnenuntergang einen kleinen Walk zu einem Lookout und genießen die weite Sicht über das Land.

Zwei Tage später fahren wir nach „El Questro“. Wir kommen an den Rot- und Ockertönen leuchtenden Tafelbergen vorbei. Zwei weitere Flussdurchfahrten erfreuen uns. An den „Zebedee Springs“ nehmen wir ein warmes Bad. Hier entspringen heiße Quellen, die in kleinen verschiedenen Pools zum Baden einladen,  das Wasser ist glasklar und ca. 38 Grad warm. Keine Menschenseele ist da und wir genießen dieses Idyll zu zweit. In einem Wald aus Palmen fließen kleine Wasserfälle von einem Pool ins andere, direkt anschließend eine orange leuchtende Bergwand, die alles in ein sanftes Licht tauchen lässt … wow!!! Also man muss schon sagen, es gibt eine ganze Menge ganz herrliche Orte in Australien, wenn auch die Wege immer sehr lang sind! El Questro ist ein gemütliches Camp mit vielen wilden Tieren, Kängurus hüpfen in der Abenddämmerung an unserem Sunimok vorbei, morgens grast eine Kuhfamilie neben uns, es gibt Unmengen an verschiedenen  Vogelschwärmen, die schon morgens um 4 Uhr den Tag lautstark begrüßen. Auf einer Erkundungsfahrt zum „Pigeon Lookout“ und „Chamberlain River“ sehen wir Dingos und große Kängurus. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich und beeindruckend. Hier treffen wir auch Toni und Lisa wieder, am Abend sitzen wir am Lagerfeuer zusammen und lernen noch Chris und Lisa aus Tasmanien kennen. Wir unterhalten uns über die Gesichte und Kultur der Aborigines. Ein sehr altes Volk, welches seiner Kultur beraubt wurde … ein sehr trauriges Kapitel.

Am 03.09.14 haben wir die 700 km Gibb River Road bewältigt und kommen nach Kununurra. Es war eine sehr schöne und abwechslungsreiche Strecke, aber auch sehr anspruchsvoll. Sunimok ist bis in die hinterste Ritze mit rotem Staub bedeckt und hat so einige Blessuren abbekommen. Die Gibb River Road ist eine Besonderheit, zum Einen ist die Landschaft und Natur sehr vielfältig und beeindruckend und zum Anderen ist es eine Route, die man nur unter besonderen Voraussetzungen fahren kann. Auf der ganzen Strecke kommt nur eine einzige Tankstelle, in diesem Roadhouse hat man auch die einzige Möglichkeit das Nötigste einzukaufen. Nun haben wir wieder feste Straßen unter den Rädern und die Fahrt wird ruhiger. In Kununurra angekommen müssen wir unsere Vorräte wieder auffüllen, suchen uns ein Camp in der Stadt und planen unsere weitere Route. Es gibt eine Menge zu organisieren, evtl. eine weiter Verschiffung unseres Gefährtes, eine Carnet de Passages Verlängerung, Visumerkundigungen und und und. Was würden wir nur ohne Internet machen!?

Im Internet bei Facebook habe ich auch Michael Jakob, einen alten Freund, nach über 25 Jahren wieder entdeckt. Er ist vor 21 Jahren nach Australien ausgewandert. Und nachdem wir wieder in Kontakt sind, meinte er, wenn wir nach Australien kommen, sollen wir ihn besuchen kommen. Doch Australien ist groß … sehr groß … falls unser Weg uns in seine Nähe führt, kommen wir gerne vorbei … habe ich ihm damals geantwortet. Ich hätte nie gedacht, dass wir wirklich bei ihm vorbeikommen. Ja und wie der Zufall es will, führt unser Weg direkt durch die Stadt in deren Nähe er lebt. Wir wollen nach Darwin und kommen dabei in Katherine vorbei, ca. 330 km davon entfernt. Auf dem Weg von Kununurra nach Katherine überschreiten wir die Grenzen zweier Bundesstatten, wir wechseln von West Australia nach Northern Territory und somit auch in eine andere Zeitzone, hier beginnt der Tag 1 ½ Stunden früher.

04.09.14 Wir fahren ca. 256 km Richtung Katherine, kommen am Victoria River entlang, ein sehr großer Fluss mit vielen Krokodilen, die Termitenhügel verändern sich, nun sind sie eher säulenartig, sehen meist wie große Skulturen aus, manchen hat man T-Shirts angezogen, diese gleichen Skulturen von Menschen. Auch in Northern Territory hausen riesige Buschbrände. Es ist heiß ca. 40 Grad, Kängurus begleiten unseren Weg. Am Victoria River Roadhause übernachten wir, Wallabies hüpfen in der Nacht aus dem angrenzenden Busch um unseren SunimoK. Am nächsten Tag ist es noch einmal ein ganz schön langes Stück bis Katherine, wir fahren zur größten Wassermelonen-Farm von Australien, dort ist Michael Manager der Farm. Es ist ein herzliches Wiedersehen nach über 25 Jahren. Er lebt hier mit seiner Frau Lydia und seinen beiden Kindern Lola und Milo. Er bietet uns an doch ein paar Tage bei ihm zu bleiben. Da wir in Australien nur 3 Monate am Stück bleiben dürfen, müssen wir mal kurz ausreisen, dann können wir wieder einreisen und weitere 3 Monate bleiben, deshalb haben wir beschlossen mal ein bisschen Urlaub vom Reisen zu machen 😎 und für ein paar Tage nach Bali zu fliegen. Eigentlich wollten wir den Unimog in Darwin abstellen und von dort aus nach Bali fliegen, aber Mick meint, es wäre doch sicherer und günstiger ihn bei ihm so lange stehen zu lassen und mit dem Bus nach Darwin zu fahren. Nach kurzem Überlegen ändern wir also unsere Pläne und machen es so wie Mick vorgeschlagen hat. Wir verbringen ein paar schöne Tage bei ihm, er zeigt uns seine Farm, die riesig ist, wir schlemmen lecker Wassermelonen direkt am Feld. Wir kochen  gemeinsam und sitzen gemütlich bei einem Gläschen Wein (oder zwei   ) am Abend zusammen. Wir düsen mit seinem Beachbuggy über die Pisten, was eine Menge Spaß macht und eine durchaus staubige Angelegenheit ist. Hier ist überall roter feiner Sand und der kriecht in jeglichen Ritzen, da freut man sich auf eine Dusche. SunimoK muss vom Sand der Gibb River Road befreit werden und es gibt einige Reparaturen an ihm vorzunehmen. Das Leck im Wassertank muss geschweißt werden, dazu müssen wir den Tank ausbauen, das ist eine etwas größere Aktion, da dieser im Innern der Wohnkabine verbaut ist. Aber Dank Mick´s Werkstatt haben wir hier die besten Voraussetzungen dies zu tun.

Am 09.09.14 fahren wir mit dem Greyhound Bus nach Darwin (330 km/ca. 4 Std.), es ist eine angenehme Fahrt im klimatisierten Reisebus. Wir suchen uns eine Bleibe für diese Nacht und schlendern durch Darwin, an der Esplanade durch den Park und durch die Mitchellstreet, die Straße in der der meiste Trubel ist. Viele Kneipen und Bars heißen uns willkommen. Unser Flug nach Bali geht am nächsten Tag am Abend, bis dahin schauen wir uns ein bisschen in Darwin um. Es ist ein kurzer Flug nur 2,5 Std. am Flughafen in Denpasar erwartet und schon ein Fahrer, der uns zu unserem Hotel „The Griya“ nach Sanur bringt, ein nettes kleines Hotel. Wir buchen am nächsten Tag eine Tagestour über die Insel mit einem privaten Fahrer, der uns ein paar Sehenswürdigkeiten zeigt. Reisfelder, Vulkane, Tempel und eine Menge Handwerkskunst von Holzschnitzereien, Steinskulturen, Silberschmuck und jede Menge mehr … hier möchte man mal richtig groß Einkaufen … 🤩 … es gibt sehr viele schöne Sachen zu sehr günstigen Preisen. Wir schlendern über Märkte, mieten uns einen Roller und erkunden die Gegend. Gehen sehr gut Essen und bewundern den Sonnenuntergang am Strand. Es ist warm und schwül hier auf Bali, aber bei Weitem nicht so heiß wie in Australien (und es hat keine Fliegen!!!) Wir genießen ein paar herrliche Tage auf dem kleinen Bali, die Insel ist nur 250 km breit und 200 km lang, klein und überschaubar, aber sehr viele Menschen hier.

Am 16.09.14 kommen wir wieder zurück nach Katherine. Mick holt uns vom Bus ab und wir werden mit einem leckeren Abendessen begrüßt. Mick wird morgen 50 Jahre und wir feiern gemeinsam seinen runden Geburtstag. Ich koche extra für ihn „Spätzle“, die er aus der Heimat so liebt und nur selten hier in Australien frisch zubereitet bekommt. Dann geht es ans große Reparieren vom Unimog. Es braucht einen ganzen Tag, bis wir endlich den Wassertank ausgebaut haben und das bei fast 40 Grad Hitze und Millionen von Fliegen, die einen ununterbrochen nerven.

Und am 19.09.14 geht es schon wieder mit dem Bus nach Darwin, diesmal fliegen wir nach Deutschland … ja es geht Nachhause  🙂 … nach fast einem Jahr mal wieder Zuhause vorbeischauen, wir freuen uns sehr darauf unsere Lieben daheim wieder in die Arme schließen zu dürfen. In der Zwischenzeit organisiert Mick für uns das Schweißen des Wassertanks. Eigentlich war der erste Rückflug nach Deutschland am 15. Oktober 2014 geplant, genau ein Jahr nachdem wir unsere Reise begonnen hatten, aber dringende geschäftliche Erledigungen in Klaus Firma zwangen uns dazu, ein paar Wochen früher aufzubrechen. Es geht über Afrika/Johannesburg nach Deutschland. Wir mussten unseren Aufenthalt in Afrika canceln und bleiben so  nur 2 Tage in Johannesburg. Die Zeitverschiebung (7 ½  Stunden), der ewig lange Flug (14 Stunden), die Klimaanlagen und der Kontakt zu dem kleinen kranken Milo, war dann doch etwas zu viel für mich und so liege ich in Johannesburg mit Fieber im Bett. Nur mit Tabletten kann ich mich zu einem Spaziergang aufraffen. Klaus erkundet die Gegend alleine zu Fuß.  Am Dienstag den 23. September 2014 kommen wir morgens um 5.50 Uhr in Deutschland/Frankfurt an. Markus (Klaus Bruder) bringt uns nach Großostheim, wo wir schon freudig von unseren Eltern mit einem leckeren Frühstück erwartet werden. Am Hauseingang prangt ein „Herzliches Willkommen“ und Blumen und Kerzen begrüßen uns. Es ist ein sooooo schönes Wiedersehen. Es gibt viel zu erzählen und es ist so schön wieder einmal Zuhause zu sein!!! Wir bleiben nur 10 Tage in Deutschland, dann geht es schon wieder zurück nach Australien. Und in dieser Zeit möchten wir natürlich so viele wie möglich uns wichtigen Menschen und Freunde treffen. Es gibt viele Dinge zu erledigen und zu organisieren, Carnet, Rückflug usw.

Am Wochenende vom 27.-29.09.14 fahren wir mit meinen Eltern nach Freiburg und besuchen meinen Sohn Dennis in seiner ersten eigenen Wohnung. Ich habe ihn soooo sehr vermisst und ich freu mich riesig auf ihn!!! Es ist ein sehr schönes Wochenende im Schwarzwald, wir haben herrliches Wetter, Dennis zeigt uns stolz seine tolle Wohnung und sein geliebtes Freiburg, wir verbringen eine sehr schöne Zeit miteinander. Am Freitag, 3. Oktober 14 geht unser Flug wieder zurück nach Australien und bis dahin treffen wir unsere ganzen lieben Freunde und Freundinnen und wir haben sehr viel Spaß zusammen. Es hat so gut getan mal wieder zuhause zu sein und seine ganzen Lieben zu treffen!!! 😘

Nun geht es wieder weiter auf unserer großen Reise, ein weiteres halbes Jahr haben wir noch „Auszeit“. Es ist ein langer Flug, in Singapur haben wir 18 Stunden Aufenthalt und am 5.10.14 kommen wir wieder in Darwin an. Dort gibt es noch ein paar Behördengänge zwecks der Carnet-Verlängerung zu tun und nach einigen Komplikationen ist nun auch dies geschafft. Am 8.10.14 sind wir wieder zurück in Katherine, eine Mondfinsternis begrüßt uns und schwarze Kakadus, diese begeistern mich total, unheimlich schön diese Vögel. Wir haben wieder ein paar schöne Tage zusammen mit Mick und seiner Familie. Der Wassertank ist nun geschweißt und es gilt ihn wieder einzubauen. Aber als wir zuvor einen Test machen, ob er auch wirklich dicht ist, bemerken wir, dass es immer noch eine undichte Stelle gibt. Also hilft alles nicht, er muss noch einmal zum Schweißen gebracht werden. Das ist ärgerlich, denn somit geht uns Zeit verloren, denn wir möchten nun endlich wieder zurück auf die Straße und Weiterreisen! Zwei Tage später können wir ihn nun endlich einbauen, er ist dicht. Aus Deutschland haben wir auch die Ersatzteile für die Bremsflüssigkeitsbehälter mitgebracht und können nun auch dies reparieren. Und unser Dieseltank sitzt auch wieder fest. Es ist sehr anstrengend und mühsam bei dieser Hitze zu arbeiten. Dann wird SunimoK wieder reisefertig gemacht und es kann losgehen. Als wir zwei Tage zuvor nachts zu Bett gehen und Klaus bereits eingeschlafen ist,  bemerke ich Kratz- und Laufgeräusche in unserer Schattenabdeckung am Dachfenster (aah, das hatten wir doch schon mal!) Direkt über unseren Köpfen krabbelt etwas … etwas großes … ich horche und beobachte … durch kleine Löcher erkenne ich Beine! … oh nein! wieder eine Jagdspinne, diesmal eine große! Die kann ich nicht einfach mit einem Papiertuch entfernen. Da ich nun auf die Schnelle nichts erreichen kann, beschließe ich, SIE zu ignorieren und schlafe einen unruhigen Schlaf, am nächsten Morgen ist SIE immer noch da, es muss eine undichte Stelle am Fenster geben, denn dies war geschlossen. Jagdspinnen können sich so schmal machen, dass sie durch jede noch so kleine Spalte passen. Ich hole die Sprühdose mit Insektengift, öffne die Jalousie einen kleinen Spalt und sprühe hinein was geht. Nach einer Weile schaue ich nach, das war IHR dann doch zuviel und SIE zog es vor die Flucht zu ergreifen. Ich untersuche das Fenster und erneuere die Abdichtungen, hoffentlich war das der letzte Besuch von „Jagdspinne“ und Genossen! Wir besorgen noch unseren Reiseproviant, haben noch ein schönes gemeinsames Abendessen im Country-Club in Katherine, wo wir das erste Mal „Austern schlürfen“ … naja, nicht schlecht, kann man haben – muss man aber nicht 😉 … Heute am 15. Oktober 2014, sind wir genau ein Jahr auf großer Reise unterwegs, wie die Zeit vergeht …

und am 16.10.14 geht es dann endlich los. Wir fahren in den „Kakadu-Nationalpark“, es ist der drittgrößte auf der Welt und zählt zum UNESCO-Welterbe. Eine überaus abwechslungsreiche Flora (1600 Pflanzenarten) und Fauna (mehr als 280 Vogelarten, 60 Säugetierspezies, 120 Reptilienarten und zahlreiche Fischarten) sowie ein enormer Reichtum einzigartiger Aboriginals-Kultur beeindrucken. Hinzu kommt die grandiose Landschaft mit ihren rauhen Steilwänden, spektakulären Schluchten, brausenden Wasserfällen und weitläufigen Feuchtgebieten. Wir sind schon sehr gespannt darauf! Unser erster Stopp ist in „Gunlom“ einem Buschcamp an einem herrlichen See mit Wasserfall. Es springen wilde Pferde umher und in der Nacht am Lagerfeuer hören wir viele Geräusche von der Tierwelt um uns herum. Unsere „Nachbarn“ (Miriam aus Brasilien und ihr Mann aus Portugal) erzählen uns am nächsten Morgen, dass sie ein sehr großes Leistenkrokodil/Saltie (das sind die „Bösen“) im See haben schwimmen sehen und eine ganze Menge Schlangen. Als wir zum See gehen hat sich „Saltie“ aber bereits im Schatten versteckt. Ein wunderschönes Bild erwartet uns, wieder einmal eine herrliche Kulisse mit See, Felsen, Steilwand und Wasserfall (allerdings ist dieser zurzeit nicht ganz so voll mit Wasser). Miriam und ihr Mann leben in Australien und sind auch gerade für 6 Monate am Reisen durchs Land. Gegen Mittag geht die Fahrt weiter rein in den Nationalpark. Wir kommen zu einem tollen Campingplatz in Cooinda am Yellow Water mit allem was das Herz begehrt, ein schöner Swimmingpool, tolle Duschen, herrliche Schattenplätze. Hier bleiben wir und buchen eine Bootstour zum Sonnenuntergang auf dem Yellow Water, Miriam mit Familie ist auch dabei. Wir lernen hier Ray kennen, einen Australier, der seit einem Jahr mit seinem Motorrad durch Australien reist (einer BMW GS ;-)  ) er hat vor über Asien nach Europa zu fahren … vielleicht kommt er uns in Deutschland in ca. einem Jahr besuchen.

20.10.14 Die Bootstour auf dem Yellow-Water war sehr spannend, viele große Salzwasser-Krokodile, Wasserbüffel und außergewöhnliche Vogelarten haben wir gesehen und auch hier spiegelt sich der Sonnenuntergang wunderschön auf dem Wasser. Wir bleiben drei Nächte, wir sehen in der Nacht Kurznasenbeutler, Flughunde und große giftige Frösche uvm. Wir besuchen das Warrdjan Aboriginal Cultural Center und erfahren eine Menge über sie, bestaunen die Felsmalereien der Aborigines in Nourlangie, die über 20.000 Jahre alt sind und fahren weiter nach Jabiru, einer kleinen Stadt im Nationalpark. Hier gibt es ein Hotel, das in Form eines Krokodils erbaut wurde. Wir geniessen das erfrischende Pool im Campground und lassen den Tag bei Kerzenschein ausklingen.

 

 

 

 

21. August 2014

 
 
28.7.
Wir sind unterwegs, weiter Richtung Norden an der Westküste entlang. Weites saftig grünes Land, Weizen- und Rapsfelder säumen unseren Weg, die Landschaft ist bergig, hügelig, fast wie Zuhause und zum Teil wie in der  Toskana. Die Küste und der Beach einfach nur herrlich. Wir machen Rast und gehen an den Strand, tosendes Meer, blaue giftige Quallen und Pelikane. Antonia und ich finden wunderschöne Muscheln. Je nördlicher wir kommen, umso wärmer ist es.
Es geht weiter nach Geraldton. Es ist strahlend blauer Himmel. Unsere Fahrt wird am Straßenrand von wunderschönen bunten Blumen gesäumt, weiße, gelbe, rosa Blumenteppiche erfreuen uns, kaum vorstellbar, wenn man bedenkt, dass die Gegend immer trockener wird. Wir übernachten auf dem Campground in Geraldton am „Sunset Beach“. Der Name hält was er verspricht, ein magisches Licht scheint übers Meer, wunderschöne Spiegelungen faszinieren uns, der Sonnenuntergang ist spektakulär. Antonia ist ganz hingerissen davon. Wir besichtigen ein Denkmal, welches zu Ehren von über 600 ertrunkenen Matrosen erbaut wurde. Direkt vor der Küste von Geraldton, die Ursache des Schiffuntergangs wurde nie geklärt. Eine große Edelstahlkuppe, geformt aus Vogelskulpturen soll daran erinnern. Ein prächtiges Monument.
 
29.7.
Unser nächstes Ziel ist der „Nanga Beach“ Campground … mit Swimmingpool … den Antonia ausgiebig genießt, wir machen eine kleine Fotosession am Strand und am Abend brutzeln wir uns eine leckere Pizza. Die Nächte sind sehr angenehm, mild und ruhig, Antonia schläft wunderbar auf unserem „Gästebett“.
Am 30.7. geht’s zum „Eagle Bluff“, hoch über dem Meer stehen wir an Klippen und sehen im klaren Wasser einen kleinen Hai direkt am Ufer schwimmen, auch eine größere Schildkröte sichten wir und Kormorane fliegen umher. Es ist  herrlich warm 25 Grad, keine Wolke am Himmel. Auf unserer Weiterfahrt auf dem  Highway krabbelt plötzlich etwas direkt vor uns über die Fahrbahn, beinahe hätten wir es erwischt. Wir halten an und laufen zurück, um zu sehen was das war. Eine Bobtail-Echse steht da am Straßenrand, gerade so, als hätte sie auf uns gewartet, damit wir sie bestaunen können. Schnell ein paar Fotos gemacht, bevor sie davon huscht. Sehr interessant anzuschauen.
Und weiter geht die Fahrt … wir kommen zum „Shells Beach“, ein Strand der ausschließlich von Milliarden kleiner weißer Muscheln bedeckt ist. Soweit das Auge reicht … der Strand ist 120 km lang, die Muschelschicht soll mehr als 4 m dick sein und der Strand ist ca. 50 m breit. Es ist gerade Ebbe und am Ufer liegen große Quallen, die hoffen, dass die Flut ihr Leben noch rechtzeitig rettet. Unser nächster Stopp ist in der „Little Lagoon“ in der Nähe von „Monkey Mia“, herrliche Farben, rote Erde, blauer Himmel, grüne Büsche, türkisfarbenes Meer, verschiedene Blautöne glitzern im Wasser, beiger Sand, braunes Seegras und weißer Muschelstrand, ein atemberaubender Anblick.
Wir kommen in Monkey Mia an. Ein großer schöner Campground ist für diese Nacht unser Zuhause. Monkey Mia ist dafür bekannt, dass hier ständig Delfine umherschwimmen und bis an den Strand kommen, sie sind überhaupt nicht scheu und lassen sich sehr gerne von den Touristen bestaunen, ein ganz besonderes Erlebnis. Mehrmals am Tag werden sie hier gefüttert und man kann direkt daneben stehen, bis auf einem Meter nähern sie sich uns. Es sind ca. 10-15 Stück, zum Teil sind noch Babies dabei, die noch gesäugt werden. Zwischendrin taucht noch eine Schildkröte auf und streckt auch mal den Kopf aus dem Wasser, sie will auch mal bestaunt werden. Und ein großer stolzer Pelikan schwimmt durch die Kulisse, geradeso als ob er der Chef hier wäre. Antonia und ich lieben das Muschelnsammeln und werden hier wieder sehr verwöhnt mit ausgefallenen Formen und Farben. Wir laufen auf einer Sandbank weit raus ins Meer, als ich mich umdrehe, schwimmen hinter mir zwei große Adlerrochen im Abstand von 2 Metern vorbei, das Wasser ist hier nur ca. 30-40 cm flach und ich kann sie wunderbar sehen. Ich bin begeistert, welche Vielfalt das Meer hier bietet. Und zum Abend werden wir wieder mit einem fantastischen Sonnenuntergang beglückt. Die Sonnenuntergänge sind der Hammer in Australien, einer übertrifft den anderen in seiner Schönheit und wir sind immer wieder total von den Socken beim Anblick. Beim Grillen lassen wir den Tag ausklingen.
31.7. Der Tag beginnt wieder mit einem herrlicher Sonnenaufgang, alles ist in rosa und pink getaucht.
Heute sehen wir viele wilde Ziegen auf unserer Fahrt, aber immer noch keine Kängurus, wo sind die nur, ich dachte, die gibt´s hier in Australien 
Wir campen wild am „New Beach“ kurz vor Carnavon, die Lagerfeuer-Romantik wird durch den Besuch einer Großfamilie Fliegen etwas gestört, aber auch das soll typisch Australien sein … naja, wenn schon keine Kängurus … 😉
 
Am 1.8. geht die Fahrt nach Coral Bay, Kuhskelette, nur noch vom ausgedörrten Fell überzogen, liegen immer wieder am Straßenrand. Große Adler fressen sich an angefahrenen Tieren (Schafe, Ziegen, Kühe, Kängurus) satt. Sehr beeindruckend so einen mächtigen Adler aus der Nähe zu sehen. Die Temperaturen steigen umso weiter wir in den Norden kommen, heute hat es ca. 25-28 Grad
In „Coral Bay“ bleiben wir zwei Nächte, es ist wunderschön hier und wir haben einen Platz direkt am Strand mit Blick übers Meer. Hier treffen wir immer wieder Deutsche, auch welche aus der Gegend von Aschaffenburg.
 
2.8. Coral Bay: Heute gehen Antonia u. Klaus das erste Mal zusammen Schnorcheln. Antonia kommt ganz begeistert zurück, sie hat eine Menge bunter Fische und Korallen gesehen. Wir machen uns einen gemütlichen Tag bei ca. 28 Grad und herrlich strahlend blauem Himmel.
 
3.8. Fahrt von Coral Bay nach Exmouth, es ist sehr warm und es ist eine lange Fahrt. Die Landschaft wird eintöniger, flaches weites Land mit niedrigem Buschwerk. Wir spazieren am Strand von Exmouth und finden wieder ein paar „neue“ Muscheln 😀
 
4.8. Wir fahren auf der Landzunge von Exmouth an die Westküste zum Cape Range Nationalpark. Dort kommen große Schildkröten zur Eiablage an den Strand. Zurzeit ist aber nicht die richtige Jahreszeit dafür. An einer Station erfahren wir eine Menge darüber. Bei Saison kann man dies bei Sonnenuntergang beobachten. Antonia und ich sonnen uns am Strand und finden
außergewöhnliche Muscheln und ein Schildkrötenskelett und
Spuren von Krebsen im Sand auf ihrem Weg ins Meer. Weit draußen toben mehrere Buckelwale im Meer, es ist herrliches Wetter und wir sind völlig berauscht von den vielen Eindrücken. Klaus hält die Angel ins Wasser … 
 
Am 5.8. geht die Fahrt vom Cape Range Nationalpark über Exmouth Richtung Landesinnere ins Outback zum „Karijini“ Nationalpark, es ist bewölkt und nieselt immer wieder. Am Rastplatz „House Creek“ Rest Area machen wir für diese Nacht Lager. Interessante Insekten entdecken wir. Riesige Road Trains begegnen uns immer wieder auf dem Highway (53,5 m lange LKW´s zum Teil mit vier Anhängern)und so kommt es, dass ein Steinschlag unserer Windschutzscheibe einen kleinen Riss zusetzt, so ein Mist … 😠
 
6.8. am frühen Morgen geht es weiter, es ist wieder schönes Wetter und der Weg belohnt uns mit einer schönen interessanten, abwechslungsreichen Landschaft, es wird bergig, viele bunte blühende Wildblumen, und die Straßen verwandeln sich nun in Pisten aus rotem Sand. Große Termitenhügel stehen überall in der Landschaft herum. Ein herrliches Farbenspiel.
Wir haben immer noch keine Schlange, kein Känguru oder Waran gesehen, nur tote Tiere und Massen von geplatzten Autoreifen. Im „Savannah Camp“ im „Karijini“ Nationalpark angekommen, machen wir noch einen Spaziergang zum Lookout. Der Nationalpark ist für seine riesigen und spektakulären roten Schluchten bekannt. Und die Aussicht ist wirklich beeindruckend.
Die Erde ist hier dunkelroter und wir können die Termitenhügel ganz aus der Nähe betrachten, was diese kleinen Tierchen doch zustande bringen, wow! Wir entdecken ein dicke graue Spinne, die erste auf unserer Reise und sehen interessante Vögel und Pflanzen. Warnschilder weisen überall darauf hin, dass man niemals ohne ausreichenden Wasservorrat loslaufen soll und nie alleine wandern soll. Notrufnummern sind angegeben … nur wie soll man im Outback ohne Empfang den Notruf erreichen???
Kieron, unser Freund aus Perth, hat uns seinen SOS-Sender mitgegeben, für den Fall des Falles. Damit wir nicht verloren gehen im großen weiten Outback, meinte er. Im absoluten Notfall (Unfall, Schlangenbiss, Wassernot o. ä.) und wenn weit und breit keine Hilfe zu finden ist, kann man damit ein Signal an Satelliten senden und dadurch wird eine große Suchaktion gestartet um uns zu retten … unser Kieron … 😘
 
7.8. Früh am Morgen, noch vor dem Frühstück, machen wir eine Wanderung im Nationalpark, wir laufen den "Joffre Gorge" Track, zwei Stunden Klettern wir über rote große Felsen, schauen in tiefe Schluchten und finden einen Wasserfall. Wir sind sehr beeindruckt. Und es war gut, dass wir so früh gelaufen sind, denn hier im Outback wird es zunehmend wärmer.
Um 10.30 Uhr genießen wir ein ausgiebiges Frühstück und fahren kurz drauf weiter zum "Knox Gorge", durchgelaufen auch diese Schlucht im Flussbett, welches zurzeit ausgetrocknet ist, nur verschiedene „Bachläufe“ in strahlendem Grün und glasklar, mit kleinen Wasserfällen begleiten unseren Weg. Es ist wunderschön, die verschiedenen roten Farben der Steinschichten, das Grün, blauer Himmel, die Sonne scheint, das Licht- und Schattenspiel – so faszinierend. Rote und blaue Libelle schwirren herum, ganz kleine Vögel singen uns ein prächtiges Lied, es ist herrliches Wetter ca. 25-28 Grad. Und wir können gar nicht genug bekommen von dieser beeindruckenden Landschaft, drum geht´s gleich weiter zum nächsten Track, zum "Kalamina Gorge", eine weitere tiefe Schlucht. Im Visiter Center erfahren wir etwas über die Geschichte der Aboriginals und auch hier treffen wir wieder eine deutsche Reisegruppe, die wir auf unserer Reise noch mehrmals treffen werden. Und auf geht´s zur nächsten Sehenswürdigkeit, der "Circular Pool", auch eine sehr tiefe und große Schlucht. So nun haben wir wirklich genug Schluchten gesehen und verlassen den Park, wir fahren bis zum „Munjina Camp“, einem Roadhause direkt am Highway, hier übernachten viele Trucker auf ihrem langen Weg mit ihren Road Trains. Die beeindruckensten Riesen-LKW´s kann man hier bestaunen. Und wir freuen uns auf eine schöne Dusche, nach so vielen roten Sandpisten sitzt der Staub wirklich überall. Wir kochen uns was Leckeres und lassen unsere Erinnerungen an den vergangenen Tag Revue passieren.
 
Es klappt alles prima mit Antonia, es macht ihr viel Spaß und wir verstehen uns super. Seit Tagen haben wir keinen Internetempfang und unsere Lieben zuhause fragen sich, wie es uns wohl geht. Keine Sorge, uns geht es prima!😎
Am 8.8. geht die Fahrt nach „Port Hedland“, es ist herrlicher Sonnenschein und warm, eine schöne hügelige Landschaft säumt unseren Weg.
Es ist sehr trocken in dieser Gegend und wir sehen immer wieder große Flächen, die von Flächenbränden verwüstet wurden, in weiter Ferne sieht man immer wieder Rauch aufsteigen und es ist wirklich sehr heiß. Wir sehen eine kleine Echse und überdimensional beladene Road Trains, mit ganzen
Hallenkonstruktionen aus Stahl. Adler kreisen am Himmel. Um 15 Uhr kommen wir in Port Hedland an. Riesige Salzberge begrüßen uns, umgeben von noch riesigeren Salzseen. Hier ist ein großer Hafen, von dem aus Eisenerz, Salz und vieles mehr in die Welt verschifft wird. Wir übernachten an einem herrlichen Beach, ein Warnschild warnt vor Krokodilen, doch wir sehen keine … schade  so aus sicherem Abstand, wäre das schon mal toll. Wir genießen unser Abendessen im Sonnenuntergang, eine extrem schöne Himmelsfärbung wird uns hier geboten, in weiter Ferne die Lichter der Stadt, geben noch ihren faszinierenden Teil dazu. Klaus unterhält sich ausgiebig mit einem Australier, der eigentlich zum Angeln gekommen war, aber daraus wird dann doch nichts … und die beiden bestaunen zwei Meteoriten am Nachthimmel.
9.8. und auch der Sonnenaufgang ist phänomenal. Wir gehen Einkaufen und frühstücken in einem Park am Hafen, große Schiffe laufen ein. Um 11.30 Uhr machen wir uns dann auf den Weg, auf der Küstenstraße N1 in Richtung Broome. Eine ganze Reihe Termitenhügel mit Bauhelmen geschmückt, direkt am Straßenrand, bringen uns zum Schmunzeln. Kilometerweite Flächenbrände fast die gesamte Strecke, erschrecken uns. Ausgebrannte Autos und überschlagene Unfallwagen liegen am Straßenrand. 250 km nichts sehenswertes, es ist heiß 32 Grad, eine lange mühsame Strecke. Doch am „80 Mile Beach“ werden wir für diese Strapazen belohnt! Herrlicher Strand soweit das Auge reicht, breiter sauberer feiner Sandstrand, ein Traum für Muschelsammler, jede Menge verschiedenster Muscheln, Antonia und ich sind in unserem Element. Bei Ebbe laufen wir hunderte Meter weit raus und können unsere Schätze fast nicht tragen … 😀, die Sonnenuntergang- und Aufgänge sind wieder unbeschreiblich und dazu ein riesiger Vollmond. Hier sehen wir große Knochen eines Buckelwales. Wir bleiben zwei Tage und zwischendurch mache ich mich mal an den „Frühjahrsputz“, es ist mal wieder Zeit fürs große Reinemachen.
 
11.8. Frühe Weiterfahrt nach Broome, es ist heiß, über 32 Grad und das im Winter!!! Kein Wölkchen am Himmel, 300 km nichts außer geplatzte Autoreifen und tote Kühe und Kängurus. Wir frühstücken unterwegs. Und da sind sie! Die tierischen Wahrzeichen Australiens! Kängurus! Endlich, wir sehen lebende Kängurus, sie springen direkt vor uns über die Straße, nochmal gut gegangen, kein Wunder, dass hier überall am Straßenrand tote Kängurus rumliegen.
Es brennt … schon von weiter Ferne sehen wir verschiedene Rauchsäulen aufsteigen, direkt vor uns, wir nähern uns und haben keine andere Wahl, wir müssen da durch, rechts und links vom Highway Feuer und
eine immense Rauchentwicklung, man sieht fast die Straße nicht mehr … Fenster zu und durch!!! Hunderte Quadratkilometer verbranntes Land,
was für ein Wahnsinn, die Dürre ist enorm. Auf einer roten Sandpiste mit Wellblechcharakter fahren wir 20 km bis zum Beach. Der Weg hat sich mehr als gelohnt. Wir kommen zum „Barn Hill“ Camp … wow! … wir sind uns alle drei einig … einer der schönsten Strände Australiens! Unbeschreibliches Licht! Ein ewig langer und breiter feinster weißer Sandstrand und direkt angrenzend eine rote Felswand im Hintergrund, Sanddünen … es ist Ebbe, wir laufen weit hinaus … das Wasser hat die Sandfläche in abstrakten Wellenlinien geformt, Wasser schimmert in den unterschiedlichsten Farben darauf … Felsen und Korallen wurden durch die Ebbe freigelegt … und wunderschöne große Muscheln 🙂 … wir fotografieren und bestaunen … hier ist die Gegend der Perlenmuscheln und ich kann es einfach nicht lassen, nach einer Ausschau zu halten, vielleicht … und da … unter einem durch die Ebbe freigelegten Felsen sieht es doch gar so aus … als ob … wie in einem Reflex greife ich vorsichtig danach … doch, ups, das Ding bewegt sich schreckhaft und ist eklig glitschig … ich habe es nur mit meiner Fingerspitze leicht berührt … ich wasche meinen Finger im Salzwasser ab, aber der Schleim geht nicht ab, ich rubble mit Sand alles weg. War dann doch wohl keine Perlenmuschel … Nach ca. 3 Minuten spüre ich Schmerzen in meiner linken Hand, ich denke erst, ich bilde es mir ein … was habe ich da nur berührt?! … kurz drauf tut mir der ganze linke Arm weh. Nun denke ich, ist es besser mal Klaus und Antonia davon zu berichten, falls ich doch umkippen sollte. Die Schmerzen breiten sich im linken Oberkörper aus. Nun ja, mal sehen, was da draus noch wird. Wir sind irgendwo im Nirgendwo, weit und breit keine medizinische Hilfe, ich habe also keine andere Wahl als abzuwarten. Zurück im Sunimok schütte ich Essig über meinen Finger, der das Ding berührt hat. Nach einer Weile geht der Schmerz zurück … und wie ihr inzwischen bemerkt habt, habe ich auch die Nacht überlebt 🙃 … und ich habe mal wieder dazugelernt …
 
Wir kommen am 13.8. in Broome an, unsere Reise mit Antonia hat nun sein Ziel erreicht, hier bleiben wir bis zum 20.8., dann verlässt uns Antonia leider schon wieder und fliegt zurück nach Deutschland. Aber bis dahin haben wir noch eine tolle Zeit zu dritt und ich genieße die Zeit sehr mit ihr, mal wieder Dinge tun, die Mädels besonders gerne machen . Wir bleiben die ersten beiden Nächte auf dem Campground am „Town Beach“ von hier aus soll man das Naturereignis „Stairways to the Moon“ besonders gut sehen. Es ist nur ab und zu im Jahr und nur bei Vollmond sichtbar. Wenn der Vollmond über dem Meer aufgeht, dann spiegelt sich sein Licht im Wasser und es sieht so aus, als ob eine riesige beleuchtete Treppe zu ihm hinaufführt.
Wir sind pünktlich zum Mondaufgang an besagter Stelle und können das Schauspiel bestaunen! Es ist völlig dunkel … dann färbt sich der Himmel orange … und da lugt er auch schon hervor … der riesige Vollmond … in einer herrlichen Orangefärbung … auf dem ruhigen Meer spiegelt sich sein Licht … und es ist tatsächlich so … es führt eine lange beleuchtete Treppe zu ihm hinauf! Wow!!!
Wir genießen die Zeit hier sehr, mal ganz ohne große Fahrtstrecken den Tag erleben. Wir gehen mal wieder ein bisschen Bummeln durch Chinatown in Broome und gönnen uns eine ausgiebige Massage. Ziehen um zum „Cable Beach“ und besuchen dort Toni, den wir bei der Flugschule kennengelernt haben. Er zeigt uns seinen Arbeitsplatz, das „Cable Beach Resort“, eine wunderschöne große Ferienanlage … ein toller Arbeitsplatz. Und wir treffen uns am nächsten Abend auf der Sunset-Terrasse in seinem Club zum Sonnenuntergang und genießen zusammen mit seiner Freundin Colla ein vorzügliches Abendessen. Wir unterhalten uns prächtig und unser Englisch macht mehr und mehr Fortschritte. Auch Antonia kann sich super in Englisch unterhalten.
Es ist ein sehr schöner Abend. Große Kamelkarawanen kommen am Beach vorbei, eine Touristenattraktion, in den Sonnenuntergang am Strand zu reiten. Ein paar Tage später besuchen uns Colla und Toni und wir verbringen einen gemütlichen Abend mit Pizza vor unserem Sunimok zusammen. Antonia, Klaus und ich besuchen eines der ältesten Kinos der Welt, das „Sun-Pictures“ Freilicht-Kino und schauen uns unter freiem Sternenhimmel den Film „The Track“ auf Englisch an. Unglaublich, wieviel wir nun schon verstehen … 🤩 … Wir picknicken am Strand und machen unwahrscheinlich schöne Fotos.
19.8. Dann ist es soweit … Antonia tritt den Rückflug an … schade, wir werden sie vermissen, wir hatten so viel Spaß zusammen. Klaus fliegt mit ihr zurück nach Perth und bringt sie zu ihrem Flug.
Wir bleiben noch zwei Nächte in Broome und dann geht sie weiter unsere Reise zu zweit, entlang der „Gibb River Road“ Richtung Darwin.
 
 
 
 

Sonntag, 27. Juli 2014

Wir waren vier Nächte im King´s Hotel, haben Perth erkundet, eine sehr nette Stadt mit einer schönen Shoppingmeile.  Abends war die Stadt am eindrucksvollsten, tausende Lichter überall … die Hochhäuser toll ausgeleuchtet und das Rathaus wird komplett in eine Lichterorgel die ganze Nacht über verwandelt. Ständig wechseln die Farben und verschmilzen ineinander. Toll! Und dann, wir können es kaum glauben, ertönt da im Hintergrund deutsche Blasmusik, die Holzhacker-Buam, und Schuhpladdler tanzen vor einer Kirche. Bei genauerem Hinsehen erkennen wir einen Weihnachtsmarkt.  Wir trauen unseren Augen nicht, Ende Juni ein Weihnachtsmarkt. Feuerspucker zeigen ihr Können, es gibt Glühwein und deutsche Bratwurst und jede Menge andere Weihnachtsbuden mit Leckereien.  Später erfahren wir, dass die Australier meinen, dass auf der ganzen Welt Weihnachten im Winter gefeiert wird und dass es kalt sein muss. Hier ist aber im Dezember Hochsommer, deshalb celebrieren sie ein Weihnachtsfest in „ihrem“ Winter. Naja, wenn man das Winter nennen kann ;-) … im Durchschnitt hat es hier 18 Grad und meist strahlend blauer Himmel. Auf jeden Fall ist das sehr lustig. Und dann sind wir in´s Assured Appartment in South Perth für vier weitere Nächte gezogen. Hier haben wir eine kleine Wohnung mit Küche usw. und können uns auch mal selbst was kochen und unsere Wäsche waschen. Wir spazieren am Swan River entlang … eine herrliche Gegend … ein kilometer langer Park säumt den Weg … große Pelikane, schwarze Schwäne, Kakadus und viele andere Vögel begleiten uns, eine exklusive Wohngegend …

Als Kieron von seiner Arbeitsreise zurück war, haben wir ihn getroffen. Es war ein freudiges Wiedersehen. Er hat uns gleich geholfen alles Nötige zu organisieren um den Unimog zu bekommen. Eine Menge Behördenkram. Er hat alle Telefongespräche mit den Behörden für uns erledigt, da tut er sich als Australier hier doch wesentlich leichter als wir mit unserem Englisch. Am Telefon ist es noch einmal anders sich zu verständigen … die sprechen aber auch so schnell und in ihrem australischen Slang. Wir haben die „Flying Angel´s“ gebucht, um in den Hafen zu kommen und unseren SunimoK in Empfang zu nehmen, ohne diesen Begleitservice kommt man erst gar nicht in den Hafen. Dann sind wir zur KFZ-Zulassung gefahren und haben ein 48 Stunden Permit besorgt, damit wir mit dem Unimog vom Hafen zum TÜV fahren dürfen.  Haben einen Termin beim australischen TÜV/Registrierung  gemacht. Es war eine Menge Arbeit, Kieron hat sicher über 20 Anrufe getätigt. Und ist mit uns noch nach Fremantle gefahren und hat uns gezeigt wo der Hafen ist und die Berth an dem „unser“ Schiff anlegt. Zum Lunch sind wir in eine Beach-Bar in Cottelsloe eingekehrt. Die Aussicht auf´s Meer spektakulär! Herrlicher Sandstrand, klares blaues Wasser, riesige Wellen , jede Menge Surfer und im Hintergrund weit draußen die riesigen Schiffe, die den Hafen ansteuern. Wow!  Dann war alles organisiert und morgen sollte unser SunimoK in Perth ankommen. Freu, freu, freu …  Am Abend haben wir uns zum Drink  und Abendessen verabredet. Kieron und Kirsten (seine Freundin) warteten schon an der Fähre, die uns von South Perth rüber in´s Stadtzentrum bringt. Eine beeindruckende Skyline von Perth erwartete uns von der Südseite. Wir sind in ein uriges Pub gegangen und haben dort weitere Freunde von Kieron getroffen, wir haben uns gut unterhalten. Später ging es zum Inder Essen, mmmhhhh sehr lecker! Für den übernächsten Abend wurden wir von Kieron zu sich nach Hause eingeladen, er gab ein kleines Familienfest, ein paar Tanten und Freunde kamen. Wir kochen ein paar Leckereien und bringen sie für den Abend mit. Wir lernen Marcel (28) kennen, er ist Deutscher und lebt hier seit ein paar Monaten mit Kirsten und Cedric in einer WG. Eine musikalische Runde ist das. Alle spielen Gitarre und können toll singen. Abwechselnd spielen sie tolle Lieder. Das war ein sehr schöner Abend!

 Kieron musste wieder auf Geschäftsreise und hat uns für diese Zeit seine komplette Wohnung und sein Auto zur Verfügung gestellt. So viel Gastfreundschaft! Wir sind überwältigt!!!

So, und nun sollen wir unseren SunimoK bekommen … es ist der 27. Juni, da soll die „Tugela“ in Perth einlaufen … aber zu früh gefreut … als wir schon auf dem Weg zum Hafen in Fremantle waren, um unser Gefährt abzuholen, erreichte uns ein Anruf, dass das Schiff die „Tugela“ nicht planmäßig eingetroffen sei und voraussichtlich erst in drei Tagen am Donnerstag einläuft. Na toll! So hatten wir das nicht geplant. Unsere ganze Organisation und Termine waren dahin. Zerknirscht mussten wir es aber so hinnehmen. Also haben wir das Beste daraus gemacht und sind gleich mal in Fremantle auf den Friedhof gegangen … dort ist „Bon Scott“ von AC/DC begraben. Ein riesiger Friedhof … wir fragen nach … und finden sein Grab. Ein kleiner  Urnengedenkstein … jede Menge Kunststoffblumen und Kronkorken von Bierflaschen liegen drumherum, als Zeichen seiner Fan´s, dass sie hier waren.  Am Abend treffen wir uns mit Marcel und Kirsten und gehen zusammen italienisch Essen. Es ist ein schöner Abend. Unser Englisch wird immer besser und wir können uns schon gut unterhalten. Wir bitten Kirsten und Marcel darum, dass sie uns auf unsere grammatikalischen Fehler hinweisen, damit wir unsere Fehler erkennen. Das ist sehr hilfreich. Nun ist es an uns, alles noch einmal für die Abholung des Unimogs zu organisieren, aber auch das schaffen wir. Ein weiteres Mal wurden jede Menge Anrufe getätigt, Termine vereinbart und ein weiteres Permit besorgt. Dann ist es endlich soweit, wir fahren zum Hafen. Nachdem wir eine Weile auf die „Flying Angel´s“ warten, werden wir zu dessen Büro gefahren und müssen dort über eine Stunde weitere Bürokratie bewältigen, um in den Hafen zu dürfen. So war das wieder nicht geplant, denn der Quarantäne-Officer wartet bereits beim Unimog auf uns. Wir rufen ihn an, dass es später wird. Langsam werden wir nervös. Über eine Stunde zu spät werden wir dann endlich in den Hafen gebracht. Dann das nächste Dilemma. Es wird uns mitgeteilt, dass die Papiere nicht fertig sind und dass wir den Unimog heute auf gar keinen Fall mitnehmen können. Der Flying Angel sagt, dass er uns nicht aussteigen lassen darf und uns wieder aus den Hafen bringen muss. Das darf doch nicht wahr sein! Der Quaratäne-Officer Tom wartet auf uns! Wir rufen ihn wieder an … er kommt und verhandelt mit dem Flying Angel, dass er uns zum Unimog bringt und die Quarantäne-Prüfung durchgeführt werden kann.   Hoffentlich, klappt das und es gibt keine Probleme, schließlich haben wir tagelang in Neuseeland den Unimog geschruppt und geputzt. Innen im Unimog ist alles ok, aber dann … der Officer leuchtet den Unterboden ab und findet ein bisschen Staub an den Schmierstellen der Gelenkstangen. Das bedeutet Quarantäne!!! Er muss zum professionellen Cleaning. Nicht auch das noch! … aber es geht kein Weg daran vorbei. Er gibt uns eine Telefonnummer von einem Manager, der uns dabei behilflich sein kann. Ben ist sein Name, wir rufen ihn an und er kommt prompt. Die Cleaning-Station ist keine 300 m vom Hafen entfernt, aber … der Unimog steht unter Quarantäne und darf nicht auf den Straßen fahren … er könnte ja mit dem bisschen Staub am Unterboden ganz Australien verseuchen   :-o … ;-p …  Also, er muss auf einen Transporter verladen werden und dort hingebracht werden. Und das bei einem Gewicht von über 7,5 Tonnen und einer Fahrzeughöhe von 3,6 m … ein nicht ganz einfaches Unternehmen … Ben will das für uns organisieren und meint, in ein zwei Tagen könnten wir unseren Unimog dann haben. Also gut! Wir ziehen wieder enttäuscht von dannen und warten auf das OK von Ben. Es zieht sich hin, von ein auf den anderen Tag werden wir vertröstet. Mal hat der Transporter keine Zeit, dann sind die Papiere wiedermal nicht fertig, dann hat die Cleaningstation zu viel zu tun usw. … wir warten über eine Woche bis es endlich soweit ist. Und in der Zwischenzeit mussten wir natürlich wieder alles von vorne organisieren. Permit, TÜV etc. etc. Naja, aller guten Dinge sind drei … ;-) …

Doch in der Zwischenzeit hat mein Schatz Geburtstag, es ist Sonntag der 6. Juli 2014 und ich wecke ihn mit Kaffee und ein paar kleine Kuchen mit Kerzen darauf. Ein paar original australische Dinge, unter anderem ein spezielles Outdoor-Hemd … ;-) sind seine Geburtstagsüberraschungen. Wir machen uns einen schönen gemütlichen Tag.

Kirsten und Marcel versüßen uns die Zeit der Tage des Wartens und laden uns abends zu sich Nachhause ein, Kirsten kocht sehr lecker für uns und es wird wieder Gitarre gespielt und gesungen. Sehr schön, daran könnte man sich gewöhnen … so ein bisschen Hausmusik ;-) Wir verbringen eine wunderschöne Zeit zusammen.

Und dann soll es doch tatsächlich noch wahr werden. Am Freitag können wir ihn endlich abholen. Kieron ist auch wieder zurück und begleitet uns zum Hafen. Er ist inzwischen bei seiner Freundin Kirsten „eingezogen“, solange wir noch hier festsitzen, damit wir nicht ins Hotel müssen. Insgesamt zweieinhalb Wochen haben wir in seiner Wohnung gewohnt, Wahnsinn … es ist uns schon fast unangenehm, aber er ist total cool und meint „don´t worries“ das ist australische Gastfreundschaft. Wir hoffen, er kommt uns auch mal in Deutschland besuchen, damit wir uns revanchieren können. Ja und dann ist es endlich soweit, wir sitzen in unserem Sunimok und fahren aus dem Hafen … Yippie!!! Es ist Freitag und unser TÜV-Termin ist allerdings erst am Dienstag, also müssen wir immer noch in Perth bleiben, eigentlich wollten wir schon lange im Outback unterwegs sein.

Und eine weitere kleine Party wird bei Kirsten und Marcel gefeiert, wir lernen Hannah, Jess (beide aus Tasmanien) und Cedric (aus Frankreich) kennen. Es wird wieder ein amüsanter Abend mit leckerem Essen, toller Gitarrenmusik und es wird gesungen. Wir haben viel Spaß miteinander. Lernen Rhythmustrommeln mit Plastikbechern … ein toller Spaß!

Wir bummeln die nächsten Tage durch das City Center von Perth und ich kaufe mir nun auch einen original australischen Lederhut, sollte man im Outback haben … ;-)

13.07.2014.

Außerdem möchten wir es feiern, dass wir nun endlich unseren Sunimok haben. Wir laden all unsere Freunde ein, machen lecker Essen und stellen unseren Unimog an´s Ufer vom Swan River mit Blick auf die Skyline von Perth. Bei Einbruch der Dunkelheit sind wir schon fleissig am Feiern. Acht Leute sind gleichzeitig im Sunimok … Essen und Trinken … Lachen und Erzählen … Die Skyline mit ihren Lichtern geben unserer Beach-Party den richtigen Flair. Es wird Gitarre gespielt … einfach schön!

In der Nacht von Samstag auf Sonntag, morgens um 3.00 Uhr wird das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in Perth live im Casino übertragen. Die Australier sind nun nicht wirklich fußballfanatisch, ihr Herz schlägt für Rugby. Trotz allem möchten Kieron, Jess, Cedric und Ben mit uns im Casino feiern. Also geht es mitten in der Nacht in´s Casino. Ein Taxi soll uns hinbringen, leider müssen wir sehr lange auf das Taxi warten, so dass wir 40 Minuten nach Spielbeginn ankommen. Aber wir hatten ja noch nicht´s verpasst ;-) . Es war eine Menge los … Deutsche, Argentiner und Australier stehen vor den großen Bildschirmen und kommentieren lautstark das Spiel. An den Casino-Spieltischen wird fleissig gezockt. Es wird spannend … das Spiel geht in die Verlängerung … und … da! … da ist es! … endlich! … das Tor, das uns zu Weltmeistern macht!!! J   Der Jubel ist groß … wir feiern und freuen uns mit vielen anderen. Yiiiippiiiieeeeee … Als wir gegen 6.00 Uhr von Ben nachhause gefahren werden, regnet es in Strömen … ein Unwetter zieht auf … wir schlafen ziemlich lange, nachdem wir erst nach 6.00 Uhr in der Früh in´s Bett sind. Am nächsten Tag erfahren wir aus dem Internet, dass hier in der Zeit als wir schliefen ein Tornado durch Perth Süden getobt ist … den haben wir gar nicht mitbekommen … ups … aber es ist hier im Wohngebiet nicht viel passiert, nur ein paar Äste sind abgebrochen usw. an anderen Gegenden war mehr los … LKW´s sind umgekippt, Boote wurden auf dem Land umhergewirbelt, der Strom fiel aus und dadurch sind zwei Menschen gestorben, die an elektrischen medizinischen Geräten gehangen sind …

In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli habe ich das erste Mal in Englisch geträumt … ich habe tatsächlich im Traum englisch gesprochen … ;-)

Am Dienstag, 15. Juli 2014 ist nun alles erledigt. Wir fahren morgens zur Inspektion (TÜV) und Registrierung (Zulassung) unseres Unimogs, alles läuft problemlos … und dann kann´s losgehen … jetzt dürfen wir auf Australiens Straßen fahren! J Wir besorgen uns zusammen mit Kieron noch ein paar Dinge für´s Outback … Sandbleche, falls wir uns festfahren und steckenbleiben, ein kräftiges Abschleppseil, Reifen-Reparaturset usw. … na nun sind wir gut ausgestattet und starten am Mittwoch den 16. Juli 2014 in´s Landesinnere Richtung Kalgoorlie. Es ist ca. 670 km entfernt. Es geht auf den „Great Eastern Highway 94“, fast immer schnurgeradeaus … ewig lang … flaches rotes Land … niedriges Buschwerk säumt den Weg … man kann weit über das Flachland blicken … riesige Road Trains (LKW´s) mit bis zu drei Anhängern und einer Länge von 53,5 m rauschen vorüber … tote Känguru´s liegen immer wieder am Straßenrand, angefahren und verendet. Es wird vor Müdigkeit und Alkohol am Steuer gewarnt und total zerstörte Unfallauto´s mahnen am Straßenrand … wir fahren bis Meckering … einem ganz, ganz kleinem Ort am Highway, besteht aus einer Tankstelle, einem Gerneral Store (Einkaufsladen oder auch Tante Emma Laden) in dem es wirklich alles gibt … wirklich alles! … Neben Brot, Scheibenwischer, Blumentöpfen und Zeitschriften, steht mittendrin ein gebrauchtes Motorrad mitten im Laden und davor ein weißes Ledersofa zum Kauf … außerdem gibt es noch ein Museum hier … ein Kamera-Museum ;-) … und einen Freecamp … das heißt man kann hier auf einem großen Platz mit Toiletten umsonst über Nacht stehen bleiben … außerdem gibt es hier einen Rosengarten, mit allen möglichen Sorten von Rosenstöcken, die zum Gedenken an Verstorbene Verwandte gepflanzt wurden, eine sehr schöne Anlage … und jede Menge weiße und rosa Kakadus und grünebunte Papageie außerdem weißen ein paar Gedenktafeln auf ein großes starkes Erdbeben hin, 1968 verbog es hier die Eisenbahnschienen und hob den Erdbogen bis zu eineinhalb Metern an, die damalige Siedlung wurde hier komplett zerstört … ein interesssanter  Platz zum Bleiben … wenn auch direkt am Highway … aber der Verkehr ist nicht wirklich groß und stört nicht. Unsere erste Nacht im SunimoK in Australien … wir fühlen uns ganz geborgen und zuhause und schlafen ganz hervorragend! J

Am nächsten Morgen geht es recht früh weiter … immer gerade aus … nur eine Straße … weit und breit … weites rotes Land … wir fahren insgesamt ca. 350 km und machen unterwegs in Merredin Halt um etwas zu Essen und ein paar Lebensmittel einzukaufen. Ein nette kleine Stadt, ziemlich viel los hier, eine Menge Leute unterwegs. Es ist in der Umgebung von mehreren 100 Kilometern die einzige Stadt mit verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten. Dann geht´s weiter nach Southern Cross, ein kleiner moderner aber verschlafener Ort, hier setzen wir uns an der „Hauptstraße“ außen an ein Cafe´ und genießen einen Latte Macchiato. Dann geht´s auch schon wieder weiter bis nach „Yerdani Well“ einem Platz zum Übernachten mitten im Busch direkt am Highway. Wir sind ganz alleine, suchen uns Feuerholz im Dickicht und sitzen sehr lange in absoluter Dunkelheit am Lagerfeuer mit atemberaubendem Sternenhimmel über uns. Wir sind am nächsten Morgen schon sehr früh wach und trinken unseren ersten Kaffee im Freien. Dann machen wir uns wieder auf den Weg weiter nach Kalgoorlie und ich mache hier in Australien meine ersten Kilometer als Fahrerin von unserem SunimoK ;-) In Coolgardie machen wir den nächsten Stopp, auch ein kleines verschlafenes Nest. Wir besuchen das Stadtmuseum, welches über die Geschichte des Goldgrabens erzählt. Seit 1893 wird hier in der Gegend Gold geschürft. Ganz Kalgoorlie besteht als große Stadt im Outback nur wegen des Goldes. Wir fahren bis nach Kalgoorlie zu den Goldminen und schauen von einem Aussichtspunkt beim Abbauen von Gold zu. Riesige Super-Pit LKW fahren in die Tiefe eines riesigen Loches und werden von riesigen Baggern beladen. Es wurde hier bereits eine unvorstellbare Menge an Erdreich abgegraben, das Loch ist inzwischen 3,5 Kilometer lang, über 2 Kilometer breit und 620 Meter tief. Eine wahnsinnig beeindruckende Kulisse. In einer Tonne Gestein befinden sich ca. 2 Gramm Gold im Durchschnitt und täglich werden ca. 220.000 Tonnen Gestein abgegraben und weiterverarbeitet. In Kalgoorlie bleiben wir für die nächste Nacht. Bummeln durch die Stadt und kehren in einem urigen alten Pub ein. Am nächsten Morgen fahren wir über Kambalda den Green Trail bis nach „Cave Hill“. Nun sind wir im richtigen Outback, kaum eine Menschenseele begegnet uns auf den Schotterpisten, nur ein großer schwarzer Emu rennt mit uns um die Wette. Er rennt ca. 500 Meter mit einer Geschwindigkeit von rund 40 km/h vor uns her. Wir fahren immer weiter bis in den Busch zum Cave Hill. Wir sind hier völlig alleine. Suchen uns wieder Feuerholz und halten dabei unsere Augen offen, zwecks Schlagen und anderen Reptilien, aber es stellt sich uns keiner der Genossen vor ;-) … wieder ein wunderschöner langer Abend am Lagerfeuer, mit atemberaubenden Sonnenuntergang und Sternenhimmel. Wir schlafen herrlich … am nächsten Morgen wandern wir auf die Cave Hill, eine große Felsformation mit vor Millionen Jahren vom Meer ausgespülten Felswänden, die aussehen, wie große steinerne Welle. Dann geht´s weiter auf dem Green Trail nach „Burra Rock“, auch wieder eine besondere Felsformation, an einem künstlich angelegten See, der von den Wildtieren hier als Wasserstelle benutzt wird. Unser Weg führt uns weiter nach Coolgardie und von da wieder auf den Highway bis nach Southern Cross, dort bleiben wir für diese Nacht auf einem Freecamp und fahren am nächsten Tag nach einer Weile vom Highway ab, mehr in ländlichere Gegend. Wir kommen zu einem Campingplatz in Malebelling, hier befindet sich eine Flugschule „White Gum“.  Man kann hier mit kleinen Flugzeugen oder Paraglidern fliegen lernen. Wir lernen Gary (der Besitzer), Gordon (der Fluglehrer), Gaff (ein Mitarbeiter) und Toni (ein Flugschüler) kennen. Toni hat deutsche Eltern, hat hier in Australien bis zu seinem sechsten Lebensjahr gelebt, ist mit 19 Jahren hier her zurückgekehrt und lebt seitdem für immer hier. Er arbeitet in Broome in einem Hotel-Resort am Cable-Beach als Sicherheitsinspektor und macht jetzt hier seinen Flugschein. Wir verabreden uns in den nächsten Wochen in Broome, ca. 2500 Kilometer von hier entfernt. In der Nacht, regnet es in Strömen, insgesamt fallen ca. 17 cm Regen. Im Vergleich zum gesamten Jahresniederschlag von ca. 50 cm, war das für eine Nacht ziemlich viel. Tags drauf, gegen Mittag packen wir wieder zusammen und fahren weiter zurück nach Perth. Wir müssen wieder zurück nach Perth, weil Antonia (Klaus Tochter) übermorgen zu uns nach Australien kommt. Sie hat nun Sommerferien in Deutschland und ist ganz alleine mit ihren 14 Jahren die weite Strecke hierher geflogen, um mit uns die nächsten vier Wochen mitzureisen. Wir freuen uns schon sehr auf sie! J Es ist Dienstag der 22. Juli 2014 und wir machen unterwegs noch einmal ein Nachtquartier im Busch bei Lagerfeuer in Gorrie. Und dann geht es am nächsten Tag wieder nach Perth. Wir können wieder in Kieron´s Wohnung bleiben für die nächsten Tage. Am Donnerstag, den 24.07.14 um 12.25 Uhr landet Antonia. Es gibt ein freudiges Wiedersehen nach 9 Monaten. Sie hatte einen schönen und angenehmen Flug, ganz toll fand sie die neuen Filme, die sie während dem Flug schauen konnte und auch das Essen fand sie sehr lecker. Sie ist mit den „Emirates“ geflogen und hatte einen sehr guten Begleitservice. Am ersten Tag gehen wir noch ein bisschen am Swan River in South Perth spazieren (Toni ist ganz begeistert) und lassen den Tag gemütlich ausklingen. Am Freitag fahren wir mit der Fähre rüber in´s City Center von Perth zum Shoppen. Antonia bekommt noch ihr Geburtstagsgeschenk und sucht sich hier ein paar original Australien UGG-Boot´s aus … J Das Shoppen begeistert nun Klaus nicht wirklich und so überlässt er uns seine Kreditkarte und macht sich alleine auf den Weg nachhause ;-) … Toni und ich machen uns einen schönen Nachmittag, Shoppen noch ein bisschen und gehen dann in ein ganz tolles Cafe´ … eine Chocolaterie … „Koko Black“, hier gibt es jede Menge wunderschöne kreative Pralinen handgemacht, sie werden  in riesigen Glasvitrinen angeboten und machen wirklich Eindruck! Wir suchen uns ein paar Leckereien aus, setzen uns gemütlich und genießen noch die beste heiße Schokolade unseres Lebens … mmmmhhhhh … himmlisch J Gegen 18 Uhr kommen wir zurück und erholen unsere Füße vom Shoppen ;-). Am nächsten Morgen Joggen Antonia und Klaus eine Runde am Swan River. Später treffen wir uns mit Ben zum Lunch. Er holt uns ab und wir fahren mit ihm zum Casino, dort speisen wir ganz vorzüglich. Er ist ein wirklich netter Kerl und wir unterhalten uns sehr gut mit ihm. Er hat vor Jahren mal für vier Jahre in Hamburg gearbeitet, aber deutsch spricht er kaum. Und nun ist es soweit, am Sonntag, den 27. Juli 2014 soll es nun endlich losgehen. Wir drei fahren in Richtung Norden, dort ist es im Winter von Australien wesentlich wärmer als im Süden. Wir fahren die Küste entlang bis zum „Nambung Nationalpark“, schauen uns die „Pinnacles“ an. Aus gelbem Wüstensand ragen Tausende bizarr geformte Kalksteinstümpfe – wie die Borsten aus einer riesigen Haarbürste. Manche der Spitzen sind bis zu 5 Meter hoch. Die Formationen entstanden vor ca. 20.000 Jahren als sich während einer Eiszeit die Ozeane zurückzogen und mit Kalk versetzter Meeresboden der Erosion durch Wind und Wetter ausgesetzt war. Es sind surreal anmutende Gebilde und wir sind sehr beeindruckt! Wir bleiben für unsere erste gemeinsame Nacht in einem Campground direkt am Meer in „Carvantes“. Der Strand ist herrlich, wir kommen direkt zum Sonnenuntergang an und Antonia ist total begeistert …

Montag, 23. Juni 2014

In Oakura am Strand finde ich ein vierblättriges Kleeblatt mit roten Herzchen auf jedem der vier Blätter ... das Glück bleibt uns treu! 😘Wir fahren von Oakura die Rawhiti Road entlang der Küste nach Russel. Ein sehr schöner idyllischer Ort. Grillen vorzüglich und lassen den Tag gemütlich ausklingen. Für den nächsten Tag haben wir eine Bootstour in der Bay of Islands gebucht. Am Vormittag geht’s los. Schon nach kurzer Fahrt treffen wir auf eine große Gruppe Delfine, sie schwimmen eine ganze Weile neben dem Schiff her und wir können herrliche Aufnahmen machen. Es gibt die Möglichkeit hier mit den Delfinen zu schwimmen, kostet nur 15 Dollar, einfach hier vom Boot aus zu ihnen ins Meer springen … ich lasse die Entscheidung noch auf mich zukommen, ob ich in das kalte Meer eintauche … nur wenn ich unbedingt den Drang dazu verspüre, dass ich mit ihnen schwimmen muss. Aber die Entscheidung wird mir kurz darauf abgenommen, denn die Delfine haben Babies dabei und somit besteht die Gefahr, dass die Mütter aggressiv reagieren, um ihre Babies zu beschützen. Also fällt „Mit den Delfinen schwimmen“ für heute aus. Die Sonne strahlt, die See ist ruhig und der Kapitän meint: „ wenn heute einer seekrank wird, dann sollte er niemals wieder ein Boot betreten.“ Na dann … ich darf weiterhin auf Boote … 😀 … Wir fahren an wunderschöne Buchten vorbei, an denen einsame exklusive Häuser stehen. Nach ca. zwei Stunden Fahrt kommen wir zum „Hole of the Rock“, riesige Fischschwärme von Kingfischen schwimmen direkt an der Wasseroberfläche, einer der Bootsbesatzung holt die Angel raus und hat natürlich kurz darauf schon einen am Haken. Klaus hätte jetzt auch gerne seine Angel dabei … 😉 … Dann treffen wir auf Orcas, wow! Das erste Mal sehen wir sie live. Es sind zwei Pärchen, die in einer Bucht verliebt herumtollen. Sie schwimmen direkt unter unserem Boot durch und springen neben uns aus dem Wasser … soooo toll! In einer schönen Bucht gehen wir an Land und haben ein kleines Picknick. Am Nachmittag kommen wir wieder zurück nach Russel, es war eine beeindruckende Tour. Wir schlendern noch ein bisschen durch Russel, vorbei an einem der ersten Hotels und eine der ersten Kirchen Neuseelands. Nach zwei Nächten hier geht es weiter. Beim Losfahren bemerken wir, dass etwas mit den Bremsen nicht stimmt. Wir fahren steil bergab und die Bremsen reagieren nicht so gut, wie sie sollten und die rote Bremsleuchte leuchtet auf. Na toll, wo werden wir hier geholfen … ? Nachdem wir eine Abzweigung verpasst haben, kommen wir durch Zufall zu einer Fähre, die uns auf kürzerem Weg zu unserem weiteren Reiseziel bringt. Und wie es der Zufall so will, gibt es in diesem verschlafenen Ort auf der anderen Seite eine Werkstatt. Die kann es zwar nicht reparieren, aber uns mit Bremsflüssigkeit aushelfen, die wir verlieren. Prima! Und weiter geht die Fahrt, die rote Leuchte ist aus. Aber wir müssen nach den Bremsen genauer schauen lassen.

Wir fahren nach Kawakawa. Hier lebte bis zu seinem Tode Friedenreich Hundertwasser und hat hier eine öffentliche Toilette gestaltet. Es ist ein kleiner unscheinbarer Ort, dessen einzige Attraktion diese Toiletten sind. Sie sind aber auch wirklich einzigartig. Ganz in seinem Stil hat hier Hundertwasser mitten im Ort eine Anlage gestylt. Sieht klasse aus. Unser Weg führt uns weiter nach Kerikeri. In einer exotischen Campanlage im asiatischen Stil „Pagoda Lodge“ bleiben wir für zwei Nächte und genießen die Ruhe und das Ambiente der Buddha-Philosophie. Wir lernen drei junge Leute aus Frankreich kennen, Adrian, Jack und seine Feundin, sehr nette und unterhaltsame Leute. Als wir weiterfahren in Richtung Doubtless Bay kommen wir wieder an einer der „Makana Schokoladenfabrikationen“ vorbei, da können wir natürlich nicht wiederstehen … unsere Gelüste befriedigt, fahren wir bis Whatuwhiwhi, auch wieder eine ganz einzigartig schöne Bucht, wir genießen seine magische Schönheit und die herrliche Sicht, Stille und das Meeresrauschen. Am nächsten Tag fahren wir ganz hoch in den Norden Neuseelands zur Spirits Bay, ein Tipp von Alan. Ewig langer Strand, kaum eine Menschenseele … wunderschön! Nach einer sternenklaren Nacht machen wir uns auf den Weg nach Cape Reinga, der nördlichsten Spitze Neuseelands. Hier treffen die Tasman See und der Pacific aufeinander, man erkennt es daran, dass das Meer hier zwei verschiedene Farben aufweißt, die ineinander verschmilzen. Man kann unendlich weit übers Meer schauen. Ein Leuchtturm prangt stolz. Riesig Sanddünen sind auf der Westseite zu sehen. Unsere heutige Bleibe ist die Tapotupotu Bucht, wieder ein Geheimtipp, diesmal von Donald, den wir auf unserer Reise dreimal zufällig getroffen haben. Nicht einmal Alan kannte diese herrliche Bucht. Dank dir lieber Donald, durften wir diese herrliche Gegend auch entdecken! In der Nacht wieder sternenklarer Himmel, die Milchstraße strahlt über uns und wir entdecken das „Kreuz des Südens“.

Tagsdrauf geht’s nun endlich zum Ninety Mile Beach. Klaus kann es kaum noch abwarten, mit dem SunimoK kilometerweit am Strand entlang zu fahren. Der Strand ist endlose 118 Kilometer lang. Aber vorher machen wir noch einen Stopp an den riesigen Sanddünen, um uns im Sandboarden auszuprobieren. Klaus schultert sein Snowboard und ich leihe mir ein Sandboard aus. Erst müssen mal die rieseigen Sanddünen bestiegen werden. Nicht ganz ohne, im Sand endlos bergauf zu laufen …  Dann ist es soweit, Klaus schnallt sich sein Board an und versucht sein Glück … der Sand ist hier ein bisschen feucht und so gleitet das Board leider nicht so mühelos wie gewünscht, aber es klappt … mit meinem Sandboard geht es ein bisschen einfacher. Wir gleiten die Dünen hinab … Dann geht es zum Beach. Wir bleiben im Hukatere Camp, direkt in der endlos weiten  Dünenlandschaft. Ein älterer uriger Mann begrüßt uns völlig begeistert von unserem Gefährt und stellt sich als „Uncle“ vor. Er ist ein sehr unterhaltsamer und lieber Geselle, der von den Aborigines abstammen könnte, so wie er aussieht.  Er gibt uns gute Tipps für unsere Strandfahrt. Es bleiben doch immer wieder welche mit ihren Fahrzeugen hier stecken … und dann kommt die Flut … „Nur nicht stehenbleiben!!!“sagt er „auch wenn die Gegend und der Ausblick noch so sehr dazu verleiten. Fahren, fahren, fahren … und den Treibsand meiden … ca. 2 Meter am Rand des nassen Sandes wäre es gut.“ Ok, so machen wir´s! Wir lernen hier ein junges Pärchen aus Kanada kennen, auch sie sind auf Weltreise. Eigentlich hatten sie nur 1 Jahr geplant. Sind aber über ein Jahr in Asien hängen geblieben und haben nun ihre Reise auf unbestimmte Zeit verlängert. Und dann geht es los, am nächsten Tag fahren wir den Ninety Mile Beach entlang … wow! Toll! Wir preschen den Strand entlang, immer wieder kommen wir ein bisschen ins Schlingern, weil der Sand unter uns weich ist. Aber nur nicht anhalten!!! Es ist aufregend … das wilde Meer tosend neben uns … 18 km bis zur nächsten Möglichkeit wieder auf befestigte Straße zu kommen … atemberaubend! Als wir wieder rausfahren wollen vom Strand, bleiben wir fast stecken, aber beim zweiten Anlauf, mit mehr Geschwindigkeit arbeitet sich der Sunimok durch den losen Sand … und wir haben es geschafft, sind heil wieder auf festen Boden. Es war toll!!! Wir fahren über Kaitaia nach Kohukohu, nehmen bei Sonnenuntergang die Fähre nach Rawene und bleiben eine Nacht in diesem schön gelegenen Ort. Am nächsten Tag fahren wir über Opononi in den Waipoua Forest. Opononi ist ganz wunderbar. Wir laufen auf einer Landzunge oben auf dem Berg weit hinaus zum Meer und können in alle Richtungen blicken. Dieser Ort beeindruckt mich so sehr, dass ich mich hier niederlassen würde, wenn … Es ist soooooo unbeschreiblich! Türkisblaues Wasser, orangefarbene Klippen, endlose Weite übers Meer, gegenüber riesige Sanddünen. Und dann erfahre ich noch, dass hier in den 50er Jahren ein Delfin in der Bucht lebte, der total zutraulich war, es war die reinste Touristenattraktion, sogar Fernsehteams sind extra wegen ihm angereist. Er war so zutraulich, dass Kinder mit ihm schwimmen konnten und sogar auf ihm Reiten. Er muss diesen Ort genauso magisch empfunden haben wie ich, sonst wäre er sicher nicht hier geblieben. Später erzählt uns Alan, dass auch er als Kind auf dem Delfin „Opo“ geritten ist und es für ihn ein  unbeschreibliches Erlebnis war. Auf unserer Weiterfahrt kommen wir durch Waimamaku, einem kleinen verschlafenen Nest, wir kaufen ein paar Kleinigkeiten zum Abendessen ein, stärken uns noch einmal mit „Fish and Chips“ und fragen wieder einmal in einer Werkstatt nach, ob sie uns mit den Bremsen behilflich sein können. Aber auch hier kann man uns nur mit Bremsflüssigkeit helfen.

Im Waipoua Forest kommen wir zu den zweitgrößten Bäumen der Welt, nach den Mammutbäumen. Die Kauri-Bäume, wir besichtigen einen, der über 50 Meter hoch ist, sein Stamm hat einen Umfang von mehr als 17 Metern, er ist riiiieeessssiiiigggg der „Tane Mahuta“ was soviel heißt wie „Der Hüter des Waldes“! Und über 1200 Jahre alt ist.  Wir bleiben für diese Nacht hier in einem Forestcamp. Und fahren am nächsten Morgen weiter zu dem Lake Taharoa, umrunden diesen und bleiben für die nächste Nacht am „Baylys Beach“. Hier mieten wir uns ein Quad und düsen am Strand entlang. Wir wechseln uns mit dem Fahren ab, keiner von uns kann genug davon bekommen. So was wollen wir auch haben … 😎 … es macht irre Spaß! Am Strand liegen mehrer tote Haie, den einen fehlen nur die Flossen, die anderen sind zum Teil filetiert …

Einen Tag später fahren wir über Dargaville nach Pahi, es ist eine Landzunge vom Pahi River umgeben. Am Hafen steht ein riesiger über und über riiieeesiiiger Gummibaum, man sagt es wäre einer der größten … wahnsinnig beeindruckend, diese Kraft und Aura … seine Wurzeln ragen aus dem Erdboden mannshoch heraus, er steht da voller Kraft und Saft, richtig erhaben …

Und dann neigt sich unsere Reise durch Neuseeland dem Ende zu. Es geht zurück nach Auckland. Wir machen in Auckland eine Mercedes-Truck-Werkstatt ausfindig, um unsere Bremsen überprüfen zu lassen. Ein Campground ganz in der Nähe der Werkstatt ist diese Nacht unser Lager. Dort lernen wir einen Neuseeländer kennen, der viele Jahre in Oberammergau als „Herrgottsschnitzer“ gearbeitet hat und ganz gut deutsch spricht. Er ist ein amüsanter Kerl, mit dem wir uns nett unterhalten. Gleich frühmorgens am nächsten Tag machen wir uns auf den Weg zur Werkstatt. Der erste Eindruck verspricht Gutes, es ist eine große Werkstatt mit Verkauf und Service. Sie schauen sich das Problem an, beraten sich eine Weile und dann die gute Nachricht, sie können es reparieren. Juhu! Es dauert ca. 4 Stunden. In der Zwischenzeit bringt uns der nette Herr, der unseren Auftrag entgegen genommen hat, in das nächste Shopping-Center, damit wir uns die Wartezeit ein bisschen vertreiben können.  Per Email wird er uns benachrichtigen, wann unser Unimog fertig ist und er uns hier wieder abholt. Na prima, das ist ein Service! 🙂 Ich nutze die Zeit und lass mich bei einer Pediküre verwöhnen. Als wir etwas Essen gehen erreicht uns die Nachricht, dass alles repariert ist. Sehr gut, dann ist das nun auch wieder behoben und wir können wieder die Berge und Täler ohne Bedenken durchfahren.

 So jetzt geht es nach Albany zu Alan und Lorraine. Es ist Montag der 9. Juni, am Donnerstag, den 12.06.14 müssen wir unseren Sunimok zur Verschiffung nach Australien im Hafen von Auckland abgeben. Bis dahin muss er picobello sauber sein, sonst lassen sie ihn nicht rein in Australien. Wir werden wieder freudig empfangen, sitzen den Abend zusammen und erzählen von unserer herrlichen Reise durch Northland. Klaus und ich sind uns einig! Ganz oben der Norden Neuseelands hat uns am besten gefallen … herrliche Küstenlandschaften … wunderschöne Buchten und Strände … ach einfach unbeschreiblich … nur schön! Wobei es in Neuseeland wirklich überall sehr sehr schön ist.

Die nächsten Tage schlafen wir im Bed and Breakfast bei Alan und Lorrain und putzen zwei Tage lang unseren Sunimok bis in die hinterste Ritze, es sind zwei arbeitsreiche Tage, die am ersten Tag durch Dauerregen und Sturm erschwert werden. In der Nacht verstärkt sich der Sturm und fegt mit über 170 km/h übers Land. Der Strom fällt aus für den ganzen nächsten Tag. Zum Glück haben wir einen Generator im Unimog, so können wir unsere Reinigungsarbeiten ohne Probleme fortsetzen. Am donnerstagfrüh fahren wir nach Auckland zu einem „Waterblaster“ einer Autowaschanlage, wo man selber mit Hochdruckreiniger Hand anlegen kann. Es ist gar nicht so einfach eine geeignete Waschanlage zu finden, da wir mit unserer Wagenhöhe nicht wirklich überall reinpassen. Aber auch das wird gefunden. Es ist eine Aktion von mehreren Stunden. Der SunimoK wird geschruppt von allen Seiten, mit rosa Schaum 😲 … bis er zum Schluss wie aus dem Ei gepellt dasteht. Sehr schön, jetzt kann`s zum Hafen gehen. Die Abgabe im Hafen verläuft ganz problemlos, nach 20 Minuten ist alles erledigt. Ein letzter Besuch der Innenstadt von Auckland, noch ein Bierchen in „unserer Kneipe“ und dann geht´s mit dem Bus zurück nach Albany. Wir sind zum Abendessen bei Alan und Lorraine eingeladen, Lisa und Stue kommen auch – ein Abschiedsessen … Lisa holt uns von der Bushaltestelle ab. Es wird ein sehr netter Abend, es gibt lecker Essen, wir schauen Foto´s an und haben viel Spaß! Morgen geht es mit dem Flieger nach Australien – Sydney! Als ich am Abend noch einmal unsere Emails checke, ist da eine vom Verschiffungsmanager, dass es Probleme gibt, wegen unserer Gasflasche im Unimog. Wir bräuchten ein Certifikat, dass sie auch wirklich völlig leer ist. Na toll, das hätten sie uns auch früher sagen können. Wir hatten darüber gesprochen, dass die Gasflasche komplett leer ist, aber nach einem Certifikat hat niemand gefragt. Das heißt unsere Zeitplanung für den nächsten Tag ist hinfällig. Wir müssen bevor wir zum Flughafen fahren noch einmal zum Hafen. Wir entschließen uns, die Gasflasche einfach aus dem Unimog zu nehmen, da wir so schnell kein Certifikat bekommen. Alan fährt uns zum Hafen. Dann ist auch dies geschafft. Ab geht’s zum Flughafen … wir nehmen Abschied von Neusseland mit einer Träne im Auge … Es ist Freitag, der 13. … und im Flieger ist wirklich sehr viel Platz frei …  Es wird ein sehr angenehmer Flug nach Sydney, nach 3 ½ Stunden landen wir. Nun haben wir wieder Zeitzonen überschritten und so 2 Stunden gut gemacht. Jetzt sind wir der Zeit in Deutschland nur noch 8 Stunden voraus.

 

Australien

Sydney begrüßt uns mit Sonnenschein und 20 Grad – so lass ich mir den Winter hier gefallen. 😀 Wir fahren mit dem Cityzug zu unserem Hotel, mitten in Old Sydney on the Rocks, am Hafen direkt gegenüber von der Opera und der Harbour-Brigde, wir haben ganz oben im Hotel unser Zimmer und einen fantastischen Ausblick … Wir erkunden Sydney fünf Tage lang … fahren mit jeder Menge Fähren zu verschieden Orten … genießen den Flair von Darling-Harbour ... bummeln durch die City … machen eine Sightseeing-Bustour ... kehren am Bondi Beach in einem original bayrischen Restaurant ein und genießen Schnitzel mit Löwenbrau- und Paulaner-Bier … schlendern durch den Botanic Garden und sehen dort neben allen möglichen wilden Vögeln, weiße Kakadus fliegen … gehen in Chinatown lecker essen … und ich nutze mal wieder den Aufenthalt in einer Stadt für einen Friseurbesuch, der mal wieder dringend nötig ist. Am Mittwoch, den 18. Juni geht es mit dem Indien Pacific Railway nach Perth. Drei Tage und Nächte geht es per Zug quer durch Australien -  4352 km.

Indien Pacific Railway

Wir werden mit einem Glas Sekt begrüßt. Es ist ein sehr stilvoller Zug, unser Abteil ist klein, aber ausreichend und sehr gemütlich. Alles ist hier gut organisiert. In der Bar/Lounge lernen wir die anderen Gäste kennen, es sind alle Nationalitäten vertreten und es ist wirklich sehr lustig und unterhaltsam. Die Verpflegung ist vorzüglich. Die erste Nacht ist noch ein bisschen gewöhnungsbedürftig … es schaukelt und ruckelt, quietscht und knarrt … um 1 Uhr in der Nacht versuche ich es mit Ohrenstöpsel … besser! Schon um 6.30 Uhr in der Früh kommen wir in Broken Hill an und machen eine Bustour durch den Ort und zu den Silberminen hier, ein atemberaubender glutroter Sonnenaufgang heißt uns Willkommen. Um 8.30 Uhr sitzen wir bei einem lecker Frühstück im Speisewagen und genießen es, wie die Landschaft Süd-Australiens an uns vorüber zieht.  Im Vergleich zum bergigen Neuseeland, ist hier alles eben und man kann ewig weit schauen. Rote Erde und niedriges Buschwerk säumen meilenweit unseren Weg und wir sehen die ersten Känguru´s. Es ist herrlich klares Wetter. Am Nachmittag kommen wir in Adelaide an. Auch hier machen wir eine Sightseeing-Bustour und erleben am Strand einen atemberaubend schönen Sonnenuntergang.  Die zweite Nacht ist sehr angenehm … wir schlafen die ganze Nacht durch. Wir lernen Judy aus Kanada und Robin aus Australien kennen, zwei sehr nette und humorvolle Damen und Carla, Richard und Jeff aus Neuseeland und noch viele andere, mit denen wir alle viel Spaß haben.  Es ist sehr gemütlich, da sitzt man mit anderen netten Leuten in der Lounge, trinkt das ein oder andere Gläschen Sekt, unterhält sich gut, sieht die Landschaft sich verändern, geht in den noblen Speisewagen und bekommt sehr gute Speisen serviert, unter anderem essen wir hier das erste Mal Känguru … war sehr lecker … ist zu vergleichen mit Rindfleisch mit einem Hauch von Wildgeschmack. In Kalgoorlie machen wir wieder Halt und besichtigen die Stadt und die Goldminen und die über und über großen Lastwagen und Bagger, die sich zum Goldschürfen in die Erde graben. Was für eine Dimension … irre groß! Später machen wir noch einen Zwischenstopp in Cook, einer verlassen Stadt, mitten im Nullabor, hier gibt es im Unkreis von mehreren 100 Kilometern nichts außer wilde Landschaft. Die paar Leute die hier noch leben, haben einen makabaren Humor (siehe unsere Fotoalbum 😀 ...). Die Zugreise ist sehr schön … am Samstag, 21. Juni 2014 kommen wir in Perth an. Wir haben wieder Zeitzonen überschritten und sind nun nur noch 6 Stunden Deutschland voraus. Das King´s Hotel ist für die nächsten Nächte unser Zuhause. Jetzt heißt es warten auf unseren SunimoK, er ist noch mit dem Schiff hierher unterwegs und kommt voraussichtlich am Samstag, den 28. Juni in Perth an. In der Zwischenzeit erkunden wir Perth.

Montag, 26. Mai 2014

10.05.2014:

Oakura beim Mount Egmont  war herrlich … ewig langer schwarzer feiner Sandstrand … Reiter galoppieren mit ihren Pferden am Strand entlang … Surfer reiten die wilden Wellen … und Kiter kämpfen mit ihren Drachen … einfach traumhaft … Das Wetter zeigt sich nun von seiner schönsten Seite und wir  

Wir feiern heute unseren ersten Hochzeitstag!!! 😘🤩 Mit roten Rosen und Sekt … 😉 … da wir ja auf unserer Hochzeitsreise sind … ist jeder Tag ein Fest!!! Mmmmmhhh, Love is in the air  🙃😀                                                                                                       

Wir umfahren den Mount Egmont rundrum und die Sicht darauf ist ganz gut, lediglich die oberste Spitze ist noch ein bisschen von Wolken verdeckt. Man sagt, dass hier einer der regenreichsten Orte von Neuseeland ist und es somit schon ein bisschen Glück bedarf, wenn man den Vulkan komplett erblicken möchte. Es soll trotzdem einer der meist fotografiertesten Berge Neuseelands sein. Unser Weg führt uns heute nach Stratford, ein kleiner Campground ist heute Nacht unser Quatier. Am nächsten Morgen strahlend blauer Himmel, kein Wölkchen und was sehen wir da?! … Da ist er in seiner vollen Pracht der Vulkan-Berg Mount Egmont oder Taranaki, wie ihn die Maori nennen. Er thront mächtig und stolz in der Landschaft mit einer schneebedeckten Spitze. So durften wir ihn also doch noch bestaunen.

Am 11.05.2014 fahren wir den „World Forgotten Highway“ in Richtung Lake Taupo.  Seit es die großen ausgebauten Straßen in Neuseeland gibt, wird dieser nur noch sehr wenig genutzt, da er ziemlich kurvig und bergig ist. Dafür ist hier sehr wenig Verkehr und wir genießen die wunderschöne landschaftliche Idylle … saftig grünes Weideland mit sanften Hügeln und dichte riesige Wälder … die meiste Strecke ist „Dirt Road“, also unbefestigte Straße und Klaus hat seinen Spaß … (ich natürlich auch 😉 ) Mitten auf der Strecke machen wir an einem Fluss Station für die Nacht.

Vom 12.-15.05.2014 sind wir am Lake Taupo, er liegt in der Mitte der Nordinsel und ist mit einer Oberfläche von 616 km²  Neuseelands größter See. Wenn man den See an einem warmen Sommertag sieht, sein klares blaues Wasser friedvoll in der Sonne glitzernd, erscheint er als einer der wunderbarsten idyllischen Plätze Neuseelands. Doch der Schein trügt. Taupo ist mehr als nur ein See. Es ist ein Vulkan dessen Kegel in einer der größten und verheerendsten Eruptionen auf diesem Planeten abgesprengt wurde.  Etwa 186 n.Chr.  soll die Eruption, die über mehrere Wochen andauerte, bis nach China und ins römische Reich zusehen gewesen sein.   Die „Crater of the Moon“ des nahe gelegenen Geothermalparks, den wir uns auch angeschaut haben, zeigen diese Kräfte mehr als deutlich in Geysiren, dampfenden Kratern und brodelnden Schlammlöchern. Wir laufen durch ein Gebiet wo es überall aus der Erde dampft und brodelt. Der Erdboden ist extrem warm.   Ein weiterer landschaftlicher Höhepunkt dort sind die „Huka Falls“ Wasserfälle, in denen mehr als 220.000 Liter pro Sekunde über die Klippen in die Tiefe stürzen. Sprudelnd glasklares Wasser mündet im türkisfarbenen Fluss.

Vom 15.-16.05.2014 sind wir in Matamata oder auch Hobbiton genannt! Dort ist der Movieset von „Herr der Ringe“ und „Hobbit“. Und als treue Freunde dieser Episoden freuen wir uns natürlich sehr darauf  den Original-Drehort, das Hobbitdorf im Auenland zu besichtigen. Wir werden mit einem Bus mit ca. 50 Leuten und einem Guide zum Ort des Geschehens gebracht. Denn ganzen Tag über fahren alle 30 Minuten solche Busse dahin. Es ist ein vielbesuchter Ort. Alles ist sehr gut organisiert, so dass man sich nicht gegenseitige auf die Füße tritt. Unser Guide ist ein junger fröhlicher Mann, der uns sehr viel Spaß bereitet mit seinen Anekdoten. Zwei Stunden spazieren wir durch das Hobbitdorf, wir sehen eine große Menge an Hobbithäusern, die in saftig grünem Hügelland eingelassen sind und leicht zu erkennen an ihren runden Eingangstüren. Die meisten „Häuschen“ gibt es hier gleich zweimal, einmal als normal groß, wenn die Hobbits gefilmt wurden (die ja eher kleinerer Natur sind) und einmal wurden die gleichen Häuschen in sehr viel kleiner gebaut, damit Gandalf als sehr groß erscheint, wenn er davor steht. Das ganze Dorf ist ein Idyll, jedes Häuschen ist wundervoll  dekoriert, richtig einladend, die kleinen gemütlichen  Terrassen und Gärten davor. Es gibt herrliche Gemüßegärten, einen See mit großer gebogenen Steinbrücke, an der eine Mühle ihr Rad dreht und ein uriges gemütliches Gasthaus in dem wir ein leckeres Hobbit-Bier serviert bekommen. Der Regisseur „Peter Jackson“ lässt extra ein eigenes Hobbit-Bier brauen, ein dunkles würziges und ein helles Pils … schmecken beide sehr gut. Wir laufen über dem Festplatz an dem Bilbo Beutlin seinen Geburtstag feierte und der Feuerdrache drüberflog. Macht eine Menge Spaß, dass alles einmal mit eigenen Augen zu sehen und auf den Spuren der Hobbits und Gandalf zu wandeln … 😎

16.-17.05.2014 bleiben wir in Cambridge. Unser Navi zeigt uns den Weg zum nächsten Campground, jedoch bedenkt es nicht, dass wir mit unseren 7,5 Tonnen Gewicht und einer Höhe von 3,67 m nicht über jede schmale Brücke fahren können. So kommt es, dass wir schon ziemlich spät am Abend vor so einer Brücke stehen, der Campground ist keine 500 m auf der anderen Seite entfernt, aber für uns unerreichbar. Also, hilft alles nichts, wir müssen einen riesen Umweg machen, um dorthin zu kommen. In Dunkelheit kommen wir an. Ein sehr exklusiver Campingplatz an einem See, gleich unterhalb ist ein Wassersport-Zentrum. Doch es ist keine einzige Menschenseele da. Wir stehen hier die ganze Nacht, auf einem riesigen Gelände völlig alleine. Wir albern noch, ob wir womöglich eine Erdbebenwarnung nicht mitbekommen haben. Am nächsten Morgen, wir sind immer noch komplett alleine hier, es liegen dichte Nebelschwaden über dem Gelände und es sieht ziemlich mystisch, fast schon ein bisschen gruselig aus … Doch wir genießen diesen atemberaubenden Anblick und die Stille … und Erdbeben hat es auch keines gegeben … 😉  Schon früh am Morgen tut sich was am Wassersport-Zentrum, Kajakachter machen sich auf zu ihrem Training auf dem Fluss. Ein emsiges Treiben … Wasserskier rasen über die Wasseroberläche …

Keine 30 km entfernt liegt Hamilton, da bleiben wir vom 17.-19.05.2014 und schauen uns dort die „Hamilton Gardens“ an. Eine Parkanlage, die eine ganze Menge unterschiedlicher Themengarten aufweist. Von japanisch, italienisch, modern bis zum Garten der Maori. Sehr schön anzusehen. Wir schlendern noch durch die Stadt und gehen wieder einmal Pizza essen. So gut wie die in Te Anau ist sie aber bei weitem nicht!

Dann machen wir uns auf den Weg nach Albany. Unser erstes Quatier als wir in Neuseeland ankamen und unser Sunimok noch nicht da war. Bed and Breakfast bei Lorraine und Alan Danks. Es ist fast wie heimkehren. Wir hatten damals ja genügend Zeit uns die Gegend um Auckland anzuschauen und so fahren wir an doch vertraute Orte und Stellen vorbei. Alan und Lorraine haben uns damals sehr unterstützt und geholfen bei einigen Organisationen und uns zum Weihnachtsfest eingeladen, wir haben sehr schöne Stunden bei Ihnen verbracht und so freuen wir uns sehr auf ein Wiedersehen mit ihnen. Bei unserer Ankunft kommt uns Alan schon entgegen gelaufen und begrüßt uns freudig, die kleine Emmi, der kleine Hund von der Tochter Lisa, den sie an Weihnachten als kleinen Welpen von 6 Wochen bekommen hat, kommt bellend auf uns zu, ganz schön groß geworden, die Kleine … Lorraine begrüßt uns herzlich und in diesem Moment kommt auch Lisa in den Hof gefahren. Sie laden uns ein mit Ihnen den Abend zu verbringen und von unserer Reise zu erzählen. Sie meinten, nun haben wir viel mehr gesehen von Neuseeland, als sie selbst als Neuseeländer. Ja, das kann schon gut sein 😀  Es kommt noch eine gute Freundin dazu, die auf dem Weg zur Hochzeit ihres Sohnes in Australien ist und die Nacht vor dem Abflug hier verbringt. Sie heißt Kay und ist schon wie damals Sue und Clive (die wir auch bei Alan und Lorrain kennen gelernt haben) sehr nett und unterhaltsam. Soviel englisch an einem Abend haben wir schon lange nicht mehr gesprochen und es macht richtig Spaß.  Kay wohnt in Mangawhai im Nordland und da uns nun unsere weitere Reise dort hinführt, lädt sie uns doch gleich zu sich ein, dass wir auf dem Rückweg unbedingt bei ihr vorbeischauen.  Wieder einmal mehr sind wir von der offenen  Art und Gastfreundschaft der Neuseeländer beeindruckt. Auch die Nachbarin kommt zur geselligen Runde dazu und wir unterhalten uns prächtig. Wir bekommen tolle Tipps für unsere weitere Reise.

Am nächsten Morgen geht es weiter auf  unserer Reise Richtung Nordland, Bay of Islands und Ninety Mile Beach. Unsere erstes Ziel ist ein Geheimtipp,  der Strand  bei  Te Arai. Wir sind überwältigt von so viel Schönheit. Wieder ein unendlich langer weißer feiner Sandstrand, kaum eine Menschenseele da, nur ein paar Surfer unterhalten uns mit ihren gewagten Sprüngen über die Wellen … herrlicher Sonnenschein, es ist schön warm und wir grillen uns ein köstliches Abendessen. Bis spät abends sitzen wir draußen und genießen den wunderschönen Sternenhimmel.  Der nächste Morgen (21.05.2014) begrüßt uns mit herrlich warmen Sonnenstrahlen und wir frühstücken am Strand … 😎 Klaus versucht sich mit Sandboarding, er hat sein Snowboard extra dafür von Deutschland mitgenommen. Doch die Dünen sind leider nicht steil genug, aber das soll sich am Ninety Mile Beach bessern. Aber nach all den Jahren, die er seither nicht auf dem Snowboard stand, macht er seine Sache richtig gut. Nach einem herrlichen Tag hier am Strand machen wir uns weiter nach Mangawhai. Klaus kauft sich noch eine andere Angel … eine kürzere für Flüsse und hofft weiter auf sein Anglerglück.  Ein schöner Ort, an dem wir noch einmal auf unserer Rückreise vorbeikommen, um Kay zu besuchen.

Am 22.05.2014  kommen wir nach Ruakaka am Bream Beach, auch an der Ostküste des Nordlandes gelegen. Wir fahren über den „Marsden Point“ zum „One Tree Point“ zu einem schön gelegenen Campingplatz direkt am Meer mit herrlicher Aussicht. Gehen am Strand spazieren, finden schöne Muscheln.

Über Whangarei bis raus zum Bream Head am Ocean Beach fahren wir am 23.05.2014, es findet sich hier keine passende Gelegenheit zum Campen und so geht es zurück nach Whangarei.  Im Yachthafen finden wir für diese Nacht Quatier. Ein schön gepflegter Platz mit einem sehr netten älteren Herrn, Wolly! Er ist ein uriger Seemann, humpelt ein bisschen auf seine alten Tage (wie das Seemänner so tun 😉) und erzählt uns ein bisschen von sich.  Es ist sehr nett hier. Klaus versucht immer noch im Angeln, leider nach wie vor ohne großen Erfolg.  Wolly meint, er kann es gerne hier versuchen, jedoch glaubt er kaum, dass er hier etwas fängt. Und was soll ich sagen … es gibt wieder einmal Fleisch. 😉

Vom 24.-26.05.2014 sind wir in Tutukaka, ein abgelegener kleiner Ort, der für seine Tauchausflüge bekannt ist. Im Januar soll hier die Hölle los sein, wenn es hier am wärmsten ist. Zurzeit ist es ziemlich ruhig, nur die hartgesottenen gehen jetzt Tauchen, wir gehören da nicht dazu und warten lieber, bis die Wassertemperaturen wieder angenehmere Grade erreichen. Ein schöner Yachthafen.

Dann machen wir uns am 26.05.2014 auf nach Oakura bei Whangaruru Harbour. Wir fahren wieder sehr viel offroad, Klaus ist in seinem Element … und wir bestaunen die schöne Landschaft. Wir fahren durch Weidelandschaften und dichten Wäldern und kommen an großartige Buchten, eine schöne als die andere. Wir übernachten in einer herrlichen Bucht und Klaus holt erneut die Angel raus …

So langsam neigt sich unsere Reise durch Neuseeland dem Ende zu, mit ein bisschen Wehmut schauen wir unserem Abschied Mitte Juni entgegen.

NEUSEELAND … von Meer umgeben … das Land der Camper (und Rasenmäher 😀 überall und immer ist jeder Rasen hier vorbildlich gemäht!) … das Land der Angler … fast jeder besitzt hier ein Boot … Alles ist hier andersrum!!! Die Sonne geht im Westen auf und im Osten unter ... denkt man als Europäer, aber hier steht die Sonne im Norden und so wandert die Sonne von rechts nach links ... wenn ihr schlafen geht, stehen wir hier auf … die Auto´s fahren auf der linken Straßenseite, es giltet hier „links vor rechts“ und auf der Autobahn überholt man auf der rechten Spur … im Norden ist es wesentlich wärmer als im Süden … bei euch zuhause beginnt der Sommer und hier wird es Winter … am anderen Ende der Welt …

Ein wunderschönes atemberaubendes Land mit sehr lieben und aufgeschlossenen Menschen!!!

 

Freitag, 9. Mai 2014

24.04.2014:

Wir fahren von Akaroa nach Christchurch, die letzten Tage hat es hier sehr sehr viel geregnet und Erdrutsche und Schlammlawinen haben sich über die Straßen ergossen, Bäume wurden entwurzelt und versperren die Wege, überall sind Arbeiter  mit schwerem Gerät und räumen auf.

In Christchurch fahren wir zum Flughafen, dort bei der Poststelle holen wir unser Paket aus Deutschland ab.  Es klappt alles prima und wir bekommen es ohne Schwierigkeiten. Wir machen uns gleich auf den Weg weiter nach Hanmer Springs, es wurde uns erzählt, dass es dort auch eine große Anlage mit Hot Pools geben soll. Nichts wie hin … und genießen! 😀 Wir bleiben drei Nächte. Die Reparaturarbeiten am Unimog werden erledigt und am Abend gehen wir ins Ort bummeln und lecker thailändisch essen. Am nächsten Morgen ist draußen alles weiß gefroren, es gab den ersten Nachtfrost und es ist wirklich ungemütlich frisch. Nachdem es auch noch geregnet hat, gibt die Sonne ihr bestes und wir werden mit einem wunderschönen großen Regenbogen über unserem Sunimok entschädigt. Heute wollen wir uns in den Hot Pools verwöhnen lassen, die Sonne setzt sich durch und es wird doch noch ein schöner sonniger Tag. Wir genießen die heißen Pools und lassen uns massieren. Mmmmhhh … immer wieder schön!

Am 27.04.2014 geht es weiter nach Kaikura, einem netten Küstenort an der Ostküste. Wir erkunden die Gegend per Pedes. Ein atemberaubendes Panorama, wir blicken von saftig grünen Wiesen auf schneebedeckte Berge und türkisblaues Meer. Wir buchen eine Wal-Schiffstour für den nächsten Tag, aber leider wird diese abgesagt, da das Meer zu stürmisch ist, schade, aber vielleicht auch besser für mich, man bedenke … meine Neigung zur Seekrankheit … Also fahren wir raus auf eine Landzunge. Auch hier wieder wunderschöne Eindrücke, herrliche Natur, wildes Meer und Seelöwen, die sich in der Sonne tummeln. Auf unserer Weiterfahrt  nach Blenheim finden wir den Imbisswagen „Nin´s Bin“, er wird im Internet hoch gepriesen. Hier kann man ganz vorzüglich „Greyfish (Hummer) und Grünlippenmuscheln“ speisen. Wir genießen diese Köstlichkeiten direkt am Strand. Frisch gestärkt geht es weiter. In Blenheim nehmen wir am 1. Mai an einer Weintour teil. Wir werden mit ein paar anderen Touris zu verschiedenen Weingütern gefahren und machen ein paar leckere Weinproben, zum Abschluss geht es noch in die kleine Schokoladenfabrik „Makana“, die Schokolade in allen möglichen herrlichen Variationen noch von Hand kreieren. Ooohhh … war das lecker!!!  Blenheim ein endlos weites  Weinanbaugebiet, so weit das Auge reicht, Weinreben in den herrlichsten Herbstfarben, wunderschön anzusehen.

Den Nelson Lake Nationalpark erreichen wir am 2. Mai. An einem idyllischen See namens „Rotoiti“ bleiben wir für eine Nacht. Auch hier wieder ein herrliches Panorama mit schneebedeckten Bergen, der See und drumrum der Regenwald und die Sonne lacht.

Am 4. Mai geht unsere Fähre zurück auf die Nordinsel und so machen wir uns auf den Weg nach Picton. Die Marlborough-Sounds … wieder beeindrucken sie uns … wir übernachten in einer kleinen Bucht … wir sind uns einig … Neuseeland ist ein ganz wunderbares Land mit unbeschreiblicher Natur, aber die Marlborough-Sounds haben uns mit der Golden Bay im Abel Tasman Nationalpark besonders beeindruckt. Die Überfahrt nach Wellington ist recht angenehm, leider ist das Wetter nicht so toll. In Wellington kommen wir am Abend um 17.30 Uhr an und buchen uns wieder in dem Campground direkt in der Stadtmitte für zwei Nächte ein. Diesmal ganz ohne Probleme, der Wärter fragte, ob wir denn nicht schon mal hier waren, an unser Gefährt könne er sich noch erinnern. Es regnet den ganzen Tag, um die Ecken pfeift der Wind, manchmal könnte man meinen,  ein Hochdruckreiniger reinigt die Straßen, mit so einer Wucht prasselt der Regen herab. In der Nacht zieht Sturm auf (very windy Wellington) und es wird so heftig, dass ich Angst habe, dass unser Sunimok kippt. Ich kann nicht schlafen und ziehe eine Etage tiefer, auf unsere Couch im „Wohnzimmer“ 😉 … da schaukelt es nicht ganz so doll. Es war wirklich sehr stürmisch, immer wieder  wurde unser Sunimok aus den Federn gehoben und manchmal glaubte ich, die Räder heben vom Boden ab. Es knarzte und pfiff die ganze Nacht.

Am 6. Mai kommen wir nach Whanganui an der Westküste, schwarzer Sandstrand und rauhes Meer. Wir genießen die angenehmen Temperaturen. Es ist wirklich so, hier auf der Nordinsel ist es doch gleich ein paar Grad wärmer und so frühstücken wir im Freien bei 20 Grad Sonnenschein.

Am nächsten Tag wollen wir zum Mount Egmont, ein Vulkan, der zuletzt ca. 1856 ausgebrochen ist. Die Gegend erinnert an das Allgäu, weites Weideland, saftig grün und jede Menge Kühe.  Leider macht uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung und der Vulkan bleibt in einer Wolkenwand uns verborgen. Naja, mal abwarten … vielleicht bekommen wir ihn die nächsten Tage doch noch zu sehen und so bleiben wir in einem sehr gepflegten Campground in Oakura für drei herrliche Nächte an einem wunderschönen langen schwarzen Strand und lassen es uns einfach gut gehen. Der Eigentümer hier ist so freundlich … er schenkt uns einen Hummer (wir sollen es aber nicht weiter erzählen   )… den wir uns am Abend selber lecker zubereiten … ein Festessen!

23. April 2014

7. April 2014:

Zum Abschied von der Possumlodge, der letzte Campground in Manapouri, werden wir von der Besitzerin gefragt, ob sie ein Foto von uns mit unserem Sunimok machen darf, um es auf ihrer Facebook-Seite zu posten. Natürlich! Wir wurden schon so oft fotografiert und sind echt mal gespannt, wie oft wir noch das ein oder andere Foto von unserem Gefährt im Internet zufällig entdecken. Ganz zu Beginn unserer Reise in Neuseeland, waren wir bei Lorraine und Alan im Bed and Breakfast, und die haben ein paar Wochen nach uns wieder Gäste gehabt, die ihnen Fotos gezeigt haben und da war auch unser Sunimok dabei, den sie auf ihrer Reise in Wellington fotografiert haben, ohne dass wir es bemerkt hatten. Und so kam es, dass wir unseren Sunimok ganz zufällig in Facebook wiederfanden … 😲

Te Anau ist ein ganz herrlicher Ort, liegt direkt an einem großen See “Lake Te Anau“ und ist sehr schön angelegt und gepflegt. Auch hier kann man jede Menge Abenteuer erleben … von Helicopter- oder Wasserflugzeug-Flügen über Jetboattouren, Glühwürmchenhöhlen besichtigen, und natürlich jede Menge Bootsausflüge an besondere Orte. Wir beschließen eine Jetboat-Tour mitzumachen. Wir düsen über den River, der den Lake Manapouri mit dem Lake Te Anau verbindet, mit Speed drehen wir uns um unsere eigene Achse, das bringt Fun. Der Jetboat-Pilot zeigt uns Orte an denen „Der Herr der Ringe“ gedreht wurde, verschiedene Kulissen von Bootsszenen usw. … stimmt, und als wir danach den Film zum ixten Mal anschauen, erkennen wir die Kulissen wieder. Der Campground hier ist superklasse! Sogar die Bäder sind beheizt und sehr sehr sauber, und das kann man angesichts dessen, dass hier nun der Herbst Einzug hält und es doch manchmal schon ziemlich frisch ist, wirklich gut vertragen. Am nächsten Tag fahren wir mit einem Schiff zu den Glühwürmchen-Höhlen. Es ist schon beeindruckend, wie es im Innern eines riesigen Berges aussieht. Unzählige Höhlengänge wurden durch Massen von wild tosendem Wasser ausgespült, Wasserfälle und rauschende Bäche fließen durch … wir laufen ein Stück durch die Höhlen und kommen zu kleinen Ruderbooten, darin schippern wir auf dem Wasser, es ist stockfinster … und da sind sie … wie Millionen kleiner blauer Sterne leuchten sie über uns … die Glühwürmchen … es ist total romantisch und hat auch etwas mystisches … Auch die Schifffahrt ist sehr schön, das Fjordland … immer wieder beeindruckend. Abends bummeln wir durch das nette Städtchen und gehen zu einem Italiener Pizza essen … mmmmhhhh, war das lecker! Das war die beste Pizza, die wir je in Neuseeland gegessen haben.

Am nächsten Tag geht es weiter Richtung Milford-Sound, auch ein „Arm“ vom Ozean, der im herrlichen Fjordland liegt.

Wir machen eine Nacht Rast auf einem Freecamp irgendwo in freier Natur und fahren frühmorgens weiter. Machen Halt an den Mirror-Lakes, die Spiegel-Seen, in denen sich die Berge spiegeln mit ihren schneebedeckten Gipfeln. Und kommen zum Hommer-Tunnel, er ist 1,2 km lang, sehr schmal und dunkel, und in der Höhe gerade so, dass wir mit unserem Unimog durchkommen. Auf der anderen Seite liegt der Milford-Sound. Wir buchen auch hier eine Schiffsfahrt durch den Sound. Es ist wesentlich touristischer hier, als im Doubtful-Sound, es ist ja auch ein Muss jeder Neuseelandreise. Ein Geheimtipp der Kiwi´s ist allerdings der Doubtful-Sound. Und was soll ich sagen, sie haben Recht. Der Milford-Sound ist zwar sehr schön, mit einigen Wasserfällen und herrlichen Bergen in saftigen Grün, aber der Doubtful-Sound ist um einiges prachtvoller und wesentlich länger, mit noch mehr spektakulärer Kulisse. Gut, dass wir einen direkten Vergleich nehmen durften … und so geben wir den Geheimtipp der Kiwi´s weiter … der Doubtful-Sound! Wir bleiben nur eine Nacht in Milford, da das Wetter schlechter wird. Bei der Rückfahrt durch den Tunnel müssen wir an der Ampel warten und da entdecken wir einen „Kea“, einen neuseeländischen Papagei. Er sitzt direkt an der Straße auf einem Busch und futtert. Ich kann mich ihm bis auf 2 Meter nähern, um ihn zu fotografieren. Es sind ganz besondere Spitzbuben die Kea´s … sie knabbern mit Vorliebe an geparkten Auto´s herum, vor allem Gummiteile und Dichtungen finden sie besonders aufregend und so kann es schon mal sein, dass man keine Wischerblätter mehr hat, wenn man zu seinem Auto zurück kommt. Er ist ca. 30-40 cm groß und hat ein bräunlich-grünes Federkleid und wenn er seine Flügel schwingt schimmert er in allen Regenbogenfarben. Der Rückweg führt wieder durch Te Anau und wir beschließen, hier noch einmal Pizza zu essen 😉 … und eine weitere Nacht auf dem Luxus-Campground zu verbringen.

Am 13. April 2014 machen wir uns weiter zum Mount Cook. Wir kommen wieder an Queenstown vorbei, wo Paraglider am Himmel schweben und ich schwelge in herrlichen Erinnerungen. Wir fahren am Lake Wakatipu entlang, und wieder beeindruckt uns eine herrliche Landschaft bei strahlend blauem Himmel. Wir fahren bis nach Twizel und campen am Lake Ruataniwha, es ist ziemlich kühl hier. Tags drauf fahren wir bis zum Fuße des Mount Cook am Lake Pukaki, das Wetter ist leider schlecht, es hat sich zugezogen und die Sicht auf den monumentalen Berg bietet sich uns nur kurz. Wir laufen auf einen Berg und kommen an den Gletschersee, man sieht die Eiswand am Ende des Gletschers, sie schimmert bläulich, und Eisbrocken auf dem See schwimmen. Ein paar grüne Seen liegen auf dem Weg – grün, weil sie von Regenwasser gefüllt sind. Gletschwasser ist blau. Die ganze Nacht regnet es und wir sind froh so ein warmes und behagliches Zuhause zu haben.

Vom 15.-17.4.14 sind wir am Lake Tekapo, auch ihn könnte man Spiegelsee nennen, unglaublich, wie schön sich die wunderschöne Landschaft darin spiegelt. Heute ist hier Mondfinsternis … und die Gegend hier ist für seinen brillianten Sternenhimmel bekannt. (Ein Video dazu kannst du in unseren Neuigkeiten anschauen). Aber leider zieht sich der Himmel zu … und es regnet … Also nutzen wir das Sauwetter für einen Wellnesstag in den heißen Quellen … mmmmhhh … herrlich … wir lassen uns massieren, Hot Stone usw., und das kosmetische Wellnessprogramm wird auch in vollen Zügen genossen. Hat schon was … so ein verregneter Tag … am Ende sind wir total entspannt … 😀

Nach zwei Nächten machen wir uns auf den Weg nach Christchurch, die Stadt, die vor vier Jahren durch Erdbeben zum Teil zerstört wurde. Man kann immer noch Ruinen als Zeugen sehen und es wird viel gebaut. Die Cathedrale ist ziemlich zerstört und ihre Reste werden von Stahlträgern gestützt. Wir schlendern durch die Containerstadt, die nun statt der Häuser hier aufgebaut wurde, behelfsmäßig sind hier Restaurants und Geschäfte untergebracht. Das Ganze wird als touristischer Ort vermarktet. Wir warten hier auf ein Paket aus Deutschland mit Ersatzteilen für unsere Einrichtung im Sunimok, die im Laufe der vielen Offroadstrecken das Ein oder Andere etwas überstrapaziert hat. Unsere liebe Michaela hat das für uns organisiert. Aber leider ist es noch nicht eingetroffen und so fahren wir raus auf die Halbinsel nach Akaroa. Wir fahren wieder über Berge kommen an eine herrlich große Bucht, der Sommerfrische der Neuseeländer. Ein idylischer Ort von französischem Flair. Wir bleiben drei Nächte und genießen die saftig grüne Gegend, wie im Auenland. Sanfte  grüne Hügel umgeben uns. Und wir erfahren, dass nun unser Paket abholbereit ist, drum machen wir uns morgen auf den Weg zum Flughafen in Christchurch und holen es ab. Es wird ein Tag der Reparaturen werden.

 

 

Montag, 7. April 2014

23. März 2014:

Franz-Josef … ein kleiner beschaulicher Ort am Fuße des gleichnamigen Gletscher´s, der nur durch den Tourismus existiert und lebt. Wir campen auf dem Rainforest Campground. Schon lustig, wir im Regenwald und ganz in der Nähe der Gletscher. Wir bleiben hier drei Nächte, erkundigen uns zwecks Gletscherwanderung, aber das Wetter ist nicht so gut für einen Flug über den Gletscher und so beschließen wir nur bis zum Gletscher zu laufen und den Fox-Gletscher, nicht weit entfernt, in den nächsten Tagen genauer zu erkunden. Schon beeindruckend, am Fuße eines Gletschers zu stehen.


28.03.14:

Wir buchen einen  „Helihike“ am Fox-Gletscher, fliegen mit dem Hubschrauber über den Gletscher, landen darauf und machen dann eine geführte Gletscherwanderung durch Eishöhlen und Gletscherspalten. Der Flug ist wieder einmal toll (ich liebe das Fliegen 😀 … ) Dann geht’s raus, wir werden mit dem Nötigsten versorgt, besondere Stiefel mit Eisspikes dran, Wanderstock … warm eingepackt laufen wir los. Mit den Spikes kommt man sehr gut zurecht auf dem Eis. Wir steigen in Gletscherspalten … ein wunderschönes Licht umgibt uns … in den kuriosesten Formationen zeigt uns sich das Eis. Wir stiefeln durch eiskaltes Wasser, welches zum Teil durch die Gletschspalten fließt und unumgänglich ist, kommen an Eisseen tief unten im Eis und sind einfach nur beeindruckt … wir haben strahlend blauen Himmel und das Eis glitzert ebenso in wunderschönen Blautönen. Unsere Füße sind nach einiger Zeit eisig kalt … selbst Klaus seine, was mir fast wir ein Wunder erscheint 😉 … aber es geht immer weiter … trotz allem frieren wir nicht. Vier Stunden dauert der gesamte Helihike. Als wir wieder unten im Tal landen und unsere nassen Stiefel ausziehen, werden unsere Füße blitzschnell ganz warm …

30.03.14:

Unsere Reise geht weiter über den Haast-Pass, sehr schöne Wasserfälle auf dem Weg, zum Bluepool laufen wir über eine Hängebrücke, kristallblaues klares Wasser und treffen dort nach mehreren Wochen zufällig wieder das Pärchen aus Frankreich, auch Donald haben wir auf unsere Reise nach mehreren Wochen wieder zufällig getroffen, ein junger Mann, der Neuseeland komplett mit dem Fahrrad erkundet hat, bei den vielen Bergen hier, wirklich eine Meisterleistung!

2. April 2014:

 In Queenstown machen wir zwei Tage Halt, eine nette kleine quirlige Stadt. Und ich habe es getan … mein erster Paragliding-Tandemflug  … ich wollte das schon immer einmal machen und hier in Queenstown, die Stadt der Abenteuer-Aktivitäten, war der richtige Ort und die richtige Zeit dafür. Es war toll … ein paar Schritte anlaufen und dann … schweben 🙃 … herrlich … ich gleite mit dem Wind dahin … weit oben über der Stadt … ein supertolles Gefühl … wieder ist ein Traum für mich in Erfüllung gegangen 🤩 … und es war mit Sicherheit nicht der letzte Paraglideflug!

Wir kommen zu der Brücke, wo sie sich reihenweise in die Tiefe stürzen. Hier begann das neuseeländische Abenteuer Bungi-Jumping. Es ist eine Menge los, mit dem Kopf voraus in den eiskalten River, das wäre nichts für uns ...

03.04.14:

Voller Adrenalin und glücklich geht unsere Fahrt weiter nach Dunedin. Eine nette größere Stadt im Südosten. Wir bleiben zwei Nächte, bummeln durch die Stadt und machen eine sehr schöne vierstündige historische Zugfahrt mit dem "Taieri George Railway", an Orte, die man nur mit diesem Zug erreicht.

Unsere Fahrt geht weiter Richtung Invercargill … Schafe, Schafe, Schafe … 45 Millionen leben hier auf Neuseeland … und ich glaube, die meisten hier unten im Süden der Südinsel. Eine zerklüftete Landschaft bietet sich uns, manchmal glaubt man in der Schweiz zu sein, kurz drauf in der Toskana … sehr abwechslungsreich. Wir machen für eine Nacht einen Zwischenstopp in Gore, dort werden wir, wie schon so oft zuvor, von der Polizei angehalten. „What´s that?“, fragen sie uns erstaunt. So ein Gefährt haben sie noch nie gesehen … :-D … das hören wir ständig … sie sind wie alle hier sehr freundlich und erkundigen sich genauer über unseren Sunimok und unsere Reise, wünschen uns noch viel Spaß „enjoy your Trip“.

04.04.14:

Invercargill, die südlichste Stadt Neuseelands, begrüßt uns mit Regen, alles grau in grau, wir bleiben nur eine Nacht, machen alltägliche Erledigungen, füllen unsere Vorräte auf und fahren dann weiter ins Fjordland an den Manapouri-Lake.

6. April 2014:

Wir laufen einen Track durch den Busch, ein herrlicher Wald, dann wird der Weg immer schlechter, wir müssen durch Matsch waden und es wird immer anspruchsvoller, langsam fragen wir uns, wann wir denn endlich den Aussichtspunkt erreichen. Unterwegs treffen wir zufällig zwei Jäger, wir fragen sie, wann wir zum Aussichtspunkt kommen, sie erklären uns,  dass wir komplett vom Weg abgekommen sind, wir haben eine Abzweigung verpasst, weil da jemand das Schild boshafterweise entfernt hat. Aus der geplanten 8 km Tour werden dann mehr als 14 km und wir müssen uns sputen, dass wir wieder rechtzeitig zurück zu unserem Taxiboot kommen, damit wir von der Insel zurück zu unserem Unimok kommen. Wer weiß wo wir diese Nacht verbracht hätten, wenn wir nicht die Jäger getroffen hätten … aber so joggen wir fast den ganzen Weg zurück und es ist alles gut gegangen … Tags drauf fahren wir mit einem Schiff durch den Doubtful-Sound. Morgens um 7.30 Uhr geht’s los, wir überqueren den Manapouri-See, besichtigen ein großes Wasserkraftwerk, das tief in einen Berg gebaut wurde und fahren mit dem Bus weiter zum Doubtfulsound am Ozean. Es wird eine herrliche Bootsfahrt bei strahlendem Wetter … eine beeindruckende Fjordlandschaft zieht an uns vorüber … wir lernen Sonja und Matthias aus Freiburg kennen, sie sind für acht Monate unterwegs in der Weltgeschichte, ein sehr nettes Paar. Drei Nächte haben wir hier verbracht, morgen geht´s weiter nach Te Anau …

 

 

20.03.2014

24.02.2014

Die Überfahrt mit der Bluebridge-Fähre auf die Südinsel war sehr schön, wir hatten herrliches Wetter, der Seegang war zeitweise etwas heftig, so dass mir ein bisschen mulmig wurde 🤒, aber ich konnte es trotzdem genießen. Die Fahrt durch die Marlborough-Sounds war atemberaubend. Herrliche Fjorde säumen den Weg. Alles ist üppig saftig grün, das Meer türkis und der Himmel blau. Wir kommen auf der Südinsel in Picton an, fahren ein paar Kilometer außerhalb Richtung Blenheim und bleiben da auf einem Freecamp für zwei Nächte, da wir am Unimog den Dachgepäckträger unterbauen und stabilisieren müssen. Wir lernen hier Myles kennen, er ist Maori und Oposumjäger, der hier seiner Arbeit nachgeht, indem er nachts im Busch Oposum schießt, die sind hier in Neuseeland eine große Plage. Es sind eigentlich ganz putzige Tierchen, die man oft nachts sieht, sie sind auch nicht gefährlich oder so, aber sie zerstören die Natur und jagen einheimische Tiere, die dadurch vom Aussterben bedroht sind. Eigentlich wurden sie vor einiger Zeit wegen ihres schönen Fells nach Neuseeland geholt, aber sie haben sich derart vermehrt …

Myles ist sehr freundlich, wir unterhalten uns gut mit ihm und laden ihn zum Abendessen ein. Als er erfährt, dass wir etwas an unserem Unimog reparieren müssen, bietet er uns an, mit Klaus am nächsten Tag nach Picton zu fahren, um im Baumarkt entsprechendes Material zu besorgen. Auf dem Weg dorthin finden sie unterwegs auf einer Baustelle das passende Material und dürfen es einfach so mitnehmen. Praktisch und günstig

Wir müssen den Dachgepäckträger unterbauen. Durch das viele Offroad-fahren drohte der Träger durch das Dach zu brechen, Klaus möchte das mit einer Holzplanke unterlegen und stabilieren. Ein arbeitsreicher Tag steht an, aber am Ende sind wir zufrieden und hoffen, dass es hält.

Dann machen wir uns auf den Weg in die Marlborough-Sounds. Auch hier wieder jede Menge offroad auf dem Queen Charlotte Drive. Eine herrliche Gegend, wir machen Halt in einem wunderschönen Fjord, direkt am Meer. Als wir am nächsten Morgen aufwachen und zum Fenster raus schauen, begrüßen uns Delfine mit einem fröhlichen Wasserspiel … soooo toll! … na das geht ja hier gut los 🙃

Wir fahren weiter rein in die Marlborough-Sounds und kommen an herrliche, abgelegene und einsame Orte. Wir campen wild und angeln. Ewig kein Fisch am Haken und dann da die Angel biegt sich hoffnungsvoll, Klaus holt die Angel ein und hat doch tatsächlich einen Fisch am Haken … aber leider nicht sehr groß … das Mindestmaß ist bei 35 cm festgesetzt, alles was kleiner ist muss wieder zurück ins Meer freigelassen werden. Er ist ca. 25 cm und so versuche ich ihm wieder den Haken aus dem Maul zu entfernen. Ich mach das das erste Mal, er windet sich sehr, ich versuche schnell, jedoch einigermaßen zärtlich den Haken aus seinen Kiefer zu holen. Ich schaffe es und er schwimmt geschockt aber sicher glücklich wieder davon. Naja, das war es dann für die nächste Zeit mit dem Anlgerglück … seitdem hat nichts mehr angebissen 😉

Wir verbringen mehr als eine Woche in den Sounds. Anfang März kommen wir nach Nelson auch hier bleiben wir zwei Nächte, es ist eine kleine nette Stadt mit vielen Geschäften und Bar´s. Wir lernen eine Menge Deutsche kennen, sogar aus Niedernberg treffen wir ein Pärchen, die kennen sogar Klaus 🤩 … so klein ist die Welt.  Dann geht es in die Golden Bay nach Takaka und über Collingwood zum Farewell Spit, der nördlichste Zipfel der Südinsel. Es ist eine riesige kilometerlange Sandbank mit über  20 Meter hohen Dünen, wir laufen durch die Dünenlandschaft, man könnte meinen, man ist in der  Wüste, weit und breit nur Sand, soweit man sehen kann. Wir wandern auf Felsklippen, weit oben über dem Meer, ein herrlicher Blick, wir sehen Seehunde, die sich am Ufer in der Sonne reckeln.

Weiter geht’s ins Whanganui-Inlet. Auch hier campen wir wild direkt am Meer, das Wasser platscht tosend an die Küste und die Berge drum herum geben dem Ganzen einen spektakulären Eindruck. Wir lernen Peter kennen, er wohnt hier und ist von unserem Sunimok ganz begeistert. Er erzählt uns, dass er erst vor drei Wochen von einer 6-jährigen Weltumseglung zurückkam. Wow! Beeindruckend!

Wieder zurück an der Golden Bay fahren wir offroad durch den Abel Tasman Nationalpark bis nach Totaranui. Wow! Wir werden von einer großen herrlichen Bucht begrüßt, mit goldenem Sand, wunder wunderschön … 😎Es ist schon beeindruckend, welch unbeschreibliche Landschaft dieses Land aufweißt. Immer wieder anders und immer wieder atemberaubend schön. Alles ist noch sehr naturbelassen, es gibt keine Hotelklötze an den Stränden, meist sind es sehr schöne idyllische Campingplätze mit ein paar Lodges. Die Straßen sind zu einem großen Teil nur Schotterpisten. Mal sehen, wie lange das hier noch so unberührt bleibt, wir denken, das wird sich in den nächsten Jahrzehnten evtl. auch ändern.

 Am 15. März machen wir uns auf den Weg zur Westküste, ca. 300 km entfernt. Unterwegs campen wir bei Woodstock. Das Wetter wird schlecht, es schüttet zwei Tage ununterbrochen, so machen wir es uns eben in unserem fahrenden Zuhause gemütlich, auch schön

Am 17.03.14 kommen wir in Westport an, auch hier regnet es. Aber am nächsten Morgen ist wieder eitel Sonnenschein. Wir fahren nach Punakaiki und laufen einen herrlichen Track am River entlang. Am Strand finden wir beim Spaziergang während des Sonnenuntergangs eine ganze Menge Jade-Steine, wir hatten davon gelesen, aber nicht geglaubt, dass wir selbst welche finden. Sogar einen in Herzform … den nehm ich mit 😘

Hier gibt es die Pancake-Rocks, das sind Felsformationen, die vom Meer so ausgewaschen wurden, dass es aussieht, als wären jede Menge Pfannkuchen aufeinander gestapelt. Und das Blowhole, ein großes Loch in der Felsformation, durch dass das Wasser von unten herauf spritzt. Delfine surfen mit den Wellen. Die Westküste ist sehr beeindruckend, ewig lange Strände, wildes Meer, viel Treibholz, kaum Muscheln, dafür Massen von Jade und herrliche Sonnenuntergänge.

In Hokitika bleiben wir auf einem sehr noblen Campingplatz für zwei Tage und genießen den Strand. Morgen geht es weiter Richtung Franz-Josef-Gletscher.

 

 

 

Samstag, 22. Februar 2014

10.02.2014:

Eigentlich wollten wir uns heute mit dem Selfcontained Officer in Hastings treffen, aber das Date hat nicht geklappt. Also müssen wir weiter suchen, um an unseren Aufkleber für den Unimog zu kommen.

Nachdem wir uns von Lizzy, Janie, Richard und ihren ganzen Tieren, einschließlich Scooti und Yoshi, den zwei Hunden, herzlichst verabschiedet hatten, ging unsere Tour weiter gen Süden. Nach Martinborough, einem Weingebiet.

Wir sind nun Mitglieder im Neuseeland Campingclub (NZMCA), das bringt uns eine Menge Vorteile. Als Postadresse haben wir den Campground in Martinborough angegeben, damit uns dorthin unser Clubausweis und alle weiteren Unterlagen geschickt werden können.  Als wir dort ankommen ist noch keine Post für uns da, auch am nächsten Tag – nichts … warten … hoffentlich, klappt das mit der Post … und siehe da, am dritten Tag ist es da … prima! Dafür mussten wir aber hier zwei Nächte bleiben … wir machen es uns gemütlich und relaxen mal ein bisschen … schlendern ein bisschen durchs Städtchen und kontaktieren einen Selfcontained Officer , der kommt zwar zum Campingplatz, aber auch er kann uns nicht die Zertifizierung unseres Unimogs abnehmen. Mann, ist das kompliziert. Wenn wir diesen Aufkleber nicht haben, dürfen wir nicht so einfach wildcampen bzw. freecampen.  Also suche ich im Internet den nächsten Officer.  Diesmal in Wellington, die Hauptstadt von Neuseeland, da muss es doch klappen … der Erste schreibt uns, dass er selbst zurzeit auf Reisen ist, der Zweite, dass die Zertifizierung von zwei unabhängigen Officer durchgeführt werden muss  und auch der ist auf Reisen. Dann haben wir endlich einen weiteren ausfindig gemacht.  Ein Aufwand!!! Wir haben ein Date J . Von Martinborough aus geht es nach Castelpoint ans Meer. Ziemlich windig da, aber sehr schön. Herrlich türkisblaues Meer, oben ragt ein schöner weißer Leuchtturm und von den Felswänden aus können wir einen richtig großen Hai im Meer schwimmen sehen. Angler fischen einen kleinen Hai nach dem anderen heraus.  Am Sandstrand drehen wir ein paar Runden mit unserem Sunimok, diesmal  ist der Boden fest und es macht großen Spaß. Wir fahren weiter an der Küste entlang und bleiben an einem einsamen Strand. Es ist auch hier sehr stürmisch, das Meer ist wild – herrlich. Und ich finde hier am Strand meine ersten Paua-Muscheln – wunder wunder schöööön. Es sind sooo viele, dass ich mich kaum entscheiden kann, welche ich mitnehme. Die Nacht ist stürmisch und wir werden wieder einmal in den Schlaf geschaukelt. Am nächsten Tag geht es weiter an den Wairarapa Lake. Eine ziemlich braune Brühe, nicht gerade berauschend, nach all den schönen blauen Seen, die wir bisher gesehen haben. Wir bleiben für eine Nacht und dann fahren wir nach Palliser Cape, dem südlichsten Punkt der Nordinsel. Wow!!! Welch herrlicher Ort …  Seehunde mit ihren Babies leben hier, wir können uns ihnen bis auf drei Meter nähern und beobachten sie, wie sie fröhlich im Wasser planschen und mit den Wellen spielen, toll! Und ich finde weitere wunderschöne große Paua-Muscheln, die nehm ich alle mit ;-)   Zweihundertfünfzig Stufen führen zum Leuchtturm, von da aus haben wir eine unbeschreibliche Aussicht übers Meer.  Als wir in die nächste Ortschaft einfahren, steht da am Strand auf einem großen Kieshaufen ein Pavillon in dem ein paar junge Leute sind. Sie drehen sich alle nach uns um, wir fahren mit dem Sunimok zu ihnen runter an den Strand. Sie jubeln uns entgegen, rufen uns zu sich und fragen uns „was ist das?“, sie sind begeistert von unserem Gefährt, haben so etwas noch nie zuvor in Neuseeland gesehen. Laden uns zu einem Bier ein, schauen sich unseren Sunimok ganz genau an und wir sind gleich mittendrin im Geschehen. Überall stehen große Traktoren und Bottsanhänger herum, alte Bulldozer, zum Teil lustig mit Gesichtern bemalt, wie in dem Film „Cars“. Hier findet an diesem Wochenende ein großer Fischercontest statt. 120 Boote fahren drei Tage hintereinander raus, um den größten Fisch zu Angeln. Und die Jungs hier lassen die Boote mit großen Traktoren ins Wasser und holen sie am Abend wieder heraus. Sie sind alle sehr nett und Scotty lädt uns für den Abend zum Fest ein, das anlässlich dieses Contestes einmal im Jahr stattfindet. Die Angler kommen zurück und es werden große Fische stolz präsentiert und gewogen. Auf dem Fest werden die besten Fischer gekürt. Brent spricht uns an, er ist aus Wellington und nimmt auch am Angelwettbewerb teil. Wir plaudern den ganzen Abend miteinander  (das geht nun immer besser mit unserem Englisch ;-) …) Wir sind begeistert von dem Umtrieb hier und haben eine Menge Spaß. Am Morgen werden wir von Brent und seinen Freunden mit einer ganzen Mengen Fischfilet versorgt, noch bevor sie wieder rausfahren zum Angeln. Hmmm lecker … die bereiten wir uns vorzüglich zu. Wir verbringen den Tag am Strand, fahren noch mal zu den Seehunden und bekommen dort von einem Taucher eine frische lebende Paua-Muschel geschenkt. Sie ist so groß, wie eine Hand und ihr Fleisch ist komplett schwarz.  Die soll besonders köstlich schmecken, er erklärt uns, wie man sie zubereitet. Ok, wir wollen es heute Abend ausprobieren … nehmen die Paua mit und legen sie im Unimog zu meinen Füßen. Als ich wieder nach ihr schaue, hat sie sich umgedreht und an der Fußmatte festgesaugt, sie lebt und versucht zu überleben. Sie tut mir leid und ich mache ihr in einer Tupperbox ein kleines Aquarium. Es ist sehr interessant ihr zu zuschauen, wie sie sich bewegt und reagiert. Sie spritzt Wasser aus ihren Muschelöffnungen und ich fange an Sympathie für sie zu entwickeln. Ich nenne sie Paula ;-) … und Tiere, die einen Namen haben isst man nicht! Also beschließe ich, ihr wieder die Freiheit zu schenken und bringe sie zurück ins Meer. Es ist ein gutes Gefühl! Klaus kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.  Am Abend treffen wir  wieder Scotty und seine Jungs, er meint, dass er uns einen supertollen Stellplatz für die Nacht zeigen will, ganz oben auf den Bergen, mit einem mega Ausblick übers Meer. Er fährt mit Kid (seinem Freund)  in seinem Allradwagen voraus. Es geht steil bergauf und unser Sunimok muss wirklich zeigen, was er kann. Ein schmaler Weg führt am Abgrund entlang, Klaus meistert die Bergfahrt grandios , mir ist ganz mulmig, wie kommen wir hier jemals wieder heil runter?! … nicht ganz ungefährlich der Aufstieg. Oben angekommen sind die Eindrücke überwältigend, wow, wir können bis rüber zur Südinsel schauen und der Sonnenuntergang von hier aus ist atemberaubend. Wir schlafen hier, total abgeschieden, nur mit ein paar Schafen und Kühen um uns herum. Scotty nimmt uns für eine Party mit seinem Auto wieder mit nach unten. Es wird total lustig, die Jungs sind alle ein bisschen durchgeknallt, Kid stürzt sich mit den Kindern auf eine Wasserrutsche am Boden und Scotty fährt vom Balkongeländer über eine Kinderrutsche mit dem Fahrrad runter … schon ein bisschen lebensmüde, aber er schafft es und es gibt ein mords Gelächter … :-DDD   Es wird gegrillt … und was gibt es neben den Burgerbratlingen … ??? … Paua-Frikadellen! Na also, so können wir sie doch mal probieren … und was soll ich sagen … ich bin sehr froh Paula wieder freigelassen zu haben!!! ;-) Am nächsten Morgen läuft Klaus den Weg nach unten zu Fuß ab, um bei der Abfahrt die Gefahren besser zu kennen. Er kommt zurück mit einem Allradwagen. Die Besitzer dieses herrlichen Weidelandes haben ihm ihr Auto zur Verfügung gestellt, einfach so von sich aus, damit wir noch weiter hoch bis auf die Spitze des Berges fahren können, soll atemberaubend sein. „Schatz, steig ein“ sind seine Worte … wir fahren zu einem Gatter auf der Weide, dahinter steht ein mächtiger Stier mit seiner Familie, ob er wohl so einfach zur Seite weicht, wenn ich das Gatter öffne??? Ziemlich grimmig schaut er drein, aber als ich entschlossen auf ihn zu gehe, zieht er es vor den Weg frei zu machen … ha, ich muss wohl  Eindruck bei ihm hinterlassen haben, Klaus fährt durch, ich schließe das Tor und weiter geht es durch die Weide den Berg hinauf. Oooohhh mein Gott, der Aufstieg wird immer schmäler, es wird immer steiler … ich glaube, zurück laufe ich lieber runter … Ganz oben angekommen, sind wir total beeindruckt! Wir geniessen die Stille und Aussicht. Dann geht es wieder zurück … ganz langsam tasten wir uns mit dem Fahrzeug hinunter. Große Steine und Rinnen machen die Abfahrt nicht einfach … jetzt nur keine Reifenpanne  … ich halte mich gut fest im Auto … es ruckelt und schaukelt und knarrt und immer den Abgrund im Blick … Klaus bringt das Auto sicher wieder nach unten … Gott sei Dank!!!  Ich jubele: „Hurra, wir leben noch!“ ;-) Dann ist es soweit, der Sunimok muss den Weg wieder zurück ins Tal … ich laufe voraus und filme die Abfahrt … alles geht gut. Unten angekommen werden wir von Sid und Shirley (den Besitzern) herzlich begrüßt, ein älteres Ehepaar. Sie laden uns zum Frühstück ein. Shirley hat extra für uns gebacken.  Es sind zwei ganz besonders liebe Menschen und wir verbringen  ein paar sehr schöne Stunden zusammen. Wir  haben uns viel zu erzählen und der Abschied fällt uns wirklich schwer. Shirley packt uns noch Reiseproviant ein und schenkt uns ein Glas Manuka Honig, soll der Beste überhaupt sein – sehr gesund.  Wir sind wieder einmal überwältigt von so viel Aufgeschlossenheit und Gastfreundschaft uns gegenüber.  Dann machen wir uns auf den Weg in Richtung Wellington. Es ist wie immer eine sehr schöne Fahrt über Berge und Wälder. In Lower Hutt machen wir am Abend Halt und bleiben auf einem Campingplatz, ganz in der Nähe von Wellington. Wir grillen lecker  und unterhalten uns mit ein paar begeisterten Leuten, die wieder einmal alles über unseren Sunimok erfahren möchten. Lower Hutt ist eine schöne kleine Stadt, sehr exklusive Häuser säumen die Berge an der Küste. Tags drauf geht es nach Wellington, mitten in der Stadt gibt es einen Campingabstellplatz, nichts  Besonderes, aber sehr zentral zur Innenstadt gelegen. Sie wollen uns hier nicht reinlassen, wir seien zu groß! Stimmt gar nicht … andere Wohnmobile sind auch nicht viel kleiner als wir. Wir fahren weiter, wollen in einem Yachthafen bleiben, der dafür ausgeschrieben ist. Aber auch hier werden wir darauf hingewiesen, dass wir hier lieber nicht bleiben sollen. Also geht es wieder zurück und wir versuchen es noch einmal im Campingabstellplatz, diesmal sind wir hartnäckiger und können bleiben. Wir schlendern durch die Stadt, setzen uns in der Fußgängerzone in eine Kneipe und geniessen das Treiben … In den nächsten Tagen  fahren wir mit dem  „Cablecar“ die Höhe hinauf und wandern durch den botanischen Garten wieder nach unten.  Eine sehr schöne Tour, durch verschiedene Arten von Gärten … unter anderem auch ein herrlicher Rosengarten … herrlich, wie es hier duftet.  Wir gehen ins Nationalmuseum, erkunden die Stadt und das Hafenviertel. Wir sind eine ganze Woche hier.  Am Montag, 24. Februar 2014 setzen wir mit der Fähre „Bluebridge“ über zur Südinsel … jeder erzählt uns, dass es dort noch viel schöner sein soll … kaum zu glauben, aber wir lassen uns mal überraschen. Ach ja und zwischendurch haben wir nun auch unseren Aufkleber „Selfcontained“.  J Wir mussten zwar noch unsere Abwassertankbelüftung ein bisschen höher bauen, aber dann war es endlich vollbracht!!!

10.02.2014

9.2.2014:
Nachdem wir uns von Keith und Penny verabschiedet hatten, um wieder zu Richard und Familie zu fahren, meinte Klaus, er wolle gerne mal eine Runde mit dem Unimog am Strand drehen. Also los ging's ... Erst lief es ganz gut, aber als er einen Bogen fuhr, um wieder hoch auf den Campingplatz zu kommen, war der Kies zu hoch und zu weich. Die Räder arbeitet sich langsam immer tiefer ein und türmten die großen Kieselsteine hinter ihnen auf, wir saßen fast auf. Wir standen direkt am Wasser, die Flut war hoch. Ich stieg aus, um das Geschehen fotografisch festzuhalten. Klaus manövrierte den Unimog vor und zurück, versuchte alles Mögliche, aber es half alles nichts. Die Leute kamen aus ihren Campingwagen und filmten das Geschehen, eine Menge Schaulustige standen herum. Jede Menge gute Tipps wurden uns gegeben. Wir fingen an die Räder freizuschaufeln, ein netter junger Mann kam hinzu und schippte mit uns. Die Wellen waren hoch und immer wieder schwappte das Wasser über unsere Beine. Er meinte, wir sollen warten bis die Ebbe da ist und dann rückwärts wenden und am Strand so lange entlang fahren, bis in ca. zweieinhalb Kilometer eine Möglichkeit zum Rausfahren kommt. Das hieß, noch 3 Stunden warten. Wir waren ziemlich durchnässt. Dann kam Kim, er stand eine Weile in seinem Auto am Campground und beobachtete das Treiben. Nach einer Weile sprach er einen Mann an, der uns auch half und meinte, da hilft alles nichts, wir kommen hier nur noch weg, wenn uns ein Bagger rauszieht, da es hier vor zwei Wochen Sturm und Kingtide (höchste Flut mit Überschwemmung bis in die Häuser) hatte und dadurch der Kiesstrand total durchweicht sei. Er gab uns einen Namen von einem Baggerfahrer, der ganz in der Nähe wohnte. Ich lief mit einem der neuseeländischen Helfer zum nächsten Haus und bat darum, im Telefonbuch dessen Nummer rauszusuchen. Es wurde mir sehr freundlich und wie selbstverständlich geholfen. Inzwischen zersägte Kim mit seiner Motorsäge ein paar dicke Ästen, die als Strandgut rumlagen, um sie unter die Räder zu legen, damit wir dadurch evtl. rauskommen. Es klappte, Klaus fuhr ca. 100 m am Strand entlang, bis er zu einer flacheren Stelle kam um hoch zu fahren und dann hing er wieder fest, der Boden war auch hier einfach zu weich und die Räder gruben sich wieder ein. Wir riefen an und der Baggerfahrer kam ... Mit einem 30 Tonnen starken Bagger. Penny machte mir zwischendurch einen heißen Tee zum Aufwärmen. Und Keith meinte, das müsse er gleich in seinem Blog posten. Das Abladen des Baggers vom LKW war schon eine Show für sich. Er stützte sich mit der Baggerschaufel am Boden ab und fuhr einfach ganz langsam aus einer Höhe von ca 1,40 m, ohne Rampe oder Sonstiges, runter. Eine lange dicke Kette wurde an unserem Unimog befestigt und der Baggerarm zog ihn hoch zum festen Untergrund. Nach ein paar Minuten war der Spuk vorbei. Wir bedankten uns bei allen Helfern herzlich und unterhielten uns noch eine Weile mit Kim. Er gab uns die Telefonnummer von seiner Freundin Lore, die aus Deutschland ist und sich freuen würde, mal wieder mit Deutschen zu sprechen. Um ca. 20 Uhr kamen wir bei Richard und Janie an. Sie erwarteten uns schon lange mit einem herrlichen Abendessen. Wir hatten viel zu erzählen und es wurde noch ein sehr schöner und gemütlicher Abend.

Sonntag, 9. Februar 2014

  27.01.2014:

Wir haben auf unserem Weg in den Süden Halt gemacht in Murupara, einem verschlafenen Nest … Auf dem Campground bleiben wir 2 Nächte. Klaus wird von dem Eigentümer zum Angeln eingeladen … aber leider ohne Erfolg … zurzeit beißen die Fische schlecht. 😉

Es geht weiter in den Whirinaki Forest Park, auch wieder  viel Offraod, Klaus ist in seinem Element und unser Sunimok macht das klasse. Wir machen an einem wunderschönen Plätzchen Halt, hier leben überwiegend Maori.  Ein Maori reitet auf einem Pferd ohne Sattel, er sieht aus wie ein Indianer, wir fragen ihn nach dem Weg,  er reitet voraus und zeigt uns den Weg zum Sancturary-Track. Wir wandern … den Sancturary Track, er führt ca. 2 Stunden durch einen Wald in dem Kiwi´s leben, aber die sind nur bei  Nacht aktiv und somit treffen wir keinen unterwegs  … es gibt viel zu hören an Vogelstimmen und die Vegetation ist so üppig … einfach immer wieder schön.  Ein Stückchen  weiter laufen wir auch noch den  H-tree Track … er heißt H-Baum Wanderweg, weil man dort auf zwei Bäume trifft, die so miteinander verwachsen sind, dass es aussieht, als wäre es ein H. Es gibt hier riesige Bäume, manche mehr als 30 m hoch … wir sehen den Neuseeland-Papagei „Kakapo“  in dem Bäumen sitzen … Am  Mangamate Waterfall Campground rasten wir heute nacht, einem total abgelegenen Campingplatz, direkt am Fluss mit einem Wasserfall, wie aus dem Bilderbuch, wir stellen unseren Unimog in unmittelbarer Nähe zum Wasserfall, mit einem herrlichen Ausblick. Eine Herde von Wildpferden besucht uns, wow! Ich bin begeistert! 10 Pferde in allen Farben mit einem süßen Fohlen, das Verhalten der Pferde ist ganz anders als bei  uns auf einer Weide. Man spürt sofort die Rangordnung, sie machen einen sehr erhabenen und stolzen Eindruck, sind aber scheu und lassen sich von uns nicht berühren und beschützen ihr Fohlen vor uns. Es ist schön ihnen zu zuschauen, wie sie um uns herum grasen, durchs Wasser waden und das Fohlen fröhlich herumspringt. Nie zuvor habe ich freie wilde Pferde so nah gesehen. Wir lernen ein nettes Pärchen aus Frankreich kennen, Pierre mit seiner Freundin und verbringen einen gemeinsamen Abend am Lagerfeuer.

Dann ging es weiter zum Waikaremoana Lake, der Weg dorthin war sehr schön, wir sind durch eine herrliche Landschaft gefahren, durch Täler und über Berge in Serpentinen, viel Offroad … haben große Wasserfälle gesehen und der  See beeeindruckt uns mit seinen Farben.  Wir fahren an ihm entlang und finden einen Platz zum Bleiben … Klaus versucht sich wieder im Angeln … aber zum Abendessen gibt es Rumpsteaks …  Am nächsten Morgen, als wir starten wollen, bemerken wir, dass etwas nicht mit den Batterien stimmt, wir brauchen Strom.  Also fahren wir zu einem Campingplatz mit Stromanschluss … alles wieder gut. Am nächsten Morgen möchten wir auch hier die Gegend genauer erkunden und laufen zum Lake Waikareiti, es geht eine Stunde steil bergauf durch den Wald. Wir haben uns schon am Vortag ein Paddelboot gemietet, uns wurde das unbedingt empfohlen, es wäre das Highlight nach dem Walk, die Sicht vom See aus.  Aber heute meint es das Wetter nicht besonders gut mit uns, es regnet ununterbrochen! Schon beim Aufstieg werden wir ziemlich nass, oben angekommen steigen wir in das Boot, paddeln ein bisschen raus auf den See und es fängt in Strömen an zu regnen, was soll´s … die Kulisse ist beeindruckend … Nebelschwaden steigen auf … alles liegt in einem Dunst … mystisch! Als wir zurück an Land kommen, sind wir nass bis auf die Haut und der Wind tut sein übriges … es ist kalt und wir haben noch einen langen Rückweg vor uns. Ooh, wie schön wäre es jetzt nach dem Walk in eine schöne heiße Badewanne zu liegen … aber leider hat Klaus vergessen, diese einzubauen  …  Also muss es jetzt eine heiße Dusche, Wärmflasche für die Füße und eine Tasse Tee tun … so romantisch 🤔 Als wir zur Weiterfahrt starten wollen geht nichts mehr … der Unimog will nicht starten … wie war das mit dem Strom!?!? Es wird getüfftelt … und dann ist unser SunimoK ein braver Junge und springt wieder an.  Doch wir müssen prüfen, woran das liegt.

Am 31.01.2014 fahren wir nach Wairoa, einem Ort wieder am Meer gelegen. Wir gehen Einkaufen und als wir zurückkommen, macht der Unimog keinen Zucker mehr … Batterie leer!  Weit und breit keine Möglichkeit an Strom zu kommen. Wir schauen uns um und finden eine Toyota-Werkstatt, zwei  sehr nette Männer  helfen uns mit einem Überbrückungskabel.  Irgendwie bekommen unsere Batterien nicht genug Strom zum Laden. Wir bleiben 3 Nächte auf einem Campground mit Strom, zum Laden und nutzen die Zeit zum Relaxen … gehen an den Strand, ziemlich rauh und wild hier, es liegen Massen von Treibholz rum, in wunderschönen Formationen, unsere Kreativität möchte sofort anfangen Skulpturen daraus zu kreieren … Als es nach 3 Tagen weitergeht, macht unser Dieselfilter Probleme … es wird gereinigt, gepumpt … und es klappt, es kann weiter gehen … unterwegs stottert SunimoK und streikt … wieder reinigen, pumpen …

03.02.2014:

Wir kommen zur Hawkes Bay, das Meer ist wild, tosend peitschen die Wellen ans Ufer … Naturgewalt pur! Wir lernen Keith Levy kennen, einem Künstler, der seit mehr als 20 Jahren unterwegs ist, auf den Weltmeeren und mit seinem urigen Wohnmobil. Und Penny, eine Neuseeländerin, die die letzten 4 Jahre in Europa lebte, nun ist sie wieder zurück und lebt auch in einem Wohnmobil. Sehr nette und interessante Menschen. Keith ist total beeindruckt von unserem Unimog und fotografiert ihn von allen Seiten und erstellt einen Bericht über uns in seinen Blog (ihr könnt ihn bei unseren Neuigkeiten finden, einfach auf den Link klicken).  Keith und Penny meinen mit einer Solaranlage auf dem Dach, könnten wir unsere Stromprobleme in Griff bekommen und geben uns eine Adresse … Dorian in Flaxmere, baut uns  die Solarpanelen auf´s Dach, Klaus geht ihm zur Hand, es dauert 5 Stunden und ich nutze die Zeit endlich mal wieder zum Friseur zu gehen, seit unserer Abreise Mitte Oktober … Dorians Frau ist so nett und nimmt mich mit in die Stadt Hastings.  Ach tut das gut beim Friseur … so mit Kopfmassage und so 🙂😀🤩 … frisch gestylt geht’s zurück und wir sitzen noch ein bisschen mit Dorian und seiner Frau bei einer Tasse Kaffee zusammen … sehr nett … In der Nacht auf dem Campingplatz mit Keith und Penny kommt die Securitiy zu uns und weißt uns darauf hin, dass wir nur mit dem Aufkleber „selfcontained“ hier stehen dürfen, das ist der Hinweis, dass wir unser Abwasser von Toilette usw. in einem Tank auffangen und nicht einfach in die Natur gießen, das ist strengstens verboten. Da er sieht, dass wir Abwassertanks haben, erlässt er uns eine Strafe und meint, wir müssen uns schnellstens um den Aufkleber bemühen. Aber so einfach ist das gar nicht, gleich am nächsten Tag kümmern wir uns darum, wir haben in 5 Tagen einen Termin zur Zertifizierung, also müssen wir bis Montag bleiben.

 Am nächsten Tag machen wir uns auf den Weg zu Richard und Janie nach Havelock North. Wir haben sie vor ein paar Wochen am Simpson´s Beach kennengelernt und sie haben uns zu sich eingeladen, wenn wir in ihre Nähe kommen.  Auf dem Weg dorthin verfolgt uns ein Polizeiwagen, er blinkt uns raus, na mal sehen, was der von uns will … Er meint, wir hätten keine Straßenzulassung für Neuseeland,  da wir kein neuseeländisches KFZ-Kennzeichen haben und das wäre hier unmöglich! Wir erklären ihm, dass wir durchaus in Neuseeland registriert sind, aber als Besucher für ein halbes Jahr, unser deutsches Kennzeichen führen dürfen, nach einer kleinen Debatte, meint er, dass er das das erste Mal in seiner Polizeikarriere gesehen hat und von uns was dazugelernt habe … 😀😎😀 … Bei Richard und Janie angekommen, werden wir herzlich begrüßt, Lizzy, ihre Tochter, freut sich besonders. Sie wohnen in den Bergen und haben dort eine kleine Farm mit Pferden, Kühen, Schafen, Hühnern und Hunden. Wir campen in mitten der Weiden und haben eine sehr schöne Zeit mit Ihnen, wir grillen gemeinsam, verbringen gemütliche Abende zusammen, Janie und Lizzy zeigen uns die Umgebung. Napier wurde 1931 durch ein Erdbeben total zerstört und danach wieder im „Art Deco Stil“ aufgebaut, sehr schön anzuschauen. Janie brät für uns Lammbraten mit typisch neuseeländischem Gemüse … jummy jummy (sehr lecker).  Zwischen den Tagen hier, treffen wir uns noch einmal mit Penny und Keith, verbringen einen schönen Abend zusammen bei einem Gläschen Rotwein und frühstücken am nächsten Morgen zusammen, wir machen leckeren Kaffee in unserer Kaffeemaschine, das kennen die Neuseeländer hier so gar nicht und geniessen es besonders, einen frisch gebrühten Kaffee und Penny besorgt frische Schokocrossaints.

 

 

27.01.2014

								14.01.2014:

Wir machen in Coromandel Halt, kaum sind wir ausgestiegen, werden wir auch schon 
angesprochen ... Wo wir herkommen, ob der Unimog aus Deutschland hergeschafft 
wurde, wer ihn gebaut hat ... It's amazing ... Hören wir immer wieder ... Ein 
junger Neuseeländer erzählt uns, dass es hier in der Gegend noch einen grünen 
Unimog gibt, manchmal könnte man ihn hier antreffen. 
Wir gehen ein paar Leckereien einkaufen und schlendern durch den Ort und was 
sehen wir da!? Einen grünen Unimog! Wir freuen uns und halten nach dem Fahrer 
Ausschau, wir bleiben eine Weile, aber er kommt nicht, wir laufen zurück zu 
unserem Fahrzeug, von weitem sehen wir, dass Leute um ihn herum stehen. Wir 
kommen ins Gespräch ... Und wer ist das, mit dem wir da reden!? Der andere 
Unimogfahrer, er war so überrascht, über unseren Unimog, dass er auf uns 
gewartet hat ... ;) ... Wir standen bei seinem und haben gewartet ... Und er bei 
unserem ... :D ... Er gibt uns seine Adresse in Tauranga, er hat eine 
Autowerkstatt, falls wir mal was brauchen ... Super, sehr praktisch! 

Der Weg nach Port Jackson war die erste Offroadstrecke, ein schmaler 
geschotterter Weg, nahe am Abgrund schlängelt er sich dem Berg hinauf. Die 
Aussicht ist überwältigend, das Meer - die Weite ... Am Ufer stehen viele große 
mehrere hundert Jahre alte "Pohutukawa-Bäume", in Neuseeland auch Christmastree 
(Weihnachtsbaum) genannt, weil er zur Weihnachtszeit üppig rot blüht. Vom Wind 
geformt, in vielen "verknorxelten" Variationen, wie in einem geheimnisvollen 
Märchenwald oder bei Harry Potter ;) ... Es bläst eine steife Brise über die 
felsige Uferlandschaft. Ab und zu kommt uns ein Fahrzeug entgegen, ganz langsam 
tasten wir uns aneinander vorbei, immer den Blick zum Abgrund ...
Später, wieder zurück im Landesinnern, fahren wir die Road 309, sie führt durch 
Berge und Täler, die Vegetation ist üppig grün, der Himmel strahlt blau ... 
Einfach nur schön! Wir kommen an einen Fluss, machen Rast und hängen unsere Füße 
hinein, Kinder baden hier, sie springen von Seilen, die an Bäumen hängen, ins 
Wasser ... :)
Wir campen in Whitianga am Simpson's Beach direkt am Strand ... Es ist so schön 
hier, dass wir zwei Nächte bleiben. Auch hier werden wir sofort von anderen 
Campern angesprochen - Neuseeländer, die uns gute Tipps, zwecks Camperclubs und 
damit jede Menge Vorteile und Vergünstigungen, geben. Wir genießen die Gegend, 
spazieren am Strand, finden herrliche Muscheln, beobachten Strandvögel beim 
Nisten und finden ein herrliches Stückchen Erde, etwas erhöht gelegen, mit einem 
herrlichen Blick übers Meer ... wow ... hier könnte man es auch aushalten ... 
;))
Als wir zurück zum Campingplatz kommen, werden wir von Richard und Janie zu 
einem Glas Wein eingeladen. Wir hatten sie kurz zuvor unterwegs nach einem 
schönen Campingplatz gefragt und sie hatten uns diesen hier empfohlen. Sie sind 
auch Neuseeländer und leben in Hawkes Bay an der Ostküste. Wir haben uns viel zu 
erzählen und bekommen auch von ihnen gute Tipps für unsere weitere Reise und 
wenn wir in ihrer Nähe sind, sollen wir mal bei ihnen vorbei schauen. Wir 
staunen immer wieder wir freundlich und aufgeschlossen die Neuseeländer uns 
gegenüber sind!
Am 16.01.2014 fahren wir weiter nach Hahei zur Cathedral Cove ... Wir laufen 
eine gute Stunde vom Ort aus, es geht runter ans Meer auf einem Pfad, der uns 
durch eine herrliche Natur führt, mit Farnbäumen, Palmen, Kiefern usw., unten 
angekommen ... Eine herrliche Bucht, die Farben so wunderschön ... türkisblaues 
Wasser, der beige Sand, die braun-orangenen Felsen, der blaue Himmel, die 
sattgrünen Pflanzen, die Cathedral Cove (eine große Öffnung im Berg, wie eine 
große Halle, die zwei herrliche Buchten verbindet) ... ein magischer Ort! Wir 
setzen uns in den Sand und lassen die Magie auf uns wirken ... Es ist wirklich 
so: Ein Ort den man gesehen haben muss ... 8-o ...
Am nächsten Morgen geht es weiter zum Hot Water Beach, dort campen wir in einem Top 10 
Campground, ganz nett, alles da, von Küche bis Wachmaschine, aber das ist uns 
hier zuviel Trubel, soviele Menschen, da sind uns die kleinen idyllischen 
Plätzchen doch um einiges lieber, zumal wir uns ja komplett selbst versorgen 
können, von Toilette über Dusche und Küche ... Aber wir finden gerade nichts 
anderes. 
Am 17.01.2013 schnappen wir uns unsere Klappspaten und laufen zum Strand, um uns 
einen Pool zu schaufeln. Der Strand ist dafür bekannt, dass bei Ebbe hier warmes 
bzw. heißes Wasser an bestimmten Stellen aus dem Sandboden dringt. Wir schaufeln 
uns ein Pool in Herzform :)) und verzieren es mit Muscheln ... Schenken uns ein 
Gläschen Rotwein ein, setzen uns hinein und schauen den anderen beim Schaufeln 
und Baden zu. Ein emsiges Treiben ... Die Leute um uns herum meinen, wir würden 
den ersten Platz machen, im Design ... "so much romantic" ... Aber leider haben 
wir die Stelle des heißen Wasser's um zwei Meter verfehlt und unser Pool bleibt 
erfrischend kühl ... ;D ... Das weiß man eben vorher nicht genau, wo sich das 
heiße Wasser verbirgt. Dadurch kommen wir mit Nicole und Alexander (Musiker) aus 
der französischen Schweiz ins Gespräch, sie laden uns in ihr heißes Pool ein. So 
sitzen wir gemütlich zusammen, bei strahlendem Sonnenschein am Strand in ca. 40 
Grad warmen Wasser und lernen uns kennen. Sooo entspannend :)) ... Sehr nette 
und interessante Leute, die bereits auch schon mehrere Monate mit ihren Kindern 
im Wohnmobil unterwegs sind, erst Australien, jetzt Neuseeland. Wir tauschen 
unsere Emailadressen aus. 
Am Nachmittag fahren wir weiter. Die kommende Nacht verbringen wir auf einem 
Freecamp am Strand von Paku Beach. Auch hier werden wir sofort von Anwohnern auf 
unseren Unimog angesprochen. Wir setzen uns an den Strand und genießen den 
Sonnenuntergang. Die Nacht ist sehr stürmisch, wir werden in unserem Bett in den 
Schlaf geschaukelt ;) Am nächsten Tag geht es nach Puketui im Coromandel Forest 
Park. Ein Wald am Berg gelegen, an dem einstmals Gold abgebaut wurde. Dazu 
wurden lange Tunnels in den Berg gegraben. Wir wandern auf den Spuren der 
Goldgräber um 1900 rum, es liegen noch Zeitzeugen aus vergangenen Tagen hier und 
da herum, verrostete Maschinen und Schienen. Wir kommen zu mehreren kleinen 
Höhlen und Tunnels und zu einem 500 m langem Tunnel. Leider haben wir keine 
Taschenlampen dabei. Hier sollte man nicht ohne Helm, warme Kleidung und Lampe 
reingehen, weißt ein Schild darauf hin, schade, dass wir so einen interessanten 
Tunnel hier vorfinden, wußten wir nicht ... Wir laufen ein Stück hinein, aber es 
ist zu dunkel, aus dem Innern hören wir Stimmen ... Als wir wieder draußen sind, 
kommen uns auch die Stimmen immer näher. Es ist ein junges Pärchen aus 
Deutschland, sie haben uns bemerkt und mitbekommen, dass wir keine Lampen haben. 
Sie kommen zurück und fragen uns, ob wir zusammen mit ihnen durchlaufen möchten, 
da sie eine Lampe dabei haben. Wie nett! Da sie aber aus einer ganz anderen 
Richtung hier her kamen, gehen sie den Tunnel nicht wieder zurück, aber wir 
müssen wieder hier her zurückkehren, um zu unserem Fahrzeug zu kommen, deshalb 
können wir nicht ganz mitgehen. Sie schlagen uns vor, ihre Lampe zu nehmen, ein 
Stück hineinzulaufen, es gibt interessante Dinge zu entdecken und sie warten 
hier so lange auf uns. Da sag nochmal einer, die Deutschen wären nicht nett und 
hilfsbereit ;) ... Wir entdecken Nebenschächte mit alten Lokomotiven und anderen 
Maschinen und Glühwürmchen, die an der Höhlendecke sitzen und uns bläulich 
anstrahlen. Mit herzlichem Dank verabschieden wir uns. Es wird nun Zeit einen 
Platz für die Nacht zu finden. Ein paar Kilometer weiter oben finden wir einen 
herrlich idyllisch gelegenen DOC Campground direkt am River bei Hikuai, Brocken 
Hills Battery und Golden Hills. Unsere Nachbarn sind Andrew und Jo mit ihren 
drei sehr netten Kindern, wir kommen gleich ins Gespräch und verabreden uns am 
Abend für einen Drink. Heute kochen wir uns in unserem genialen ;) Gasgrill 
Chilli con Carne, superlecker! Was dieser Grill so alles kann, klasse! Gegen 
Abend bekommen wir weitere Nachbarn, Anke und Werner aus Neustadt an der 
Weinstraße. Es ist schön mal wieder eine Unterhaltung in deutsch führen zu 
können. Wir setzen uns zusammen und nach und nach kommen immer mehr nette Leute 
dazu. Ein paar nette 18-jährige Jungs aus dem Bayrischen Wald, die 6 Monate 
durch Neuseeland mit "travel and work" unterwegs sind, Respekt! Andrew und Jo 
und zwei weitere sehr nette Damen gesellen sich zu uns. Es wird ein sehr netter 
Abend. Was wir dabei nicht bemerken ist, dass wir an den Beinen total verstochen 
werden, von Sunfly's, winzig kleine Mücken, und das juckt am nächsten und die 
darauffolgenden 5 Tage wie der Teufel. In Zukunft wird sich vorher 
eingeschmiert, damit den Biestern der Appetit auf uns vergeht! 
Am nächsten Morgen laufen wir einen sehr schönen Weg am River entlang, auch hier 
erinnert es immer wieder an die vergangene Goldgräberzeit. Wir nehmen ein 
erfrischendes Bad im Fluss und bestaunen einen 3-stufigen Wasserfall, der ist 
ziemlich kalt, aber das schreckt die Jungs aus dem Bayrischen Wald nicht, sie 
springen munter hinein.
Nach zwei wunderschönen Tagen und Nächten geht es nun wieder weiter und zum 
Abschied fahren die drei Kids von Andrew und Jo eine Runde im SunimoK mit, wir 
haben alle eine Menge Spaß.
Andrew hat uns noch eine maorianische Heilpflanze gezeigt "Kawakawa", hilft bei 
Bauchverstimmungen, Blasenentzündung, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit usw., die 
Blätter eines Busches als Tee aufbrühen ... gut zu wissen!
Es geht weiter Richtung Süden über Paunanui nach Opoutere durch Whangamata zum 
Waihi Beach, wir baden hier in heißen Quellen. Die Nacht ist sehr sehr 
stürmisch, manch einem hat es das Zelt weggeblasen, wir sind froh, so sicheren 
Stand mit unserem SunimoK zu haben. Von dort aus geht es nach einer Nacht weiter 
nach Tauranga. Sue und Clive wohnen da, wir haben sie an Weihnachten bei 
Lorraine und Alan kennen gelernt ... und wenn wir in ihre Nähe kommen, sollen 
wir bei ihnen vorbei schauen. Es ist ein herzliches Wiedersehen und sie laden 
uns ein in ihrem Gästezimmer zu übernachten, ein herrlich weiches Bett verwöhnt 
uns! Es werden zwei sehr schöne Tage mit ihnen. Wir grillen zusammen ... Haben 
uns viel zu erzählen ... bekommen gute Tipps für unsere Weiterfahrt ... Lernen 
Steffen, einen Nachbarn kennen, er ist aus München und freut sich mal wieder 
Deutsche zu treffen, das beruht ganz auf Gegenseitigkeit, auch er gibt uns gute 
Tipps, was wir uns unbedingt anschauen sollten ... Sue zeigt uns ein bisschen 
was von Taranga ... Und wir gehen zusammen Blokart fahren :)) ... das ist Segeln 
an Land mit Rädern untern dran ... sieht man oft an Stränden ... Wir hatten 
richtig viel Wind und es ging ganz schön ab ... es hat einen mortz Spaß gemacht! 
Die Zeit verging wie im Flug und wir haben zwei ganz liebe Menschen ins Herz 
geschlossen ... nochmal ein ganz großes Dankeschön für eure liebe 
Gastfreundschaft, liebe Sue und lieber Clive!!! 
Am 24.01.2014 geht es nach Rotorua. Wir gehen in den "Te Puia Park", wo die Erde 
kocht! Es blubbert und dampft heiß aus Schlamm, Geysire speihen ihre Fontänen 
wild hinaus, es raucht und dampft überall und es riecht nach Schwefeldämpfen ... 
ein sehr beeindruckendes Naturspektakel. Später kommen wir an einen kleineren 
See weiter östlich, "Lake Rotokawau" ein herrliches Stückchen Erde, auch ein 
herrlicher Ort, um sich niederzulassen ;))
Wir übernachten heute im "Trout Pool Reserve", hier ist ein Wildwasserstrom und 
wir sehen Wildwasserrafting und Kajaking in seiner wildesten Form, wow!

Was ich auch ganz toll an Neuseeland finde ist, dass es hier zurzeit frische 
Erdbeeren, Kirschen, Himbeeren, Pflaumen, Wassermelonen und Mandarinen 
gleichzeitig gibt.

		
		

13. Januar 2014


Wir sind umgezogen. Silvester möchten wir in Auckland erleben. Wir sind in einem schönen Hotel mitten in Auckland "Rendezvou Grand Hotel" für fünf Nächte. Wir erkunden ausgiebig die Gegend um Auckland, waren auf der Ostseite die Strände entdecken und an der Westseite ... haben an verschiedenen Beaches gepicknickt ... Mission Bay, St. Heliers Bay. Northrop Head, Torpedo Wharf, Victoria Wharf (dort stehen wunderschöne kleine Villen im viktorianischen Stil ... so lovely). Überhaupt gibt es hier sehr viele sehr schöne Häuser und viele verschiedene Baustile in Neuseeland. Wir haben Auckland City ausgiebig durchlaufen, hier und da ein neuseeländisches Bier in verschiedenen Pubs oder kleinen Brauereien genossen und natürlich haben wir den Hafen erkundet ... damit wir wissen, wo unser SunimoK an Land geht. Am 5. Januar 2014 soll er ankommen! Wenn alles auf seiner Schiffsreise in den letzten 7 Wochen gut gegangen ist ... Der Hafen von Auckland ist zwar groß, aber im Gegensatz zu Hamburg überschaubar. 
Silvester feiern wir mit tausenden Anderen im Herzen von Auckland am Skytower. In einem urigen Pub ... um Mitternacht gibt es ein großes Feuerwerk auf dem Turm, es ist wirklich toll. Wir stehen direkt darunter ... Um uns herum staunt die Menge mit uns ... 2014 ... Was wird das Jahr uns alles bringen?! Wir hoffen auf wunderschöne Erlebnisse, unvergessliche Augenblicke und dass wir gesund bleiben  und und und ... 
Privat wird hier überhaupt nicht geballert, nur dieses Feuerwerk vom Turm aus, dass ist sehr angenehm ... und die Stadt bleibt sauber. 
Am 2.1.14 ziehen wir wieder um. Wir suchen uns eine Unterkunft etwas außerhalb von Auckland. Wir finden eine nette Unterkunft in Mt Wellington. Am Sonntag, den 5.1.14 fahren wir zum Hafen, in der Hoffnung, das Schiff, das unseren SunimoK bringt, die "Höegh America" zu entdecken. Ja und siehe da, es liegt im Hafen, wir bleiben eine ganze Weile und schauen von Weitem beim Entladen zu. Aber unser Unimog wird nicht abgeladen ... hmmm ... Wo ist er? Wir stehen ungünstig, haben wenig Einblick auf das Hafengelände ... Wir gehen in ein Parkhaus direkt gegenüber, in die höchste Etage ... Und da entdecken wir ihn, ganz hinten steht er ... 🙃  Winzig klein zu erkennen, er war wohl einer der Ersten, der abgeladen wurde und wir hatten ihn bereits verpasst. Nun heißt es warten, wir hoffen, das wir am nächsten Tag Bescheid bekommen, dass wir ihn abholen können ... Können es kaum noch erwarten. Wir fragen per Email nach ... Es dauert noch ... Er wurde noch nicht kontrolliert ... 
Hier haben die Läden und Supermärkte sieben Tage die Woche geöffnet, also auch Sonntags und so kommt es, dass wir am Sonntagabend um 17.30 Uhr in einem Bau- und Gartencenter uns einen Gasgrill kaufen, den wir in den nächsten Tagen an verschiedenen Stränden gleich zum Einsatz bringen. Wir brutzeln leckere Sachen ...
In den nächsten Tagen erkunden wir auch das Landesinnere um Auckland. Manukau, Papatoetoe, Otahuhu, Mangere, Drury ... Besuchen einen herrlichen Wasserpark "Wright Watergarden" mit wunderschönen Seerosen-Seen und einem Wasserfall, die Blütenpracht ist enorm ... Und entdecken noch so viele schöne Orte. 
Am Dienstag fragen wir wieder nach ... Es dauert noch ... Unser SunimoK ist noch nicht kontrolliert ... Am Mittwoch das Gleiche ... Am Nachmittag schauen wir noch einmal im Hafen vorbei ... Er steht immernoch an gleicher Stelle ... Wir gehen Bummeln durch Yachthafen und Fischmarkt ... Ein paar Stunden später erhalten wir Email-Nachricht, dass die Kontrolleure vom Ministerium in die Wohnkabine vom Unimog wollen, wir sollen kommen und aufschließen ... Zack, schon sind wir dort ... Aber zu spät, gleich ist Feierabend und heute läuft nichts mehr. Wir sollen morgenfrüh wiederkommen, also nochmal warten. Am Donnerstag packen wir all unsere Sachen in unseren Leihwagen und Räumen das Hotelzimmer, vor 9.00 Uhr sind wir dort, jetzt geht alles recht zügig und unkompliziert, die Kontrolleure sind alle sehr nett, sie sind ganz beeindruckt von unserem Fahrzeug und wir kommen privat ins Gespräch. Sie finden ein paar Ahornsamen, die sich im Herbst in Deutschland hinter unserem Nummernschild versteckt hatten, es wird abmontiert und gründlich gereinigt. Aber sonst keine besonderen Probleme, im Innenbereich ist alles an seiner Stelle, wie wir es in Deutschland beladen haben und alles sauber, kein  Ungeziefer o. Ä. Um 10 Uhr verlassen wir schon das Hafengelände ... mit unserem SunimoK !!! :)) er läuft prima, ist sofort angesprungen. Jetzt müssen wir noch zur VTNZ, das ist der TÜV in Neuseeland. Wir müssen ihn registrieren lassen. Er wird durchgecheckt, obwohl wir erst im August in Deutschland eine TÜV-Vollabnahme hatten und diese Unterlagen vorlegen. Aber gut, auch hier geht alles problemlos und die Leute sind nett und interessiert, manch einer gibt uns seine Emailadresse, damit wir in Kontakt bleiben und falls wir mal Hilfe brauchen ... Einfach nette Leute hier! :)) Wir brauchen aber keine anderen Nummernschilder und fahren als einer von sehr wenigen mit deutschem Kennzeichen durch Neuseeland, das alleine schon für Aufsehen sorgt und wir mit vielen Leuten schnell ins Gespräch kommen, alle sind beeindruckt von unserem SunimoK. Als auch das geschafft ist, machen wir uns auf den Weg nach Albany zu Alan  und Lorraine, da wir unseren Leihwagen noch von Albany haben und dort abgeben müssen und wir dort in Ruhe den Unimog beladen können. Klaus fährt mit dem Unimog voraus und ich mit dem Leihwagen hinterher ... Rechtslenker und auf der linken Straßenseite ... Immer noch ungewohnt für mich, auch nach über 2 Wochen noch ...
Es ist ein herzliches Wiedersehen bei Alan und Lorraine, wir dürfen bei ihnen übernacht stehen bleiben und sie bieten uns ihre Hilfe an. Die Bordbatterien sind nach der langen Seereise jetzt leider doch leer, wir bekommen Strom von ihnen um sie wieder zu laden. Klaus und ich fahren mit dem Leihwagen einkaufen, einmal die komplette Grundausstattung an Lebensmitteln. Wir durften im Unimog keinerlei Lebensmittel nach Neuseeland einführen. Wir sind 3 Stunden in einem riesen  Supermarkt unterwegs und an der Kasse ist es dann doch noch mehr als erwartet. Alan und Lorraine haben uns für den Abend zu einem Drink auf ihre Terrasse eingeladen, ihre Tochter Lisa und ihr Mann Stu sind auch da und haben ihren kleinen Hundewelpen Emmie dabei, den sie seit Weihnachten haben ... Sooo süß! Wir verbringen einen schönen Abend zusammen. Und dann geht's in die Heia :)) unsere erste Nacht im SunimoK :)) auf Neuseeland. Da wir noch kein Wasser haben, bieten sie uns an, die Toilette und Bad bei ihnen im Haus zu benutzen, sooo nett! Wir schlafen hervorragend, fast ein bisschen was von Zuhause ... Unser SunimoK :)))
Als wir am nächsten Tag sie nach einer Dumpstation in der Nähe fragen, um unseren Wassertank zu füllen, erfahren wir, dass es in der Nähe keine Möglichkeit gibt für Wohnmobile Frischwasser zu tanken, sie sind so überaus großzügig und geben uns Wasser (300 Liter!!!) ... Und als wir erzählen, dass wir den Leihwagen nun zurück bringen, bietet Alan sich an, mit seinem Auto Klaus dort abzuholen, damit wir nicht mit dem Unimog los müssen ... Wir sind von soviel Gastfreundschaft sehr beeindruckt. Als wir den Unimog dann mit unseren Sachen von der Rucksackreise, die Wochen zuvor, und die neuen Lebensmittel, beladen, wird es verdammt eng in unserem Gefährt ... Wohin mit vier großen Rucksackkoffern??? Wir können sie bei Alan und Lorraine lassen, bis wir in ca. einem halben Jahr wieder zurück kommen. Wow! Wie können wir uns für das alles nur bedanken!?! Zum Abschied bekommen wir noch einen leckeren Kaffee und dann geht es los ... Wir fahren Richtung Süden zur Halbinsel Coromandel. Nach 2 Stunden machen wir Rast und brutzeln uns unser erstes Essen im SunimoK ... Vorzüglich :q) ... Plötzlich gibt es einen Riesen Rumms ... Was war das? Eine Frau hat beim Ausparken mit einem Bootsanhänger unseren Unimog gestreift ... Der Unimog hat nur ein bisschen orangene Farbe an der Stoßstangenecke, sonst nichts, aber das Boot ist futsch ... Die Seite ist ca. 30 cm aufgerissen! :O ... Das schwimmt nicht mehr! Scheint doch recht stabil zu sein unser SunimoK ;))
Wir kommen auf die Halbinsel Coromandel, die Landschaft ist sehr schön, ein Strand schöner als der Andere. Irgendwo biegen wir einfach mal ab und kommen an einen abgelegenen Campingplatz mit kleinen Ferienhäusern, ein bisschen oberhalb vom Meer, der Blick ist atemberaubend. Hier bleiben wir, es sind kaum Leute da, wir stellen den Unimog so, dass wir direkt aufs Meer schauen ... Wir fahren Kajak, Klaus übt sich im Angeln, leider noch ohne Erfolg und wir genießen 3 Tage und Nächte hier in Te Kouma Harbour Cottages. Backen unsere erste Pizza im Gasgrill :) perfekt! Heute ist der 12. Januar ... Und Klaus Mama hat Geburtstag ... Wir skypen mit ihr, um zu gratulieren ... freuen uns über ein Wiedersehen und  das es ihnen gut geht ... Auch mit meinen Eltern wird geskypt und dann geht es weiter ... Wir fahren weiter Richtung Port Jackson ... Es ist so schön unterwegs, wir staunen ... Machen am Nachmittag wieder an einem anderen Campingplatz halt und erkunden die Gegend zu Fuß, schauen Anglern zu, um noch das  Ein oder Andere zu lernen, aber auch die haben heute keinen Erfolg.

Ach ja, wir haben noch ganz vergessen ... Wir "tanzen" ja auf dem Feuerring. Das heißt, wir reisen die ganze Zeit auf dem pazifischen Feuerring, wo sich die Continentalplatten aneinander reiben und so Erdbeben entstehen können. Wir haben auch schon zwei oder drei Erdbeben miterlebt. Immer Nachts ... Wir sind davon aufgewacht, weil wir in unseren Betten durchgeschüttelt wurden. Das erste Mal im Hotel auf Palau und das zweite Mal in Tokio im 11. Stock. Aber das ist da ganz normal, kein Mensch hat großartig reagiert, also haben wir uns auch einfach umgedreht und weitergeschlafen ... ;))

Freitag, 27.12.2013

Palau:
Wir sind am 6.12.2013 am Morgen in Palau eingelaufen. Es empfängt uns mit einer tollen Inselkulisse. Nachdem die lange Überfahrt nun zu Ende ist, möchte wir an Land gehen und uns mal wieder die Füße vertreten. Klaus und ich beschließen für ein paar Tage von Bord zu gehen und uns ein Hotelzimmer zu suchen, um Palau auch von Land aus zu erkunden. Herrlich, die erste ausgiebige Dusche genießen wir in vollen Zügen und ein klimatisiertes Zimmer ist ein Traum. 
Wir buchen bei "Sam Tours" eine Schnorcheltour zu den schönsten Plätzen auf Palau, einschließlich Yellow-Jelly-Lake, ein Süßwassersee indem Tausende von gelb-orangenen Quallen leben, sie drängeln sich hier geradezu. Der ganze See ist voll, sie schwimmen mit der Sonne, sind völlig ungiftig, da sie im Laufe von tausenden von Jahren im Süßwasser ihre Nesseln verloren haben. In die Tiefe tauchen darf man hier nicht, da es dort giftig ist, unten am Grund ist kein Leben möglich. Diese Naturgegebenheit sei etwas ganz besonderes, also schauen wir uns das an und sind mittendrin statts nur dabei ;-) ... wir schnorcheln inmitten von ihnen, umgeben an allen Seiten, in allen Größen gibt es sie, von winzig klein ca. 1 cm Durchmesser bis ca. 25 cm. Sie berühren uns, man könnte meinen, sie schauen uns ganz genau an, so wie wir sie. 
Wir fahren mit einer Gruppe von 6 Leuten in einem Motorboot zum "Milkyway", das ist eine türkisblaue Bucht, auf deren Grund sich ein besonderer weißer Schlamm befindet, der viele Mineralien enthält und besonders gut als Peeling für die Haut ist, an Bord reiben wir uns am ganzen Körper mit dem Wunderzeug ein (Hotels bieten dieses Wellnessprogramm für viele Dollars an) wir sehen alle lustig aus ... so weiß beschmiert, springen ins Meer und rubbeln uns unsere Haut samtig weich :-)
Wir werden zu weiteren Schnorchelspots gebracht und sind beeindruckt von der vielfältigen Unterwasserwelt, sehen Napoleonfische, Haie, Massen von großen bunten Fischschwärmen und so vieles Atemberaubende mehr. Wir düsen durch die "Rock Islands" unser Käpt'n legt sich ganz schön in die Kurven und es macht riesig Spaß Palau so zu entdecken. Wir sind den ganzen Tag unterwegs. Palau besteht aus über 700 kleinen und großen Inseln. Der Ausflug mit Sam Tours war toll und wir buchen weitere ... In den nächsten Tagen gehen wir mit ihnen zu  ein paar der schönsten Tauchspots - z. B. "Ul Ong Channel - wir tauchen auf ca. 11 Meter Tiefe, hängen uns mit Haken an den Felsen am Meeresgrund ein, da die Strömung hier sehr stark ist und wir hier nur warten müssen, bis die Meeresbewohner an uns vorüber ziehen. Wir hängen nebeneinander an einer Riffkante und Dutzende von Schwarzriffhaien und Weißspitzenhaien schwimmen ganz nah an uns vorbei. Sie kommen bis auf ein/zwei Meter heran und ich frage mich, wer da wen betrachtet. Wie auf einem Laufsteg stolzieren sie elegant an uns vorüber. In ihren Augen lese ich ... "Komm wir gehen Taucher anschauen" ... ;-) ... es war sehr beeindruckend.
Um euch mal einen kleinen Eindruck zu vermitteln, haben wir folgendes Video aus dem Internet gezogen, ungefähr so, haben wir es erleben dürfen.

www.youtube.com/watch?v=kit6c9kSVno

Wir haben uns u. a. Koror, die Hauptstadt von Palau angeschaut, haben viele Stunden in der Bottom Bar bei Sam Tours verbracht, waren im Drop off essen u. v. m.
Am Freitag den 13.12.3013 ;-) sind wir wieder auf die Wild One zurück. Es hat gut getan mal wieder Landluft zu schnuppern, aber jetzt freuten wir uns wieder aufs Segeln und waren neugierig auf die neue Crew. Kurt und Christa sind nachhause geflogen und Sabine mit Mario, sowie Silke und Christoph sind nun mit dabei. Wir verstehen uns auf Anhieb und wir haben noch 5 tolle Tage zusammen. Wir Tauchen und Schnorcheln, Segeln hier und da hin und genießen die letzten Tage auf dem Schiff. Der Abschied fällt uns schwer ...
Aber auf auf zu neuen Ufern!

Am 18.12.2013 fliegen wir nach Tokio. Die Ankunft ist fast ein Schock! Von über 30 Grad im Schatten auf ca. 5 Grad und kalter Regen ... bibber bibber ...
Aber WOW! auch Tokio ist sehr beeindruckend. Alles top sauber, sogar die Toiletten am U-Bahnhof tipp top! Die Toiletten sind alle elektrisch ausgestattet, mit Popodusche und Fön, Massagestrahl  ;-). und vieles mehr. Die Japaner sind sehr diszipliniert. Überall steht was man zu tun und zu lassen hat, auf welcher Straßen- oder Treppenseite man zu gehen hat und alle halten sich daran. Die Japaner Essen gerne ... Und das kommt auch uns zu gute ... Egal wo wir essen, beim Japaner oder Italiener, im Imbiss oder einer Bar, es schmeckt immer vorzüglich! Wir entdecken Tokio, schlendern durch Straßen und Gassen, Einkaufsmärkten und riesigen Elektrogeschäften, die Auswahl ist phänomenal, manch elektronisches Gerät haben wir noch nie zuvor gesehen. Wir besuchen den höchsten Turm der Welt, den Skytree mit 634 Metern Höhe und können es kaum glauben, wie unendlich weit Tokio reicht. 36 Millionen Einwohner hat Tokio, eine unvorstellbare Dimension.

Am 21.12.2013 geht es weiter nach Neuseeland. Wir freuen uns auf unseren nächsten Reiseabschnitt und das wir dort sehr viel Zeit verbringen können. Schon bei der Sicherheitseinweisung im Flugzeug der New Zealand Air können wir herzhaft lachen. Wir bekommen einen Film gezeigt, indem uns Elfen und Hobbits die Sicherheitsvorschriften erklären. Das ganze Flugzeug lacht :-) !!!
Wer es mal sehen möchte, hier der Link: 

www.youtube.com/watch?v=XCbPFHu3OOc

Der Flug ist lange, wir sind 12 Stunden unterwegs, aber wir werden warm begrüßt :-) am 22.12.2013 kommen wir an.
Ein Shuttlebus bringt uns zu unserem ersten Domizil ... und Neuseeland ist mir auf Anhieb sympathisch. Wir haben eine herrliche Unterkunft auf dem Land, ca. 30 km außerhalb von Auckland ... Bis unser Unimog am 5. Januar 2014 hier ankommt. Bei Alan und Lorrain Danks, die uns sehr freundlich in ihrem Zuhause aufnehmen und uns nach Strich und Faden verwöhnen. Sie begrüßen mit einem kühlen Drink und laden uns gleich am ersten Abend zum Barbecue ein, wir unterhalten uns großartig und haben viel Spaß. Unser Englisch wird ganz schön kreativ ;-) ... Und jetzt werden wir es richtig gut lernen ... :-) ... 
Die Tochter, Lisa und ihr Mann sind auch dabei und sie laden uns zu sich nachhause ein, um mit ihnen Weihnachten zu feiern. Wir sind von so viel Gastfreundschaft beeindruckt. 
Wir erkunden die Gegend mit unserem Leihwagen. Fahren in den Westen zum "Muriwai Beach", dort ist der Sand am Strand von Vulkanen schwarz gefärbt, ich sammle meine ersten Muscheln ... so viele Variationen ...
Weiter geht es nach "South Head" ein unendlich langer und breiter Sandstrand mit Dünen empfängt uns. Auf dem Weg dorthin kommen wir an sehr schönen Häusern und Anwesen vorbei. Die Vegetatur ist so vielfältig ... das Wahrzeichen von Neuseeland ist das Blatt vom Farnbaum und mir wird klar warum. Er ist so schön und man sieht ihn überall. Hirschgehege, Kuhweiden, Schafherden und Pferde sehen wir auf unserer Strecke. Und alles ist üppig grün und blüht. Als wir zurück zu unserer Unterkunft kommen, sitzen Alan und Lorrain mit Freunden auf der Terrasse und laden uns prompt ein, uns zu ihnen zu setzen. Sue und Clive, ein sehr nettes und humorvolles Paar ... wir verbringen den ganzen Abend zusammen, erzählen und lachen jede Menge. Wir genießen ein herrliches Abendessen zusammen. Clive könnte ein Double vom Schauspieler "Robin Williams" sein, die Ähnlichkeit ist enorm und er ist mindestens genauso lustig. Wir erleben einen sehr schönen Heiligen Abend. Um ca. 22 Uhr ziehen wir uns in unser Appartement zurück und bescheren uns mit unseren Weihnachtsgeschenken. Hier in Neuseeland wird Weihnachten am 25.12. beschert. Ich habe während unserem Ausflug einen Kiefernzweig und ein paar Zapfen gesammelt, die dekoriere ich mit einer roten Schleife und Kerzen ... Fertig ist unser "Weihnachtsbaum" :-) ... Weihnachtsstimmung ... 
Am nächsten Morgen frühstücken wir mit allen und um 12 Uhr fahren wir mit Alan und Lorrain zu Lisa. Es ist ein sehr schöner Nachmittag.
Am zweiten Weihnachtsfeiertag machen wir einen Ausflug an den "Piha Beach". Die Anfahrt dorthin ist sehr abwechslungsreich, es geht durch Wälder, fast schon dschungelähnlich bewachsen, wunderschöne Häuser stehen am Berg, mit atemberaubender Aussicht übers Meer. Der Strand riesig. Es wird gesurft, Blokart am Strand gesegelt, mit Motorschlauchbooten über Wellen gesprungen und am Strand spaziert. Die Brandung und Strömung ist hier enorm.
Heute am 27.12.2013 fahren wir los und bemerken nach ein paar Metern, dass wir einen Reifenplatten haben, vorne links :-( ... Klaus wechselt das Rad und weiter geht die Fahrt. Das Angeln und Fischessen auf der Wild One hat uns so begeistert, dass wir beschließen heute unsere erste Angelausrüstung zu kaufen ... Mal sehen, was uns so alles an den Haken kommt ;-) ...




17.12.2013

06.12.2013:
Palau - wir sind da! Ein jahrelanger Traum geht für mich in Erfüllung ... :-)
Es war eine lange und erlebnisreiche Überfahrt - 10 Tage ... Voller atemberaubender Eindrücke ... Neuen Erfahrungen ... Entbehrungen ... Und unglaublicher Begegnungen. Heftige Winde und große Wellen haben uns nachts in unseren Kajüten hin und her geworfen, das Meer klatschte laut an unsere Bordwand, des öfteren überrascht uns ein Schwall Wasser im Bett durch die Dachluke, weil beim Schlafen das Wetter heftiger wurde ... Hitze - ohne Ende ... Schweiß und keine richtige Dusche ... nur Salzwasser und einmal mit Süßwasser "anspucken" ... Aber auch jeden Abend ein unbeschreiblicher Sonnenuntergang in den verschiedensten Farben ... Von den Sonnenaufgängen ganz zu schweigen ... Das Meer in den schönsten Blau-türkistönen ... Riesige Delphingruppen, die uns immerwieder begleiten ... Buckelwale, die mehrere Tage mit uns schwimmen und auch nachts neben unserem fahrenden Boot auftauchen, die man in der Dunkelheit nur riecht und deren Fontänen hört ... Unbeschreibliche Sternenhimmel ... Einsame, stille Nachtwachen mit ganz besonderer mystischer Stimmung ... Einsame wunderschöne paradiesische Inseln entdeckt ... Von Einheimischen im Einboot auf ihre Insel eingeladen worden (und dann doch nicht von ihnen gefressen worden ... ;-) ... ) Getaucht und geschnorchelt, Haien, Mantas, Adlerrochen, Schildkröten, bunten Fischschwärmen und farbenfrohen Korallen und allen Formen und so vielem Mehr begegnet ... Relaxt ... Erzählt ... Viel gelacht ... Gesegelt, gesegelt, gesegelt ... Vom letzten Taifun verwüstete Inseln gesehen und deren Bewohner kennengelernt ... Wir hatten so ein großes Glück, dass wir erst ein paar Tage nach dem Taifun zur großen Überfahrt gestartet sind, viele Segler hat es hier schlimm erwischt ... Behutsam in den Schlaf geschaukelt worden ... Neptun hat uns gut mit leckerem Fisch versorgt ... Gemeinsam lecker gekocht und genossen ... Kokosnüsse von Inselbewohnern geschenkt bekommen, den Inhalt mit Rum zum Sonnenuntergang genossen ... Karten gespielt ... Gelesen ... An unsere Lieben Zuhause gedacht und ihnen Liebe geschickt ... 

7. Dezember 2013


Wir setzen uns in die Gartenbar und lernen Taucher und Segler aus der ganzen Welt kennen, Kirin aus Australien lädt uns zu sich Nachhause ein, wenn wir in Australien sind, sollen wir ihn besuchen kommen, seine Mutter sei aus Deutschland und würde sich freuen. Wir probieren auch hier die Küche, wir speisen Tunasteaks in Lemonbuttersauce ... Sehr gut. Der Internetempfang ist hier jedoch sehr schlecht, wir können keine Grüße nach Hause schicken. Die ganze Nacht regnet es in Strömen und der Morgen verspricht nicht viel anderes. Eigentlich wollten Martin und Klaus Tauchen gehen, aber das Licht ist zu schlecht. Wir segeln ein Stückchen an der Küste entlang zu einem anderen Resort, in der Hoffnung noch einmal ins Internet zu kommen, bevor wir die große Überfahrt nach Palau beginnen, die dauert ca. 10 Tage. Es klappt nach langem Probieren, nach Stunden können wir ein paar Emails verschicken und unsere Homepage ein bisschen pflegen, Bilder können wir jedoch nicht hochladen, das dauert ewig. Den ganzen Tag regnet es weiter und wir beschließen morgen weiterzusegeln.  Seit Wochen waschen wir unsere Kleider von Hand, dementsprechend riechen sie auch, alles ist klamm und wird nie richtig trocken. Ich suche eine Wäscherei, mit einem Taxi, welches den Anschein macht, diese Tour nicht zu überleben, lasse ich mich zu einer Wäscherei bringen ... Die "Straße" gleicht einem Trümmerfeld. Alles ein Matsch mit riesigen Wasserlachen, zu Fuß nicht zu empfehlen, kaum ein Einheimischer ist zu Fus unterwegs, alle fahren im Schneckentempo durchs Labyrinth. Ein Dollar kostet die Fahrt einfach. Es ist ein weiter Weg, bald wird es dunkel ... Ich frage den Taxifahrer, ob er in einer Stunde mich hier wieder abholt ... Er will 10 Dollar dafür, ich handle ihn auf 3 Dollar runter. In der Wäscherei sind Automaten zur Selbstbedienung, sehr sauber hier. Viele einheimische Frauen sind hier und waschen ihre Wäsche. Ich werde interessiert von ihnen beäugt, die älteren trauen sich kaum zum Augenkontakt, sie sprechen wenig Englisch, jüngere Mädchen grüßen mich freundlich, ich komme ins Gespräch. Ein Trockner verspricht mir trockene Wäsche, endlich sie riecht wieder angenehm. Nach einer halben Stunde ist der Taxifahrer zurück, er hat drei Fahrgäste im Auto und möchte mich jetzt mitnehmen, meine Wäsche ist noch nicht fertig, er will warten und wartet eine dreiviertel Stunde auf mich ... Als es zurückgeht ist es bereits dunkel, zu Fuß unmöglich. Am Bootssteg komme ich mit ein paar deutschen Tauchern ins Gespräch, sie kommen von Palau und sind mords am Schwärmen davon. Palau ... Ein jahrelanger Traum von mir, geht in Erfüllung, ich bin so gespannt darauf.
26.11.2013:
Früh am Morgen geht es los, wir legen ab, neuen Ufern entgegen ... Die Sonne strahlt und wir haben guten Wind, mit ca. 8-9 Knoten geht's voran. Delphine schwimmen vor uns her und schlagen Pirouetten ... :-) ... Wir Kochen gemeinsam, Essen, Schlafen, Lesen, lernen weiter das Segeln und spezielle Begriffe und Seemannsknoten, wir relaxen ... Die Nacht ist irre stürmisch, es regnet so viel, das unser Vorrat voll ist. Bei einer meiner Nachtwachen, kreuzt hinter uns ein großer Frachter ca. eine Meile entfernt, das erste Mal, dass wir unterwegs jemanden begegnen. Wir segeln Nonstop bis wir zu einer Insel kommen, wir möchten hier kurz ankern und ins Wasser springen, wir glauben, sie ist unbewohnt, doch dann kommen Kinder an den Srand gelaufen, sie winken und rufen uns zu. Wir liegen ca. 100 Meter vom Strand entfernt. Ein Mann kommt mit einem Einbaum zu uns gepaddelt, er begrüßt uns freundlich und lädt uns auf seine Insel ein, er spricht ein wenig englisch. Hier sollen ca. 500 Menschen leben. Wir sind erstaunt. Nachdem wir die Unterwasserwelt erkundet hatten, fahren wir mit dem Schlauchboot an Land. Wir werden schon erwartet und freudig von Kindern und Männern begrüßt ... Keine Frauen zu sehen. Wir werden dem Häuptling vorgestellt, umringt von vielen neugierigen Einheimischen tauschen wir Geschenke aus. Wir kommen uns vor fast wie James Cook ... ;-) ... Wir haben unterschiedliche Briilen dabei, für die Kinder Luftballons, wir hatten Gingerbier gebraut und lassen sie kosten. Sie begrüßen uns mit ihrem Getränk, vergorener Palmensaft, gewöhnungsbedürftig ... Aber wir kosten alle, ständig wird nachgeschenkt. Wir unterhalten uns alle sehr gut. Nur selten kommen hier Fremde her. Wir dürfen uns ein bisschen umschauen, im Innern der Insel ist ein richtig schönes Dorf mit vielen Hütten mit Palmdächern, es ist sehr ordentlich. Hier sind auch die Frauen, sie begrüßen uns schüchtern. Umringt von vielen lachenden Kinder bekommen wir die Kirche gezeigt, hier sind alle katholisch. Ein kleines Mädchen ist ständig an meiner Seite, ich frage sie nach ihrem Namen, Romina heißt sie, ich stelle mich ihr vor, sie kichert mit den anderen Kindern, langsam Tauen sie auf und suchen unsere Nähe, immer wieder berührt sich mich rein "zufällig" Wir machen Fotos von ihnen und sie haben einen mords Spaß sich auf den Bildern zu sehen. Zurück am Strand gesellen wir uns zu verschiedenen Gruppen von Männern, wir erfahren, dass sich jeden Abend hier die Männer treffen, Trinken und Rauchen, Singen und Tanzen. Es wird uns wieder ihr Gebräu gereicht, wir können nicht ablehnen ... Hoffentlich verträgt das unser Darm ... ;-) ... Einer in der Gruppe hat Blumenkränze um Hals und Kopf, ich frage ihn warum er so schön geschmückt ist ... Er hat heute Geburtstag und sie feiern ... Wir gratulieren und schon wird wieder angestoßen. Wir unterhalten uns prächtig, erfahren, dass sie hier keinerlei Geld benutzen. Sie versorgen sich komplett von dem was die Insel hergibt und alles gehört jedem hier, sie sind zufrieden und glücklich mit ihrem Leben. Viele laufen hier noch im Lendenschurz rum. Es ist alles so ursprünglich und echt, wir sind begeistert. Ein Inselparadies, wie man es sich erträumt. Dann fangen ca. 20 Männer an zu Tanzen und zu Singen, sie erklären uns, dass sie für Heiligabend üben ... Es ist unbeschreiblich ... Es wird viel gelacht ... Manches geht noch etwas schief und sie lachen darüber und meinen, sie haben ja noch genügend Zeit zum üben. Wir erfahren, dass das die Insel der besten Navigatoren sei. Und als mich Camillo auf Facebook anspricht, bin ich doch sehr erstaunt ... Sie haben Internet hier ... So ursprünglich und doch modern ... Romina sucht schüchtern meine Nähe, ich sage ihr, sie soll sich zu mir setzen und lege den Arm um sie und plaudere mit ihr, andere Kindern beobachten das und Romina ist stolz ... Wir bekommen Haifisch und Schildkröte zum Essen angeboten. Es ist so toll, wir würden gerne länger hier bleiben, aber die Nacht ist bereits eingebrochen und wir müssen weiter, sonst schaffen wir es nicht rechtzeitig in Palau zu sein, Evelyn und Markus fliegen von dort am 8.12. zurück. Schade ... Es ist hier genau das, was wir erleben wollen, Kontakt zu dem ursprünglichen Volk. Wir bekommen Bananen geschenkt. Der Abschied fällt uns schwer, sie winken und rufen uns noch lange nach. Als wir lossegeln, blinken wir uns gegenseitig noch lange mit Taschlampen entgegen. Es war ein irre tolles Erlebnis, mal sehen was die nächste Insel für uns bereit halt ... Es wird eine ruhige Nacht, wir schlafen alle gut ... Auch diesmal fährt ein großer Frachter vor uns vorbei.
29.11.2013:
 Am nächsten Morgen haben wir schon wieder Land in Sicht ... Wir ankern und schwimmen ... Aber ohne Landgang diesmal. Noch geht es unseren Därmen gut ... ;-) ... 
3.12.2013:
Der zweite Tag totale Flaute, kein bisschen Wind und wir irgendwo im nirgendwo im Pacific. Morgens um 7 Uhr brennt die Sonne schon erbarmungslos, 40 Grad im Schatten, doch wo ist nur der Schatten, wir fahren gen Westen. Der Spinnaker fällt in sich zusammen, wir treiben auf der Stelle. Der Tag zieht sich ewig dahin, Kopfweh stellt sich ein, zuviel Hitze. Wir liegen herum und hoffen auf eine Regenwolke. Springen während der langsamen Fahrt zur Abkühlung ins Meer halten uns an Seilen fest und lassen uns hinterher ziehen, der Käpt'n warnt uns vor Hochseehaien, die gerne hinter Booten herschwimmen und schnappen was so aus den Booten geschmissen wird ... Ups ... Die Motoren werden gestartet, mit 4 Knoten tuckern wir dahin, spielen Karten. Unsere Angeln hängen schon seit Stunden erfolglos im Meer. Die ersehnte Regenwolke zeigt sich hinter uns am Himmel, wir freuen uns auf eine Dusche, sie zieht jedoch an uns vorbei. Nur ein wundervoller Regenbogen tröstet uns. Dann plötzlich bemerken wir eine ganze Scharr Vögel dicht über der Wasseroberfläche und eine Menge große Fische springen aus dem Wasser, wir ändern sofort unsere Fahrtrichtung und folgen ihnen, in der Hoffnung, dass auch ein Fisch bei uns anbeißt, kreuz und quer folgen wir ihnen, wir lachen schon darüber, dass wenn uns jemand beobachten würde, denke wurde wir haben die Ausfahrt verpasst ... ;-) ... Oder sind besoffen ... Da, plötzlich eine Fontäne direkt vor uns ca. 100 m entfernt ... Ein Wal! Wir hinterher ... Und dann direkt neben uns taucht ein Wal auf, immer wieder, da sind noch mehrere, auf der anderen Seite, keine 10 m vom Boot tauchen zwei Buckelwale auf ... Wow ...   Immer wieder, wir machen Fotos und sind begeistert. Okay, Fisch haben wir keinen, aber dafür das! Ein bilderbuchreifer Sonnenuntergang hällt uns am Staunen und da, wie aus dem Nichts tauchen Delphine neben unserem Boot auf ... Wir können so viel Glück auf einmal gar nicht fassen. Weit vor uns treibt etwas auf uns zu, zuerst meinen wir, dass es Wale sind, aber beim naher kommen, bemerken wir,dass es ein riesiger Baumstamm mit Wurzeln ist, wir müssen aufpassen und ausweichen, Martin lenkt schnell etwas nach rechts, es ist knapp und in dem Moment melden sich beide unsere Angeln ... Fisch! Ertönt es laut ... Motoren stopp! Der Baumstamm! Die Fische sind wichtiger! Links,eine große Goldmakrele,  Martin kämpft mit ihr und holt sie raus. Rechts ein kleiner Haifisch an der Angel, Klaus hält in sicher ... Kleine Fische springen aus Angst vor ihm zu uns ins Boot ... irre ... Wir wissen gar nicht mehr, wo zuerst hin ... Der kleine Hai wird befreit und wieder freigelassen, wir essen keine Haie! In der Hoffnung, dass die das auch bei uns so einhalten ... ;-) ...!!!

Sonntag, 24.11.2013

Die ganze Fahrt über haben wir keine Menschenseele zu sehen bekommen, nur zwei Seevögel machen eine Nacht Rast auf unserem Boot.
Am 12.11. kommen wir nach einer Sturmnacht in Ponphei an, endlich wieder mal Land unter den Füßen. Wir gehen Einkaufen und in ein Hotel das Internetempfang hat. Und speisen dort lecker. Wir lernen andere Segler kennen. 
Am 13.11. verlässt uns Steffi, sie muss wieder Nachhause. Hier regnets viel. Am Mittag machen wir eine Bergtour auf den Sokehs Rock, es geht steil hinauf, wir werden mit einem herrlichen Rundumblick belohnt. Anschließend gehen wir Essen und lassen den Tag entspannt ausklingen.
Heute 14.11. fahren wir mit anderen Seglern in einem kleinen Motorboot zur Mantaroad Schnorcheln, wir sind zu zehnt. Klaus und ich Schnorcheln am Riff entlang und filmen die prächtige Unterwasserwelt. Wie aus dem Nichts ein Hai vor uns, ein Weißspitzenriffhai ca. 1,20 m, er kommt immer näher und findet uns sehr interessant. Mein erstes Zusammentreffen mit einem Hai, ich bin jedoch relativ entspannt, ein zweiter gesellt sich dazu und schwupp sind sie auch schon wieder weg. Yippie, es war ein toller Augenblick ... Und ... I'm alive ;-)... Wenig später schwimmt unter uns ein riesiger Manta ca. 3,50 m Spannweite, wow, wie elegant er dahingleitet. Ich bin beeindruckt. Martin kommt mit dem Cat uns nachgesegelt, holt uns ab und wir ankern eine Weile in der wunderschönen türkisfarbenen Gegend. Am Abend skypen wir mit unseren Eltern, mit Freude erfahren wir, dass es Ihnen gut geht. Bei euch hält der Winter Einzug und wir braten hier bei 30 Grad ... ;-)
Freitag, 15.11.2013:
Wir leihen uns ein Auto und erkunden die Insel. Wir kommen zu einem wunderschönen Wasserfall, schon der Fußweg dorthin ist traumhaft schön, mit allen möglichen Bäumen und Sträuchern die in allen Farben blühen, herrliche Palmen ... Der Wasserfall ist sehr breit und hoch, wir baden und genießen das Süßwasserbad ... Es ist hier wie im Paradies! Wir fahren weiter nach Nan Madol, einer uralten Ruinenstadt, wir laufen durch Mangroven und entdecken Überreste einer uralten ausgestorbenen Kultur, wie eine Festung, Meterbreite Außenwände, aufgetürmt aus riesigen Felsblöcken, immer wieder beeindruckend, was Menschen vor Tausenden von Jahren geleistet haben. Unsere Rundfahrt geht weiter, Pohnpei ist eine saftig grüne üppige Insel.
16. November 2013:
Wir segeln zur Mantaroad, ein wunderschönes Riff im Norden von Ponphei. Die Farbenpracht ist überwältigend. Das Meer zeigt sich in allen Blautönen, in den schönsten Türkisfarben. Weitab vom Land ankern wir und Tauchen und Schnorcheln, es gibt viel zu sehen, am Riff tummeln sich alle möglichen Fische in allen Farben, im Sand liegen verschiedene Stachelrochen. Hier bleiben wir übernacht. Das Meer ist ruhig. Wir genießen einfach die Ruhe ...
Am nächsten Tag segeln wir spätnachmittags zurück in den Hafen, heute Nacht kommen neue Gäste an Bord, Evelyn und Markus, in unserem Alter, aus Österreich.
Christa, Kurt und wir gehen in ein Hotel Abendessen, dort gibt es WLAN und wir checken unsere Emails, mit Freude lesen wir Grüße aus der Heimat.
Ralf schreibt uns, dass der Unimog gut abgeliefert ist und nun auf Reisen geht nach Neuseeland. Ein großes Dankeschön an Ralf und Hanita!!! Ihr seid super!!!
18. November 2013:
Die Neuen sind da,wir verstehen uns auf Anhieb gut miteinander. Heute soll's weitergehen nach Chuuk. Wir machen Großeinkauf für die Überfahrt. Ca. 3 Tage wird es dauern. Um 15 Uhr legen wir ab, das Meer ist wild und stürmisch es regnet heftig und die Neuen werden seekrank, Evelyn ist völlig fertig und Markus kämpft mit Übelkeit. Auch ich habe ein bisschen flaues Magengrummeln, aber es geht, ich kann essen und es bleibt drin. Wir fangen unseren ersten Fisch eine große wunderschöne bunte Goldmakrele, hier heißt er Mahi Mahi. Martin filetiert ihn gleich und heute Abend gibt es ein Festmahl, gebratenen Fisch, Speckbohnen, Kartoffeln mit Sauce Hollandais ... Superlecker! 
Die Nacht ist sehr stürmisch und es schüttet aus Kübeln, einerseits gut, da wir unseren Wasservorrat auffüllen können, andererseits unangenehm auf Deck. Wir haben bis zu 40 Knoten Wind, da heißt es gut aufgepasst.
Auch der Morgen begrüßt uns grau in Grau mit Regen, ein Highlight sind die Delphine, die uns ein Stück begleiten. Gegen Mittag reißt der Himmel auf und die Sonne lacht uns zu, gemütlich segeln wir dahin. Klaus fängt einen weiteren großen Fisch, unser Essen ist gesichert :-) ... 
Unterwegs kommen wir zu einem fantastischen Atoll, so schön wie aus einer Werbung, eine kleine Insel und drumherum alles türkisblau. Wir ankern und Schnorcheln am Riff, Schildkröte, Hai und Adlerrochen neben vielen bunten Fischen begrüßen uns.  Gegen 16  Uhr segeln wir weiter.
Martin ist erkältet, Klaus fühlt sich auch nicht wohl.
Die Nacht ist ruhig und sternenklar. Ich habe Wache von 0-2 Uhr, da es meinem Schatz nicht gut geht, lasse ich ihn schlafen und mache seine Wache bis 4 Uhr gleich mit. 
20.11.2013:
Evelyn ist immer noch seekrank und Markus ist nun auch erkältet. So langsam aber sicher stecken wir uns alle aneinander an. Es ist heiß und die See wild. Klaus geht es immer schlechter, er glüht, hat Fieber, zum Glück Habe ich Medikamente dabei. Wir segeln so dahin, der Weg ist noch weit und wieder treffen wir unterwegs auf gar nichts, kein Schiff, nichts. Klaus braucht heute Nacht keine Wache machen, er ist richtig krank. Er glüht immer noch und bei mir fängt nun auch die Nase an zu laufen. Kurt meldet sich auch krank. Da schippern wir nun dahin, alle kränkeln.
21.11.2013:
Immer weiter geht die Fahrt ... 
Die ganze Nacht schüttet es was es kann ... Grau in grau begrüßt uns Chuuk ... Es ist eine Inselgruppe von 30 mal 30 Meillen, mit 15 großen und 80 kleinen Inseln, von süß bis zuckersüß diese kleinen Inselchen ... hier bleiben wir nun für die nächsten 4-5 Tage. Klaus geht es wieder gut.  Alle anderen kränkeln noch ein bisschen  ...
Wir ankern vor einem Dorf und erkunden dies ein bisschen, die Straßen sind Schlaglochpisten, die mit riesigen Pfützen ein einziger Matsch sind. Kein schöner Ort, es liegt viel Müll herum. Die Menschen hier leben im Paradies und wissen es gar nicht ... 
Wir essen in einem Strandhotel zu Abend, hier gibt es WLAN, aber es funktioniert sehr schlecht, also heute klein Kontakt nachhause. Wir bleiben diese Nacht hier. Die Ankerkette scharrt die ganze Nacht und wir machen kaum ein Auge zu.
22.11.2013:
Ein herrlicher Sonnenaufgang weckt uns, ein Kaffee und schon wird der Anker gehisst. Wir fahren raus zu einer dieser zuckersüßen Bilderbuchinseln. Zwei Stunden mit 5 Knoten segeln wir gemütlich dem Paradies entgegen. Ein Traum ... Zu schön um wahr zu sein, drei kleine Inseln liegen nah beieinander, man fast von einer zur anderen durch Wasser laufen. Die mittlere ist ca. 20 x 20 Meter mit 4-5 Kokospalmen drauf, eine davon biegt sich ins Meer. Links davon eine Insel, ganz flach, ca. 50 x 50 Meter dicht bewachsen mit einem herrlichen Sandstrand, zu der schwimmen wir hin. Keine Menschenseele nur tausende von kleinen Krebsen tragen hier Schneckenhaus herum, überall krabbelst und wuselts. Schnecken und Muscheln in allen Farben, von Grasgrün bis leuchtend Rot. Das Meer glasklar und türkisblau. Auf der dritten Insel entdecken wir eine Hütte, wir fahren mit dem Schlauchboot dahin, eine einzelner Mann lebt völlig einsam hier ... Robinson Cruso ... Er spricht kein Englisch ... Empfängt uns aber sehr freundlich ... Wir dürfen seine Insel anschauen, er hat viele verschiedene Hütten gebaut, sogar ein Toilettenhäuschen hat er. Zwei Hunde und ein großes Schwein hat er. Er schenkt mir eine wunderschöne seltene Muschel, fast schwarz mit vielen verschiedenen farbschimmern, ich freue mich sehr und bedanke mich herzlich. Wir schnorcheln, sehen kleine Haie und Schildkröten, bunte Fischschwärme. Am Abend machen wir am Strand ein Lagerfeuer und Grillen darin Yam-Wurzeln, lecker ... Der Sonnenuntergang ist bombastisch und Klaus und ich springen Hand in Hand übers Feuer ;-) ... Wir ankern hier übernacht und schlafen im wahren Paradies ... 
23.11.2013:
Um 6 Uhr erwachen wir, es geht nach einem tollen Brunch mit Bratkartoffeln, Rühreier mit Speck und Gurkensalat weiter ... Wir segeln zu einem Flugzeugwracks aus dem Krieg ... Schnorcheln und genießen den Tag ... Am Nachmittag geht's zur blauen Lagune, da gibts ein schönes Resort ...

Dienstag, 12. November 2013

2. November 2013:
Wir fliegen ca. 6-7 Stunden von Honolulu nach Kosrae mit zwei Zwischenstopps auf den Marschallinseln. Ein Atoll, von oben sieht es aus, als würde sich eine riesige Schlange über etliche Kilometer im Meer winden, herrliche Farben, das Atoll hat nur eine Breite von ein paar hundert Metern und ist unendlich lang.
Der Flughafen von Kosrae ist mini, ein Unterstand zum Abfliegen und einer zum Ankommen, alles sehr einfach, ohne großartige Kontrollen. Wir brauchen ein Taxi, um auf die andere Seite der Insel zu kommen, da wartet die Wild one. Freundliche Einheimische besorgen uns das Taxi, es gibt nur drei Stück auf der Insel. Wir haben Glück, da der Wagen nicht als Taxi erkennbar ist. Die Heckscheibe fehlt, eine Plastikfolie ersetzt diese, ein total verbeultes Auto, Rechtslenker und sie fahren auf der rechten Straßenseite. Um unser Gepäck einzuladen wird das  Ersatzrad einfach auf's Dach gelegt. In der Mittelkonsole steht ein Bierkrug und eine Flasche Wodka. Ein aufgeschlossener Fahrer erklärt uns ein bisschen was von Kosrae und nimmt immer wieder ein Schluck aus der Flasche... Als wir ankommen, liegt das völlig abgefahrene Ersatzrad ganz hinten auf dem Dach. Wir zahlen 10 Dollar. Martin kommt mit dem Schlauchboot an Land und holt uns auf die Wild one. Wir sind zu acht auf dem Boot, Christa und Kurt beide um die 60 aus Österreich, Urs 31 Jahre aus der Schweiz, Hagen 47 Jahre aus Berlin, Martin der Skipper 39 Jahre aus Österreich, mit Steffi 36 Jahre aus dem Frankfurter Raum und wir.
Alle sind sehr nett, wir lernen uns kennen - plaudern ... und richten uns auf der Wild one ein. 
3. November 2013:
Wir erkunden die Insel ... Wir wandern zum Aussichtspunkt auf die Berge. Essen zu Mittag in der Treelodge , sehr lecker! Yellow-Thunfisch in Knoblauch, mit Reis und Salat zum Trinken Lemonwasser und zum Nachttisch Eiskaffee ;-q  ... Wir hatten dort auch Internet und konnten so das ein oder andere erledigen. Frisch gestärkt sind wir mit Schlauchboot durch die Mangroven gefahren, sehr abenteuerlich, es liegen oft Bäume quer und wir kommen nur schwer vorbei, Äste hängen tief ins Wasser und streifen uns, obwohl wir uns tief runterbücken. Plötzlich sitzt auf Klaus Hand eine handteller große haarige Spinne, er schüttelt sie reflexartig ab auf den Bootsboden und sie krabbelt superschnell auf Urs Bein, Unruhe auf dem kleinen Boot, Urs springt auf und die Spinne krabbelt bis zu seinem Po, Hagen klopft sie ab ins Wasser ... grrrrrrrrrrr
4. November 2013:
Heute gehen wir einkaufen. Schon erstaunlich, was es alles in dem einzigen Supermarkt auf der Insel gibt, von Antibiotika über Lebensmittel bis zum Computer, aber keine Butter ;-) ... Wir decken uns mit Vorräten ein. Und segeln heute das erste Mal ... Nach ca. einer Stunde bin ich total seekrank, ich wollte erst einmal ohne Medikamente probieren, aber es geht nicht, die See ist rauh und wir schaukeln ganz schön. Pflaster hinters Ohr gegen Seekrankheit geklebt, aber nützt erst nach ca. 6 Stunden, mir geht's schlecht ich füttere viermal die Fische. Wir segeln ca. 3 Stunden bis zu einer Bucht namens Utwa. Alle Schnorcheln, nur ich bin völlig fertig und erhole mich an Bord, nach ein bisschen Schlaf geht es mir besser. Wir übernachten hier.
5. November 2013:
Ich bin wieder fit, noch ein bisschen flau im Magen aber das wird schon. 
Wir wandern zum Wasserfall, nicht ganz ungefährlich über glitschige Steine im tosendem Wasserlauf, Kurt rutscht aus und fällt ins Wasser, verstaucht sich dabei die Hand ... Aber sonst war es sehr sehenswert. Wir segeln weiter in eine andere Bucht zum Tauchen und Schnorcheln.
6. November 2013:
Ich habe Geburtstag :-) werde von meinem Schatz mit Kaffee ans Bett geweckt, er hat für mich eine Geburtstagstorte gezaubert, aus verschiedenen Keksen und Bananen und vielen brennenden Kerzen darauf ... :-) ... so eine schöne Überraschung. Die Crew gratuliert und schenkt mir einen Glitzerballon mit Happy Birthday drauf ... freu freu freu ... Wir stoßen mit Portwein an (Sekt gibt es hier keinen) ... es wird abgelegt und wir segeln zu einem schönen Tauchpoint Richtung Wallung. Es geht mir gut - das Pflaster hilft. Wir schnorcheln, alles bunt voller Korallen und alle möglichen bunter Fische, Christa sieht eine Schildkröte und einen Stachelrochen ...
Am Abend wird lecker gekocht und wir bestaunen den phänomenalen Sonnenuntergang. Der Sternenhimmel ist unbeschreiblich, ich habe noch nie so viele Sterne gesehen, Hagen hat eine App auf seinem Handy, die Sternenbilder erkennt, er zeigt mir das Sternenbild "Skorpion" ... :-) ... zwei Sternschnuppen zeigen sich für mich ... Ich darf mir was wünschen ... ;-) ... Nur noch die Delphine fehlen ... So habe ich meinen Geburtstag noch nie gefeiert ... Ich bin glücklich ... :-)))
7. November 2013:
Früh morgens kommt ein kleines Motorboot mit zwei Fischern vorbei und sie schenken uns zwei Yellow-Thunfisch , Hagen filetiert sie und es gibt rohen Fisch zum Frühstück ... Es schmeckt superlecker ... Und überraschender Weise auch mir ... ;-) ... Kurz darauf kommt noch ein Fischer vorbei und schenkt uns noch einen Thunfisch, den gibts heute Abend. Weit hinter uns ist viel Bewegung im Meer ... Und auf einmal schwimmt eine große Gruppe von Delphinen elegant an uns vorbei, es sind ca. 30-50 Stück. Martin springt sofort ins Wasser und schwimmt zu ihnen hin, aber sie ziehen unbeirrt weiter. Da sind sie nun die Delphine, ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk ... :-)))
Nach dem Sonnenaufgang und Frühstück gehen Martin, Kurt und Klaus tauchen. Die See ist wild und es hat eine mords Strömung, bei Klaus gibts Probleme, er bekommt keine Luft, schluckt Wasser und muss husten, er muss seinen Tauchgang abbrechen, völlig fertig kommt er zurück an Bord. Es geht ihm nicht gut, er schläft und erholt sich dabei. Nochmal gut gegangen. Später Schnorcheln wir zwei zusammen Hand in Hand und sind beeindruckt von dieser Unterwasserwelt. Mantas und Weißspitzenflossenhaie werden von den anderen entdeckt, von uns leider noch nicht. Am Nachmittag gehen wir in das Dorf Wallung. Total ursprünglich ... Fast wie im Paradies ... Die Menschen sind sehr freundlich, begrüßen uns mit ihrer traditionellen Frucht von der Yuccapalme ... Süße Fasern, die man auskaut und dann ausspuckt ... Kosrae-Kaugummi ... ;-) ... Sie sind hier alle sehr entspannt, die Männer angeln früh morgens Fisch und die Frauen waschen Wäsche (natürlich von Hand) ... So wie wir zurzeit auch ;-) ... dann legen sie sich hin und chillen, spielen mit den Kindern Volleyball ( hier spielt alles Volleyball, von der dicken Mama bis zum Bürgermeister) ... Es gibt sogar einen Schiedsrichter und eine Anzeigetafel, natürlich auch von Hand bedient. Sie haben Spaß und Lachen viel ... Das ist ihre Art von Fernsehabend ... ;-) ... Zurück an Bord brutzeln wir uns den Fisch mit Knoblauch ... Ich bemerke, dass ich Nesselsucht an Armen, Beinen und Hals habe ... Es juckt allmählich ... Bestaunen wieder den wunderschönen Sonnenuntergang, genießen ein Gläschen Rotwein und gehen selig in unsere Kajüte.
8. November 2013:
Die Nesselsucht quält mich, es juckt ich konnte kaum schlafen.
Klaus geht wieder tauchen und trifft auf einen Weißspitzenflossenhai ca. 1,50 cm lang. Der wollte aber nicht viel von Klaus wissen und verschwand schnell wieder.
Später gehen wir noch zusammen schnorcheln ... Viele bunte Fische begleiten uns durch das Korallenriff. Am Nachmittag wollen wir die Insel erkunden, fahren mit dem Motorschlauchboot an Land und Treffen dort auf unangenehme einheimische Männer, sie haben Alkohol in der Hand und sehen ziemlich zugedröhnt aus, ob es nur die Bethelnuss ist oder doch eher härtere Drogen erfahren wir nicht, sie schicken uns weg, hier dürfen wir nicht an Land, kommt uns so vor als wäre hier ein Drogenkartell. Wir müssen zu einer anderen Bucht. Wir segeln hier weg, nicht dass wir in der Nacht noch überfallen werden.
Sturm!!! Mitten in der Nacht 4 Uhr werden wir urplötzlich von einem heftigen Sturm geweckt, es schüttet in Strömen, der Anker reißt sich los, wir treiben ab. Es ist stockdunkel, 45 Knoten Wind werfen uns herum, Martin muss den Motor starten, Urs kämpft mit dem Anker, die Ankerkette springt aus der Führung, jetzt wird's hektisch. Ein mächtiger Knall und Krach ertönt, irgendetwas hat uns getroffen ... Wir kämpfen ca. 1 Stunde mit dieser Urkraft und können uns wieder sicher festmachen. Gott sei dank! Alles wird gut. Wir schlafen noch ein bisschen und am nächsten Morgen entdecken wir was uns getroffen hatte, der Windgenerator wurde vom Sturm abgerissen, fiel aufs Boot und weg ist er ... 
9. November 2013:
Die Nesselsucht juckt wie Teifi ... Fenistil Hydrocort Salbe hat nichts genützt, ich beschließe Allergietabletten einzunehmen. Wahrscheinlich habe ich eine Sonnenallergie kombiniert mit der Wirkung vom Salzwasser. Süßwasser ist hier immer knapp, das Wasser von der Insel ist für uns nicht genießbar, wir sammeln Regenwasser. Damit kochen und trinken wir. Geduscht wird so, wir springen ins Meer, machen uns nass, steigen heraus, seifen uns ein, springen wieder ins Meer waschen dort den Schaum ab und spülen an Bord ganz sparsam mit Regenwasser nach.
Martin will nach dem Generator tauchen, ich sage ihm wo er ungefähr liegen könnte, da ich mir die Stelle ungefähr merken konnte, als er mit dem Sturm kämpfte. Das Wasser ist sehr aufgewirbelt vom Sturm, schlechte Sicht beim Tauchen, aber er findet ihn auf dem Meeresgrund, wie durch ein Wunder! Zwar ist er ziemlich beschädigt, aber er kann repariert werden.
Heute verlassen uns Urs und Hagen, sehr schade, sie waren sehr nett und kannten sich super beim Segeln aus. Sie fliegen nachhause. Und wir starten zur großen Überfahrt nach Pomphei, drei Tage und Nächte ununterbrochen Segeln ohne Stopp, mit abwechselnder Nachtwache ... Ich bin gespannt, hoffentlich geht alles gut und wir bleiben vom Sturm und anderen Unannehmlichkeiten verschont!!!
10. November 2013:
Keine Ahnung welchen Wochentag wir haben und wenn ich nicht hier schreiben würde, wüßte ich auch das Datum nicht mehr ... 
Unsere ersten zwei Bootswachen haben wir gut überstanden. Alle Acht Stunden muss einer für zwei Stunden Wache halten bei Tag und Nacht. In völliger Dunkelheit sitzt man mit Schwimmweste festgebunden an Deck und muss den Himmel und die Wolken beobachten, ob sich ein Sturm zusammenbraut, das geht hier sehr schnell. Muss nach Schiffen Ausschau halten, damit man nicht zusammenstößt, muss auf die Windrichtung und Stärke achten, dass man auf Kurs bleibt. Und wenn möglich darauf achten, was so großes auf uns zutreibt, wie Baumstämme oder verlorengegangene Schiffscontainer, um evtl. noch ausweichen zu können. Und natürlich immer die Segel im Auge behalten. Klaus und ich haben unsere ersten beiden Wachen gemeinsam gemacht, die anderen haben selig geschlafen, aber es war zum Glück alles ruhig. Wenn Gefahr droht, müssen wir sofort den Käpt'n wecken. Wir schaukeln so gemächlich dahin, Windstärke so um die 7 Knoten, man wird so richtig in den Schlaf gewogen und muss aufpassen, dass man bei seiner Wache nicht einschläft. 
Um 5:30 h werde ich mit einem herrlichen Sonnenaufgang geweckt, strahlend blauer Himmel und bereits 29 Grad. Weit und breit nur Wasser, kein Land in Sicht, kein Fischerboot, wir sind weit draußen auf dem Pacific ... völlig allein ... Und segeln entspannt dahin ... 

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Aloha ... 🙂
Seit 25. Oktober 2013 sind wir auf Hawaii ...
In Honolulu am Abend in Dunkelheit angekommen ... Eine Nacht im Hotel ... Ein bisschen auf dem Boulevard spaziert ... Viel zu viel Trubel ... Fast wie in Frankfurt auf der Zeil ... Und am nächsten Morgen weiter geflogen auf die hawaianische Garteninsel Kauai ... 
26.10.2013:
WOW !!! Es grünt so grün ...
Kauai ist ein Traum ... kein Trubel ... Herrliche Strände ... Und das Ganze ein einziger wunderschöner blühender Garten. 
27.10.2013:
Wir erkunden die Insel mit unserem Mietwagen. Wasserfälle ... Jurassic Park Drehorte ... Surfer ... Strand und Meer ... Und so vieles mehr ...
28.10.2013:
Wir sind auf dem Bergkamm des Waimea Canyon gewandert ... The wettest place on Earth ... Der nasseste Ort auf der Welt! Alles grün bewachsen und der schmale Pfad sehr schmierig und rutschig, wir sind mitten in den Wolken, klettern bergauf und bergab, haben ewigweite Ausblicke und sind einfach nur begeistert von der Besonderheit!
29.10.2013:
Um 8:30 Uhr am Morgen heben wir ab ... Ein Helikopter nimmt uns mit und zeigt uns das Paradies von oben ... Herrlich! Könnte ewig dauern, macht richtig Spaß ... 
Die "Hauptstadt" Lihue erkundet ... Und bis zum Sonnenuntergang am Strand gelegen ... Cocktails stimmen auf den Abend ein ...
30.10.2013:
Wir lassen uns treiben ... Und die Insel auf uns wirken ... 
Morgen geht es schon wieder zurück nach Honolulu und ein Tag später fliegen wir nach Kosrae/Micronesien, dort wartet Martin mit seinem Catamaran auf uns ... Dann geht's für ca. 40 Tage über's Meer Richtung Palau ... Wir sind sooo gespannt!

Es geht uns sehr gut! In den nächsten 40 Tagen haben wir sehr wahrscheinlich kaum Internetempfang ... Also macht euch keine Sorgen ... Liebe Grüße an euch alle, die uns hier begleiten ... Und ganz besondere Grüße an unsere Familie und eine   dicke Umarmung!!!😘

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Amerika ist schön! Also auf jeden Fall Californien! Die Verkehrsregeln sind etwas gewöhnungsbedürftig, aber ziemlich easy, an Kreuzungen steht meist ein Stop-Schild, der der zuerst stoppt, darf auch als erster weiterfahren, egal ob er von rechts oder links kommt, außer auf Hauptstraßen. Auf dem 6-spurigen Highway (in jede Richtung 6, also insgesamt 12), darf man rechts auch überholen und schneller fahren als links, da heißt es, gut aufpassen an allen Seiten. Aber die Verkehrssicherheit wird hier groß geschrieben, viele Warnschilder und Blinklichter, viel mehr als in Deutschland, die Seitenstreifen sind meist so beschaffen, dass es beim unbeabsichtigten verlassen der Spur brummt, die Mittelstreifen brummen auch  ;-) wenn man sie überfährt und sind zusätzlich überall mit Katzenaugen versehen. Find ich gut. 
Die Leute hier sind alle sehr sehr freundlich zu uns. Die Supermärkte sind alle riiieeesssiiig hier. 
Heute sind wir an tollen Farmen vorbei gekommen, richtige Ranches, wie man sie sich vorstellt, mit ewig langen weißen Holzweidenzäunen und tollen Häusern drauf, vielen Pferden und Rindern. Sind durch Californiens riesigen Obst- und Gemüseplantagen gefahren, haben Californiens Weinbaugebiete gesehen, von Flächenbränden verwüstete Landschaften. Herrliche Seen und Wälder. Und sind im Bear-Valley (Bärental) gelandet. Hier campen wir in einem Nationalpark mit riesigen uralten Mammutbäumen, Stammdurchmesser bis zu 6-8 Metern. Heute Nacht schlafen wir umgeben von Bären, Kojoten, Pumas und Klapperschlangen ... ;) ... Unser Abendessen haben wir uns am Lagerfeuer zubereitet - Rindersteaks ... Lecker!
Wir erwachen bei strahlend blauem Himmel, trinken genüsslich unseren ersten Kaffee und machen eine Morgenwanderung durch den Stanislaus National Forest. Riesige Mammutbäume, können bis zu 100 Meter hoch werden, umgeben uns. Der älteste hier ist 3200 Jahre alt - welch eine Vorstellung - und wir haben ihn berührt ... :-)) ... Große blaue Vögel sind neugierig auf uns und kommen ganz nah, Streifenhörnchen warten nur darauf, dass wir unseren Campingtisch unbeaufsichtigt  lassen ... nur der Bär lässt sich nicht blicken ... schade ...
Nach einem ausgiebigen Frühstück geht's weiter, 10 Uhr on the road again ... 
Wir fahren weiter durch Wälder, kommen an einen wunderschönen glasklaren See, nur weit draußen, zwei Männer die angeln ... Herrlich hier ... Am Strand entdecken wir Fußspuren von einem Bär... Aber er versteckt sich vor uns ... Wir sammeln Holz für unser nächstes Lagerfeuer ... Weiter geht's über den Monitorpass ... Eine fantastische Landschaft ... Unbeschreiblich ... Mit nichts zu vergleichen ... Wow!!! Wir biegen von der Straße ab und fahren ins Gelände (jetzt wäre unser Unimog genau das richtige!) wir fahren 8 Meilen bergauf, keine Menschenseele weit und breit ... Über Stock und Stein ... Im Wohnmobil schaukelst und klapperst, Töpfe fallen aus den verschlossenen Schränken ... Aber immer weiter hinauf ... Oben in den Highlands angekommen ... Wunderschöne glasklare Seen ... Und Stille ... Nur ein Vogel (Adler  oder so ...) kreist am Himmel. Schilder warnen wieder vor gefährlichen wilden Tieren ... Man soll seine Lebensmiitel an einem Baum mindestens 3 Meter hoch hängen ...
Es ist frisch hier ... Es liegt Schnee ... Und wir beschließen nicht hier zu übernachten, da wir beim Erwachen evtl. eingeschneit sind und nicht wieder runterkommen mit dem Wohnmobil ... Weit und breit kein Ranger ...
Wir fahren östlich bis an die Grenze von Nevada. Man fühlt sich ein bisschen wie im wilden Westen ;-) ... Total abgelegen, weit und breit nicht viel, beziehen wir unser Nachtlager auf einem RV Campground, sehr sauber mit tollen Waschräumen ... (Auch nicht so oft ... ;-) ...) aber wir haben ja unser Bad dabei ... Tolle Sache, so ein Wohnmobil! Wir haben Hunger und wollen Essen gehen ... Wie gesagt, weit und breit nicht viel ... Und die Restaurants, die da sind, haben montags geschlossen :-( ... Wir suchen, fahren 20 Meilen hoch und wieder runter ... Wir kommen nach Nevada ... Ein Spielcasino ... Riesig ... Mit Restaurant :-) ... Man glaubt nicht wie viele Amis montagabends  im Casino sind ... Es ist voll ... Wir müssen uns für einen Platz im Restaurant anmelden und warten ca. 15 Minuten bis wir einen zugewiesen bekommen ... Das Essen ist sehr lecker ... Ich Spaghetti (ich brauchte mal wieder Nudeln) und Klaus Burger. Auf dem Weg zu unserem Nachtlager sind fast alle Farmen für Halloween geschmückt ... Zum Teil sehr gruselig und teils sehr lustig. Wir fallen todmüde und satt in unser Bett. 
22. Oktober 2013:
Am Dienstagmorgen nutze ich die Gelegenheit von einem tollen großzügigen Bad und genieße es ausgiebig ... Um 12 Uhr sind wir wieder auf der Piste. Heute geht es über den Sonorapass ... bis auf 9600 Feet = ca. 3200 Meter Höhe ... atemberaubend ... diese Aussichten ... Höhen und Tiefen ... wunderschön!!! Das Licht ... die Landschaft ... die Berge ... die Farben ... einmalig ... Kurz vor dem Yosemite National Park suchen wir uns einen Platz zum übernachten. Ein einsamer Campingplatz , kein Personal da und kaum Camper ... Wir suchen uns einen einsamen Platz, machen uns ein romantisches Lagerfeuer, brutzeln Steaks, beobachten einen Hirsch mit seiner Familie, der uns sehr nahe kommt. Schilder warnen vor Klapperschlangen ... Mit Stirnlampen finden wir uns in der Dunkelheit zurecht ... Und die Klapperschlangen finden uns nicht ... ;-p
Mittwoch, 23. Oktober 2013:
Gut ausgeschlafen geht's wieder weiter ... Richtung Yosemite Park ... Und wieder, wie bis jetzt jeden Tag, strahlend blauer Himmel und ca. 25 Grad ... :-) ... Yosemite -beeindruckend! Welch atemberaubende Gegend! Durch Schluchten und Täler ... Über Gipfel ... bis Yosemite Village, unserem nächsten Lager ... Am Fuße einer riesig aufsteigenden Felswand ... Wir wandern umgeben von unbeschreiblicher Natur ins Bergmassiv hinauf zu Wasserfällen ... Wir kommen ganz schön ins Pusten, aber das war es wert! Welch eine Kulisse, Klaus meint, typisch Walt Disney, übertrieben schön ... Fast wie in einem Märchenwald! Und das Pusten ... wir sind seit Anbeginn unserer Reise NICHTRAUCHER!!! Also seit über einer Woche!!! :))
Bei einem köstlichen Abendmahl genießen wir den Abend am Lagerfeuer ... Wir sind im Land der Schwarzbären und auf dem Campground müssen wir dafür unterschreiben, dass wir auf die Gefahren der Bären hingewiesen wurden und wie wir uns verhalten müssen, wenn der Bär kommt (ja ja der Bär ... das macht er gerne ... ) ;-) ... Ich hoffe, ich sehe bald mal einen!!! Vom Wohnmobil aus - wenns geht ... ;-) 
Donnerstag, 24. Oktober 2013:
Immer wieder habe ich in der Nacht in die Dunkelheit geblickt, um im Mondlicht einen Bären bei seinem nächtlichen Streifzug zu erhaschen, aber leider wieder nichts ... Der lag wahrscheinlich selig schnarchend in seiner Höhle ...

Samstag, 19. Oktober 2013

Wir haben gestern nachmittag San Francisco verlassen, nachdem wir noch ein bisschen die Stadt erkundet hatten. Wir sind zum Financial Destrict gelaufen, haben the Pyramide "The Needle" angeschaut, sind durch Chinatown geschlendert bis zur Lombard-Street, diese sind wir hinuntergelaufen und wieder zurück zum Hafen, wo unser Wohnmobil auf uns wartete. Gegen 15.00 Uhr haben wir uns auf den Weg gemacht, in Richtung Norden. An der Küstenstraße entlang. Eine herrliche Strecke, kurvig und eindrucksvoll. Die Landschaft verändert sich, es wird karger, die Weiden sind ausgedörrt. Man sieht große Weiden mit Kühen und einen Cowboy ;) Als es dunkel wird (18 Uhr) machen wir Quartier in der 
Bodega-Bucht, einem Campground direkt am Ufer eines kleinen Fischerhafens. Hier werden überwiegend Austern und Krebse gefangen und serviert. In einem kleinen Fischerrestaurant speisten wir zu Abend. Es ist hier wesentlich kälter als in San Francisco, wir machen vor dem Schlafen noch mal die Heizung im Wohnmobil an. Wir schlafen gut ... Am nächsten Morgen tanken wir Frischwasser und entleeren die Abwassertanks ... Und weiter geht die Fahrt Richtung Norden. Wir fahren mehr ins Landesinnere Richtung Santa Rosa, dem Russian River entlang durch Californiens Weingebiet. Indian Summer lässt grüßen ... Herrliche Landschaftfarben bei strahlend blauem Himmel und ca. 25 Grad. Wir wollen eine Weinprobe auf einem Weingut machen und fragen bei mehreren, ob wir danach auf dem Parkplatz übernachten können, da wir nach dem Weingenuss nicht mehr fahren möchten. Dies wird überall verneint, also keine Weinprobe. Eine kleiner Campingplatz am Russian River wird unser Nachtquatier. Wir brutzeln uns ein Chili con Carne und gehen müde zu Bett.

16. Oktober 2013

San Francisco ist eine sehr schöne und gepflegte Stadt, hat einen sehr charmanten Baustil und die Menschen hier sind sehr freundlich zu uns und hilfsbereit. Mit unserem Englisch kommen wir überraschend gut klar. Die Leute hier sind sehr offen und wir kommen schnell mit ihnen ins Gespräch. Die Golden Gate Bridge strahlt beeindruckend im Sundown und gleich gegenüber Alcatraz - und wir mittendrin ... :-) ... Einfach nur toll!!!

Am 15. Oktober 2013 geht´s los ... dann findet ihr hier auch was ...🤩

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René Neumann | Antwort 16.03.2014 18.00

Hallo Schwesterlein
Schon lange nichts Neues mehr von euch im Reisetagebuch gelesen. Bitte mehr Lesestoff für die daheim gebliebenen! Liebe Grüße René

Susan und Klaus 20.03.2014 09.49

hier Brüderchen, extra für Dich! Neues von unserer Reise. Wir sehen und erleben hier so viel jeden Tag, dass ich kaum zum Schreiben komme ... Dickes Bussi

Maria Hohm | Antwort 30.10.2013 17.15

Hallo Susan und Klaus,
ganz, ganz liebe Grüße von der Nachbarschaft aus der Carbon-Blanc-Straße. Es ist ist wirklich toll, zu lesen was ihr erlebt.
Maria

Susan u. Klaus 30.10.2013 22.30

Ganz liebe Grüße zurück an die ganze Nachbarschaft ... wir schicken euch ein paar Sonnenstrahlen aus Hawaii

Sabine Schönberger | Antwort 28.10.2013 22.08

Hört sich alles furchtbar spannend an! Den Baum hätte ich auch gerne umarmt

Susan u. Klaus | Antwort 19.10.2013 22.16

Dear Rainer, nein, bis jetzt ziehen wir es noch vor, vom Handy verschont zu bleiben ... ;) ... aber Danke für den Tipp! LG vom Blue Lake

rainer ries | Antwort 17.10.2013 20.41

hallo Susan und Klaus,
habt ihr schon das flatrate handy bei Walmart geholt z flatrate telefon. innerhalb den USA. Da hat man f 25€ ca 14 std telefon gruß RR

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Neueste Kommentare

16.06 | 14:56

Hallo Emma, was meinst du? Wir haben keine Beschreibung rausgenommen ...

...
16.06 | 11:21

Schade, dass ihr die tolle Beschreibung über das Sunimok rausgenommen habt.

...
11.04 | 22:19

Dagmar bitte mede dich per email
ich suche dich schon lange
cora
cora.kege@yahoo.de

...
07.05 | 18:10

I think I saw you in Sackville New Brunswick . If so, welcome to New Brunswick :)

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